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Hier stehen bald elf Häuser

Oranienburg Hier stehen bald elf Häuser

Die Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft (OWG) will an der Kremmener Straße einen Wohnpark bauen. Auf der Brachfläche in Richtung Dr.-Kurt-Schumacher-Straße sollen elf, unterschiedlich große Dreigeschosser stehen. Die Mieten könnte bei zehn Euro pro Quadratmeter liegen.

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Unser Fotograf blickte von der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße auf die Rückseite des Stadtwerke-Heizhauses, das an der Kremmener Straße steht. Links erstreckt sich nun die große Brachfläche bis hin zur Friedensstraße.

Quelle: : Enrico Kugler

Oranienburg. Die Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft (OWG) macht nicht so oft von sich reden. Das letzte Projekt liegt sechs Jahre zurück. Die 50 Wohneinheiten an der Lehnitzstraße waren damals sofort vermietet.

Auch dieses Mal haben sich die beiden Vorstände Lutz Lachmann und Bernd Küken offenbar genau überlegt, wie das nächste Projekt aussehen soll. Es ist ein Wohnpark an der Kremmener Straße. „2011 haben wir schon Liegenschaften erworben“, sagte Lachmann im Bauausschuss am Dienstagabend.

Der Lageplan für das künftige Wohngebiet

Der Lageplan für das künftige Wohngebiet.

Quelle: Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft

Ein Flächentausch mit der Stadt machte es möglich, dass das Areal nun 3,4 Hektar umfasst, in guter Lage. 144 Wohnungen werden entstehen. Die OWG setzt auf dreigeschossige Bauten mit unterschiedlichen Haustypen. Für dreigeschossige Häuser ist kein Fahrstuhl nötig, das minimiert die Baukosten. Es werden Zwei- und Dreiraumwohnungen gebaut. Wie genau die Wohnungen geschnitten sind, steht bereits fest.

So wären die einzelnen Häuser angeordnet

So wären die einzelnen Häuser angeordnet. Links hinten ist eine Kita eingezeichnet.

Quelle: Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft

Danach hat die OWG die Haustypen ausgerichtet. „Wie die Grundrisse zeigen, sind wir schon recht weit“, meinte Lachmann. „In dieser Woche wollen wir noch Gespräche mit Planungsbüros führen.“ Das Areal bietet trotz der elf Gebäude viel Freiraum. Bei Bedarf will die OWG nicht nur Grünanlagen herrichten, sondern auch Spielplätze anlegen. Natürlich habe man daran gedacht, konnte Lachmann die Abgeordneten beruhigen. Und im Übrigen betreibe die OWG auch andere größere Spielplätze, die nicht nur den eigenen Mietern vorbehalten seien.

Das Gelände sieht recht freizügig aus

Das Gelände sieht recht freizügig aus.

Quelle: Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft

Wofür sich viele Oranienburger interessieren, ist bezahlbarer Wohnraum für Familien und Barrierefreiheit für ältere Menschen. Im Erdgeschoss der Häuser werden alle Wohnungen barrierefrei sein. Bei den Mieten rechnen die beiden Vorstände mit etwa zehn Euro pro Quadratmeter. Das sei schon alleine der Baupreis, machte Lachmann deutlich. Wer sich zehn Euro nicht leisten kann, hat trotzdem bei der Genossenschaft Chancen. Die Durchschnittsmieten bei der OWG lägen etwas über fünf Euro. Aus dem jetzigen Bestand würden schätzungsweise 50 Wohnungen frei werden, sobald die neuen Häuser bezugsfertig sind. Dann stünden wieder Wohnungen für fünf Euro pro Quadratmeter zur Verfügung.

144 neue Wohnungen für die Stadt

Der Wohnpark soll auf einer Fläche von 3,4 Hektar entstehen.

Das Areal liegt zwischen der Kremmener Straße und deren Bebauung unter anderem mit dem jüdischen Friedhof im Norden, der Friedensstraße im Westen und der Dr.-Kurt-Schumacher Straße im Süden und Osten.

Gebaut werden 144 Wohnungen in elf dreigeschossigen Gebäuden mit vier Haustypen: mit sechs, zwölf, 18 oder 24 Wohneinheiten.

Lutz Lachmann betonte, dass die Genossenschaft seit 20 Jahren keine Mieterhöhungen in ihrem Bestand vorgenommen habe. „Davon gibt’s nicht viele in Deutschland, wir kommen unserer sozialen Aufgabe nach.“ Was bei größeren Wohnbauprojekten immer auftaucht, ist die Frage der Infrastrukturmaßnahmen, die dann nötig werden. Die Stadt hat sich eine Fläche für eine Kita an der Friedensstraße vorbehalten. Zu diesem Thema trete die OWG sicherlich in Verhandlungen mit der Stadt über eine Investitionszulage, versicherte Lachmann. Im Kita-Bedarfsplan ist das Wohnprojekt bereits berücksichtigt.

Die überplante Flächen reicht bis zur Friedensstraße

Die überplante Flächen reicht bis zur Friedensstraße.

Quelle: Enrico Kugler

Dass die Genossenschaft selbst eine Kindereinrichtung baut, übersteigt wahrscheinlich den Kostenrahmen. „Für uns sind in erster Linie die Wohnungen wichtig, und den Bau muss man bezahlen können“, sagte Lachmann. „Wenn wir mit zehn Euro pro Quadratmeter hinkommen, dann ist das für einen Neubau schon ganz gut.“

Hinter dem Stadtwerke-Heizhaus an der Kremmener Straße bis hin zur Dr-Kurt-Schumacher-Straße soll sich das Wohngebiet erstrecken

Hinter dem Stadtwerke-Heizhaus an der Kremmener Straße bis hin zur Dr.-Kurt-Schumacher-Straße soll sich das Wohngebiet erstrecken.

Quelle: Enrico Kugler

Dass der Bedarf für Wohnungen da ist, steht außer Frage. Wöchentlich würden Anfrage eingehen, von außerhalb und auch von OWG-Mitgliedern. Dass die Genossenschaft mit ihrem Projekt richtig liegt, zweifelte auch der Bauausschuss nicht an. Er gab grünes Licht.

Von Andrea Kathert

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