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Hennigsdorfer Friseurinnen feiern 25. Jahrestag

Rundes Jubiläum Hennigsdorfer Friseurinnen feiern 25. Jahrestag

Vor einem Vierteljahrhundert haben Gloria Hensel, Kordula Knop und Marina Aschersleben jeweils einen Friseursalons in Hennigsdorf und Velten übernommen. Gestern feierten die Frauen 25. Firmen- und Meisterjubiläum. Doch die Kunden werden immer älter, sagten die Frauen.

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Seit 25 Jahren selbstständig: Kordula Knop (l.) und Gloria Hensel trafen sich gestern in Hensels Salon in Velten.

Quelle: Foto: PAetzel

Hennigsdorf/ Velten.
Es kommt vor, dass junge Leute Gloria Hensel das Smartphone vors Gesicht halten. „Sie zeigen mir, welche Frisuren ihre Stars haben. So wollen sie auch aussehen“, sagt die 59-Jährige. Zu DDR-Zeiten sei das anders gewesen. „Da liefen die Leute im Einheitslook rum.“ Gloria Hensel muss es wissen, sie hat 1973 mit der Friseurlehre angefangen, seit 25 Jahren ist sie selbstständige Meisterin. Mit ihr feierten gestern auch die Hennigsdorfer Friseurmeisterinnen Kordula Knop und Marina Aschersleben ein Vierteljahrhundert Selbstständigkeit.

Die Frauen hatten mit der Wende die Chance ergriffen, in ihren Friseursalons des damaligen Dienstleistungskombinats in Hennigsdorf und Velten weiterzuarbeiten. Sie wurden vor die Wahl gestellt – entweder die Salons wurden zu einer GmbH oder privat weitergeführt. „Wir haben uns dann für die Selbstständigkeit entschieden“, erklärt Kordula Knop, die ihren Salon in der Hennigsdorfer Klingenbergstraße hat.

Das Geschäft laufe heute aber nicht mehr so leicht wie früher. „Die Kunden werden älter, die Jüngeren kommen nicht mehr so oft zum Friseur“, sagt Kordula Knop. Heute gibt es – anders als zu DDR-Zeiten – Kosmetikartikel in Drogeriemärkten, da würden sich viele selbst versuchen. „Sogar Udo Walz wirbt für ein Produkt, mit dem man sich Strähnchen zuhause selbst machen kann“, sagt Gloria Hensel. Solche Aktionen würden den Friseurinnen das Geschäft kaputt machen, da sind sich die Frauen einig.

Dazu kommt die große Konkurrenz in Hennigsdorf und Velten, die Zahl der Geschäfte habe sich seit der Wende nahezu verdoppelt. Rund 30 Friseure gibt es heute in beiden Städten. „Da gibt es dann Läden, in denen man für einen Herrenschnitt nur sieben Euro zahlt“, sagt Gloria Hensel, die für einen Schnitt um die zwölf Euro nimmt. Der Mindestlohn indes hat sich nicht großartig auf die Kundschaft ausgewirkt, sagen die beiden Friseurmeisterinnen.

Dennoch, reich werden sie mit ihren Salons wohl nicht mehr. „Wenn ich nicht 60, 70 Stunden in der Woche arbeiten würde, könnte das alles so nicht funktionieren“, sagt Gloria Hensel, die in ihren Salons in Velten und Hennigsdorf-Nord insgesamt 12 Mitarbeiter beschäftigt. Den Hennigsdorfer Salon will die 59-Jährige aber demnächst abgeben, dafür fehlt ihr einfach die Zeit.

Von Marco Paetzel

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