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Oberhavel Hennigsdorfer will dreifachen Weltrekord
Lokales Oberhavel Hennigsdorfer will dreifachen Weltrekord
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02:18 18.01.2016
Andreas Skala sammelt Mützen, Spielzeug und Abzeichen. Gerade erst musste er wieder ein Regal anbauen, um Exponate zu verstauen. Quelle: Fotos: M. Paetzel
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Hennigsdorf

Mehr als 1500 Abzeichen der Berliner Polizei ruhen in Bilderrahmen und Heftern. Beginnend vom 8. Mai 1945, dem Kriegsende. „Ich habe alle Abzeichen, die Polizisten seitdem getragen haben“, sagt der Hennigsdorfer Andreas Skala. Bis auf ein Abzeichen von 1946, das Polizei-Kommandeur Hans-Ulrich Werner trug. Und die Chancen stehen schlecht, dass Skala, selbst Polizist in Berlin, jemals an das fehlende Stück – ein handgesticktes goldenes Ehrenabzeichen – kommt. Denn das ruht mit dem Kommandeur unter der Erde, Werner ließ sich stilecht in Uniform bestatten.

Aber auch ohne das letzte Berliner Abzeichen kommt Andreas Skala nach eigenen Angaben auf 10100 Stück aus der ganzen Welt – exakt 50 mehr als der aktuelle Rekordhalter Richard Doyle aus England. Ende 2015 hat er eine Mail an die Guinnessbuch-Agentur in Hamburg geschrieben und den Rekordversuch angemeldet. Genau wie einen Rekord für seine Tochter Annika (10), die etwa 200 Polizeispielzeuge – vor allem Teddies und Puppen – in ihrem Zimmer hat. „Da ist auch eine Polizei-Quietscheente dabei“, sagt Skala. Genau wie „John West“, eine 300 Dollar teure Polizistenpuppe der New Yorker Polizei. „Der sitzt im Regal und beschützt die Barbies meiner Tochter.“

Und schließlich will Skala mit mittlerweile 2511 Polizeimützen ins Guinnessbuch. Dieser Versuch dürfte die besten Aussichten haben, immerhin ist „Mützenmann“ Skala schon Rekordhalter in dieser Kategorie. Mit 2297 Polizeikappen hatte es der Hennigsdorfer ins Guinnessbuch geschafft (MAZ berichtete).

Seine Frau Gudrun, ebenfalls Polizistin, unterstützt ihren Mann bei seinem Hobby. Denn Skala, das machte er gleich beim Kennenlernen Ende der 90er-Jahre klar, ist nur mit seinen Mützen zu haben. „Ich habe ihn so kennen und lieben gelernt“, sagt seine Gudrun. Der Mützentick ihres Mannes ist mehr als 35 Jahre alt: Mit sechs Jahren schenkte Skalas Großvater ihm die erste Schirmmütze, ein Modell vom Arbeiter-Samariter-Bund. Skala fragte fortan Müllmänner, Postboten, Polizisten nach ihren Kopfbedeckungen.

Heute, nach seinem Sammler-Weltrekord, ist vieles einfacher geworden. „Man kann schon sagen, dass der Titel für mich ein Türöffner war“, so der 42-Jährige. Im vergangenen Jahr wurde er auf Sammlerbörsen nach Prag und Wien eingeladen, dort bekam Skala jeweils die besten Stände. „Die Veranstalter schmücken sich gerne mit einem Weltmeister.“ Auch Botschaften oder Konsule, die Skala per Mail nach Mützen fragt, schicken ihm nun eher Exemplare. Gerade erst kamen Mützen aus Honduras, El Salvador, West-Samoa oder Libyen dazu. Mittlerweile stapeln sich Kappen aus 209 Ländern in Regalen in Skalas Arbeitszimmer. Es fehlen vor allem noch Inselgruppen wie Nauru, Antigua oder die Salomon-Inseln. „Dort gibt es kaum Einwohner und auch kaum Polizisten“, unkt Skala. Doch der Weltrekordler gibt die Hoffnung nicht auf, bald auch von dort seine Mützen zu bekommen.

In spätestens zwölf Wochen kommt eine Entscheidung aus London über Skalas Rekordversuche. Wenn alle drei – Mützen, Spielzeuge und Abzeichen- angenommen würden, will der Hennigsdorfer das als Familienrekord mit seiner Tochter Annika ins Guinnessbuch aufnehmen lassen. „Das“, sagt der Mützenmann, „hat noch keiner versucht.“

Von Marco Paetzel

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