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Hennigsdorfer Geigerin auf dem Weg nach oben

Theresa Vorreiter (20) Hennigsdorfer Geigerin auf dem Weg nach oben

Seit ihrem Abitur 2015 am Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium bereitet sich die talentierte Musikerin Theresa Vorreiter (20) auf die kommenden Aufnahmeprüfungen an verschiedenen Musikhochschulen in ganz Deutschland vor: „Ich übe dafür seit Monaten mehrere Stunden am Tag“, sagt sie.

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Theresa Vorreiter mit ihrer Geige.

Quelle: Juliane Weser

Hennigsdorf. Seit mehr als zwölf Jahren schon spielt Theresa Vorreiter Geige. Ihrem Ehrgeiz hat sie es zu verdanken, dass sie seit zwei Jahren als Studentin an der Berliner Universität der Künste, am Julius-Stern-Institut, Geige studieren darf.

Seit ihrem Abitur 2015 am Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium bereitet sich die talentierte Musikerin auf die kommenden Aufnahmeprüfungen an verschiedenen Musikhochschulen in ganz Deutschland vor: „Ich übe dafür seit Monaten mehrere Stunden am Tag.“ Die 20-Jährige träumt seit langem davon, an einer renommierten Musikhochschule Geige zu studieren.

Theresa Vorreiter liebt Musik und kann sich bisher auch beruflich keinen anderen Weg für sich vorstellen. Musik sei für sie wie eine Flucht aus dem Alltag: „Alles lässt sich besser bewältigen, weil ich für diesen Augenblick einfach alles ausblenden kann.“ Als Hauptfach möchte Theresa Vorreiter Geige studieren und im Nebenfach Klavier. Abgesehen davon ist die Musikerin auch eine talentierte Sängerin und hat sich bei vielen Auftritten in Berlin und Umgebung einen Namen gemacht.

Die Hennigsdorferin hat mehrfach beim Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ mitgemacht. Erst im Frühjahr qualifizierte sie sich für den Regionalausscheid und überzeugte mit ihrem Vortrag in Rathenow. Dafür gab es schließlich einen Sonderpreis des Bürgermeisters der Stadt Rathenow für die höchste Wertung in der Kategorie „Streicher Solo“. Beim späteren Landeswettbewerb in Schwerin bekam die Violinistin 24 von 25 möglichen Punkten.

Theresa Vorreiter spielt seit vielen Jahren Geige

Theresa Vorreiter spielt seit vielen Jahren Geige.

Quelle: Juliane Weser

Für die Vorbereitungen der Aufnahmeprüfungen bekommt sie Unterstützung von einem Musikprofessor aus Hamburg. „Dafür geht derzeit mein ganzes Geld flöten, aber es bringt mir so unheimlich viel.“ Ihre Lehrerin an der Musikschule Hennigsdorf ist momentan im Mutterschutz, so dass Theresa zumeist allein übt. Der Professor habe zunächst an ihrer Haltung gearbeitet, so die 20-Jährige. „Da lerne ich so lange Geige zu spielen, und nach zwölf Jahren zeigt mir endlich jemand wie es richtig geht.“ Das Üben sei zwar das A und O, „aber es ist nicht wichtig, wie lange man übt, sondern wie intensiv.“ Zwei Stunden konzentriert zu üben, sei anstrengender, als acht Unterrichtsstunden früher in der Schule, so die Musikerin.

Die Aufnahmeprüfungen finden allesamt in den nächsten Tagen statt. Dafür hat Theresa Vorreiter fünf klassische Stücke aus verschiedenen Epochen vorbereitet. Die Musikprofessoren werden sodann von der Jungmusikerin ein Violinkonzert von Mozart, eine Capris von Paganini und weitere Stücke von Bach und Tschaikowsky zu hören bekommen.

Die Prüfungen gliedern sich in unterschiedliche Aufgabenbereiche. Die Bewerber müssen zunächst für zwei Stunden Aufgaben in Musiktheorie und Hörbildung richtig beantworten. Im Anschluss stehen die Prüfungen im Haupt- und im Nebenfach an. Zum Schluss gibt es noch eine Gruppenprüfung für die Bewerber.

Um sich weiterzubilden, auch im Hinblick auf den Bereich der Pädagogik, unterrichtet die Hennigsdorferin seit September 2015 an der städtischen Musikschule einige Schüler im Fach Geige. „Dafür habe ich mich sehr gut vorbereitet und viel gelesen.“ Die Arbeit mit dem Musikernachwuchs mache ihr Spaß und lohne sich auch für ihr eigenes berufliches Weiterkommen. Für sich selbst erhofft sie sich, dass ihr „Traum wahr wird, von der Musik einmal leben zu können“.

Einen Plan-B gibt es aber auch für die 20-Jährige. „Ich würde dann an einem „Work-und-Travel-Programm“ in Sydney teilnehmen, und dort die Aufnahmeprüfung absolvieren.“ Wo auch immer es Theresa Vorreiter hin verschlagen wird, da wo sie ist, ist Musik.

Von Juliane Weser

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