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Heute werden Sie reich! Oder doch nicht?

Warnung vor neuer Abzockmasche Heute werden Sie reich! Oder doch nicht?

In Oranienburg flattern ominöse Briefe in den Postkasten. Sie versprechen satte Gewinne. Reich sein in wenigen Tagen – aber nur, sofern man schnell mal 7000 Euro überweist. Die MAZ hat mit Oranienburgs Verbraucherberatungsleiterin, Martina Roggenkamp, gesprochen. Ihr Rat ist eindeutig.

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Verbraucherberaterin Martina Roggenkamp.
 

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg.  Theodor Schramm hatte vor einigen Tagen Post aus Linz im Kasten. Darin verspricht die Firma WinBusiness dem Oranienburger vor allem eines: viel Geld. Doch er müsse schnell reagieren. Nur drei Tage blieben Zeit, setzt man ihn unter Druck.

Es gehe um „eine Angelegenheit in Ihrem Interesse“. Natürlich. Angeblich sei eine bulgarische Gewinnspielfirma mit einer Sammelklage überzogen worden, „weil sie zwischen 2011 und 2012 unerlaubte Abbuchungen getätigt“ habe. Gleich mehrere Millionen Euro der Firma seien beschlagnahmt worden. Von diesem Batzen Geld stünden nach den Recherchen von WinBusiness Theodor Schramm satte 97 000 Euro zu. Unter einer Voraussetzung: Er müsse der Kanzlei, die 128 Geschädigte vertritt, anteiligen Kosten in Höhe von 7320 Euro überweisen. Für Verwaltungsgebühren, Akteneinsichten etc. Unterschrieben ist das Schriftstück nicht. Das „Internationale Team Baro“ gibt lediglich eine Telefonnummer an.

Bei Theodor Schramm biss die Firma damit auf Granit. Der Oranienburger räumte ein, früher schon mal an Gewinnspielen teilgenommen zu haben. X-mal habe man ihm hohe Gewinne versprochen und Post aus allen Himmelsrichtungen geschickt. Inzwischen rät er anderen: „Finger weg von diesen Sachen. Jeder sollte die Verbraucherberatung in diesem Fall anrufen und nutzen.“

Auch Martina Roggenkamp, Leiterin der Oranienburger Beratungsstelle im Bürgerzentrum in der Albert-Buchmann-Straße 17 empfiehlt: „Alles in den Papierkorb.“ In dieser Form sei der Abzockeversuch aber neu: „Bisher hingen gleich Überweisungsträger mit dran. Hier ist noch alles offen, gibt es nur eine Telefonnummer. Man weiß gar nicht, worauf man sich einlässt.“ Sie rät weiteren Betroffenen, die Nummer nicht zu wählen. Auch das könnte schon die Falle sein, eine teure Nummer. „Wir haben Vergleichbares, aber die Masche ist neu.“

Die Hochzeit derartiger Abzockeversuche, indem Leute unter Druck gesetzt wurden, schnell Geld zu überweisen, um letztlich einen Riesengewinn einzufahren oder ein Auto zu gewinnen, liegen zwei bis drei Jahre zurück. Ihr schlimmster Fall, den sie betreute, ein Kunde mit 25 Abbuchungen von Gewinnspielfirmen. Martina Roggenkamp rät noch einmal: „Erhalten Sie solch ein Schreiben, kommen Sie sofort zu uns. Oder besser: Alles schreddern.“

Von Heike Bergt

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