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Hennigsdorf Ein Bier mit Knoblauchnote
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Ein Bier mit Knoblauchnote
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00:47 29.04.2018
Detlef Werner, Markus Kulling und Stephan Paschkin (v.l.) haben das Bier geschaffen. Quelle: privat
Hennigsdorf

Als Markus Kulling zuerst davon hörte, nahm er es nicht so bierernst. Der Hennigsdorfer Knoblauch-Räucherer Detlef Werner hatte ihn gefragt, ob sie nicht mal zusammen ein Bier aus der Knolle brauen wollen. „Ach du Scheiße, dachte ich, wie soll das denn schmecken?“

Ganz neu ist die Idee nicht, allerdings schmissen wagemutige Brauer die Zehen immer einfach nur ins Bier. Das war Kulling, der 2017 mit seinem Kumpel Stephan Paschkin die Havelle-Brauerei gegründet hatte, zu plump. „Ich wollte den Rauchgeschmack aus den Knollen ziehen“, sagt der Hennigsdorfer. Wie genau er das gemacht hat, das behält der Hobby-Brauer für sich. Auf jeden Fall ist er begeistert vom Ergebnis. Das Knoblauchbier scheint zu munden. „Es schmeckt rauchig und ganz mild“, sagt der Familienvater.

Weltpremiere auf dem Krämerwaldfest

Vorstellen wollen Markus Kulling und Knoblauchmann Detlef Werner ihr neues Bier beim Krämerwaldfest, das am Sonnabend in der Waldbegegnungsstätte Krämer in Neu Vehlefanz stattfindet. Auf der Bühne werden die Männer ihr ungewöhnliches Bier dem Publikum als Weltneuheit präsentieren, auch einen Stand wird es geben.

Es ist bereits die fünfte Biersorte, die Markus Kulling mit seinem Kumpel Stephan Paschkin gebraut hat. Neben dem ersten Bier „Havelle“, einem Pale Ale, gibt es das „1422 H“. Ein herbes Pils à la Jever, benannt nach der alten Hennigsdorfer Postleitzahl. Das dritte Gebräu im Sortiment heißt „Hennigsdorfer Festbier“. Außerdem gibt es jetzt noch „Havelle 10“, ein Bier mit zehn Prozent Stammwürze.

Einer der Brauer verlässt Hennigsdorf

Im November 2014 brauten die Männer zum ersten Mal Bier, damals noch in einem 35-Liter-Topf. Rund 4000 Euro haben die Hennigsdorfer mittlerweile in Töpfe, Fässer, Zapfanlage, Kühlschrank & Co. investiert, viel Fachliteratur über das Brauen verschlungen. Auf regionalen Festen, unter anderem dem Havelspektakel oder dem Handwerkerfest in Hennigsdorf, sind sie mit ihren Biersorten immer öfter vertreten, auch das Hennigsdorfer Restaurant „Die Buhne“ arbeitet mit der Brauerei zusammen. Doch Kullings Kumpel Stephan Paschkin wird der Liebe wegen im Oktober nach Mittelfranken ziehen. Für die Brauerei ist er dann zu weit weg. „Ich bin traurig darüber, Stephan ist ein guter Freund“, sagt Markus Kulling. Er will aber auf jeden Fall weiterbrauen. Kulling liebt den Gerstensaft zu sehr, um aufzuhören.

Von Christina Koormann

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