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Oberhavel Hier muss niemand lange warten
Lokales Oberhavel Hier muss niemand lange warten
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00:17 31.01.2016
Am Informationstresen bekommen die Bürger die erste Auskunft. Dann kümmern sich Christina Paetke (2. v. r.) und ihre Mitarbeiterinnen weiter um die einzelnen Belange. Quelle: Foto: Andrea Kathert
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Oranienburg

Über die Berliner Bürgerämter ist im Moment nichts Gutes zu hören. Monatelang müssen die Berliner auf einen Termin warten, die Ämter sind hoffnungslos überfüllt, auf den Fluren drängeln sich die Wartenden.

In Oranienburg bietet sich ein anderes Bild. Donnerstagvormittag: Zwei Antragsteller sind im Beratungsgespräch. Der nächste Wartende wird gerade aufgerufen. Und die junge Frau, die zur Tür hereinkommt, wird sofort am Info-Tresen begrüßt. „Bei uns wartet niemand länger als 30 Minuten“, sagt Christina Paetke, die Leiterin des Bürgeramtes. In Oranienburg können die Besucher ohne Termin und jeden Tag der Arbeitswoche einfach vorbeikommen. Das ist ein Service, den nicht viele Ämter anbieten. Woanders beschränken sich die Öffnungszeiten meistens auf dienstags und donnerstags. „Der Freitagmorgen wird gern von Eltern mit Schulkindern oder von Berlinfahrern genutzt“, sagt Christina Paetke. Dann öffnet das Bürgeramt bereits um 7 Uhr. Und auch vor längeren Wochenenden oder den Ferien fällt den Leuten häufiger ein, dass sie schnell noch ein Dokument brauchen.

Zehn Mitarbeiterinnen, davon allerdings nur vier Vollzeitbeschäftigte, kümmern sich um die Belange der Oranienburger. Dass es keine langen Wartezeiten gibt, läge sicher auch daran, dass sämtliche Aufgaben von jeder Mitarbeiterin erledigt werden kann. „Bei uns macht jeder alles“, meint Christina Paetke, die das Bürgeramt seit Oktober 2003 leitet. Im Haus II des Schlosses können sich die Einwohner an- und ummelden, Dokumente und Führungszeugnisse beantragen, Friedhofsangelegenheiten klären und ihre Sachen im Fundbüro suchen. „Wir sind außerdem für Wahlen und Volksbegehren zuständig“, meint die Leiterin. Im vergangenen Jahr haben die Mitarbeiterinnen insgesamt 136 807 Vorgänge angeklickt.

Am häufigsten wird das Bürgeramt aufgesucht, um Personalausweise zu beantragen. Im Jahr 2015 waren es 5647 Stück. Hinzu kommen 1587 Reisepässe und 424 Kinderausweise. „Nach zwei bis vier Wochen sind die Dokumente fertig“, sagt Christina Paetke. Pass und Personalausweis gelten zehn Jahre. Ist das Dokument abgelaufen, kann theoretisch ein Bußgeld erhoben werden, denn ab dem 16. Lebensjahr muss jeder ein Ausweisdokument haben. Doch statt Bußgeldbescheide werden in Oranienburg zuvor andere Schriftstücke versandt. „Wenn wir sehen, dass Ausweise bald ablaufen, schreiben wir die Personen an.“ Bei älteren Menschen wird der Brief noch besonders formuliert und auf verschiedene Hilfestellungen hingewiesen. Allein am Mittwoch gingen 132 Erinnerungsbriefe raus. Ein Service, den sonst weit und breit keine Verwaltung anbietet. Die Säumigsten seien die Leute unter 30 Jahren, erzählt Christina Paetke. Und viele kämen mit der Ausrede, sie hätten ihren Ausweis verloren.

Inzwischen bedanken sich Oranienburger auch mal für den besonderen Service. Leute, die laut werden, gibt es ohnehin nur wenige. Dass die Beratungen in einem großen, offenen Raum erfolgen, spielt den Mitarbeiterinnen dabei in die Karten. „Da trauen sich die Leute nicht so schnell, auszurasten.“ Und Räume für vertrauliche Gespräche gibt es trotzdem noch.

Ausweise, Pässe, Zeugnisse

Im Bürgeramt von Oranienburg wurden 2015 unter anderem 3058 Zuzüge in die Stadt und 2068 Umzüge innerhalb der Stadt bearbeitet sowie 2136 Führungszeugnisse ausgestellt. Es wurden 5647 Personalausweise , 1587 Reisepässe und 424 Kinderausweise beantragt.

Unter www.oranienburg.de sind die Öffnungszeiten und sämtliche Leistungen des Bürgeramtes zu finden.

In Oranienburg lebten am 28. Januar 2016 insgesamt 44 749 Menschen. Diese Einwohnerzahl gliedert sich wie folgt auf:

Oranienburg: 29 032

Friedrichsthal: 2070

Germendorf: 1857

Lehnitz: 3924

Malz: 571

Sachsenhausen: 2849

Schmachtenhagen: 2416

Wensickendorf: 977

Zehlendorf: 968.

Zusätzlich waren 893 Nebenwohnungen angemeldet.

Von Andrea Kathert

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