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Oberhavel Hier wird es für Radfahrer gefährlich
Lokales Oberhavel Hier wird es für Radfahrer gefährlich
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06:58 11.12.2015
Nach schweren Unfällen mit Radfahrern stellt sich die Frage, wie sicher Oranienburgs Straßen für Radfahrer sind. Quelle: dpa
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Oranienburg

Der MAZ-Aufruf vom Donnerstag an die Leser, auf Gefahrenstellen für Radfahrer in Oranienburg hinzuweisen, stieß gleich am ersten Tag auf ein großes Echo.

Die Frage, ob die Stadt noch sicher ist für Radfahrer, beantwortet Nancy Neumann so. Sie ist täglich mit dem Auto unterwegs: „Prinzipiell ja, auf jeden Fall! Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Zauberwort!“ Als große Unfallgefährdung sieht sie die Ampelschaltungen an. Vorbildlich sei das an der Kreuzung André-Pican-Straße/Bernauer Straße mit eigenen Ampelphasen für Radfahrer und Autofahrer gelöst. Nancy Neumann glaubt, dass damit der jüngste tödliche Unfall vor dem Schloss vermeidbar gewesen wäre. Dort und an der Kreuzung Bernauer/Lehnitzstraße würden stattdessen Autofahrer und Radfahrer zwar versetzt, aber dennoch gleichzeitig Grün haben. Ein Problem sieht sie auch bei den Radfahrern selbst, die „über die Zebrastreifen am Kreisverkehr Sachsenhausener Straße/Rungestraße brettern oder auf den Fußwegen fahren.“ Mehr Fahrrad-Polizeistreifen, die Radfahrer aufklären oder verwarnen, könnten helfen, meint sie. Außerdem müssten Polizisten an Kreuzungen stehen, um Rotfahrer zu ertappen, vor allem Autofahrer.

Wo droht Gefahr?

Schreiben Sie uns, liebe Leserinnen und Leser, wo es in Oranienburg besonders gefährlich für Radfahrer ist: oranienburg@MAZ-online.de; oder rufen Sie uns an:  03301/594570.

Zwei tödliche Unfälle gab es im Oktober an der Schlossplatz-Kreuzung und in der Saarlandstraße. In der Sachsenhausener Straße wurde am Montag eine Frau schwer verletzt. Die MAZ nimmt die Unfälle zum Anlass für die Frage, wie sicher das Radfahren in der Stadt ist und wie Gefahrenstellen entschärft werden können.

Andrea Krause findet es an den Querungshilfen gefährlich. „Wenn Kinder, Familien, alte Herrschaften warten, ist es selbstverständlich, zu halten“, schreibt sie. „Nein, hier wird durchgerast.“ Einmal sei sie sogar überholt worden, als sie zwei Kinder über die Straße ließ. „Hier würden nur Zebrastreifen helfen.“ Das wäre für mehr Autofahrer verbindlich. Für die Ampel am Schloss schlägt sie ein Achtung-Fußgänger-Schild vor. Erst Freitag sei sie mit ihrer Tochter dort fast über den Haufen gefahren worden.

Eine heikle Situation schildert Elsa Hoffmann. Sie kam von der Brücke in der Saarlandstraße. An der Ampel zur Robert-Koch-Straße war für Geradeausfahrende grün. „Als ich losfuhr, kam von links ein LKW. Da ich mein Lenkrad sofort rumreißen konnte, sprang ich rechts in die Kochstraße runter. Erst dann sah ich, dass auch ein großer Hänger am LKW war. Es wäre für mich keine Chance gewesen, lebend davonzukommen. Der LKW fuhr weiter. Ich denke, ich war im toten Winkel.“ Sie schlägt vor, die Ampeln versetzt zu schalten – geradeaus, dann nach rechts.

Katastrophal findet Familie Matern die Situation für Radfahrer und Fußgänger am Kreisverkehr zum Oranienpark. Teilweise sei es lebensgefährlich, weil viele Autofahrer rausfahren ohne zu blinken. „Da sollte sich unbedingt mal die Polizei hinstellen“, fordern Materns. Radfahrer, die ohne Licht unterwegs sind, zum Beispiel in der Kanalstraße, sehen sie ebenfalls als Riesenproblem an.

Für Radfahrer kreuzgefährlich ist es in der Albert-Buchmann-Straße, berichtet Petra Kirk. Durch die parkenden Autos haben sie auf der engen Straße keinen Platz mehr. „Ein Wunder, dass da noch nichts passiert ist.“ Ein Parkverbot auf einer Seite sei sinnvoll. Unübersichtlich und gefährlich für Schulkinder sei es an der Kreuzung Augustin-Sandner-Straße.

Viele Kommentare gibt es bei MAZ-Oberhavel auf Facebook zum Thema. Weitere Reaktionen veröffentlicht die MAZ am Samstag. Die Leserhinweise übermitteln wir der Unfallkommission des Kreises, in der auch die Polizei mitwirkt. Die Kommission entscheidet über Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit. Sie tagt Ende Januar wieder.

Von Frank Pawlowski

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