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Oberhavel Hier wird man alles los
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08:17 14.10.2016
Christoph Rippchen ist für die Kleinannahme zuständig. Quelle: Andrea Kathert
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Germendorf

Wer mit seinem Auto und vielleicht dem Hänger hintendran zur alten Deponie in der Hohenbrucher Straße in Germendorf fährt, der will mit Sicherheit zum Kleinanlieferbereich. Dort wird man so gut wie alles los, was nicht in die Mülltonne passt oder gehört. Baumischabfälle, gestrichenes Holz, Altreifen, Teerpappe, Ziegel, Asbest, Grünschnitt und einiges mehr.

Vor zehn Jahren waren es 19 000 Kunden, die kamen. Im September diesen Jahres hat Christoph Rippchen schon 38 400 Anlieferer aus seiner Statistik entnommen. Die Abfallwirtschaftsunion (AWU) in Velten hat die Annahmestation im Sommer 2005 übernommen, und Rippchen ist dafür zuständig. „Wir sind einfach kundenfreundlich“, erklärt er sich die steigenden Zahlen. Und vielleicht hat es auch ein wenig mit den günstigen Preisen zu tun. An die großen blauen Container, die auf dem weiträumigen Gelände stehen und alle Nummern und Beschriftungen tragen, kann man gut ranfahren. Niemand muss mit seinem Hänger ewig rumrangieren. Das Abladen funktioniert im Kreisbetrieb.

Gundula Nickel hat alles im Blick und immer noch Zeit für einen Plausch mit dem Kunden. Quelle: Kathert

„Bei uns wird alles gewogen, das ist viel genauer“, meint Rippchen. Anderswo wird oft nach Kubikmetern abgerechnet. In dem Container an den Waagen haben heute Gundula Nickel und ihr Kollege Guido Brabetz Dienst. Gundula Nickel ist schon 20 Jahre dabei. Langweilig? Nö, langweilig wird ihr die Arbeit nie. „Ich hab doch immer mit anderen Menschen zu tun“, lacht sie. Anfangs wurden noch Kassenbücher geführt und Quittungen per Hand ausgestellt. War die Ladung in der Eingangswaage erfasst, musste Gundula Nickel zu ihrem Kollegen rüberrufen, was der Kunde zu zahlen hatte. Das ist längst vorbei.

Und seit diesem Jahr sitzen die AWU-Mitarbeiter sogar in einem neuen Container mit moderner Wägetechnik und Videoüberwachung. Gundula Nickel kann auf ihrem Computerbildschirm schon in der Auffahrt sehen, wer kommt. Steht der Kunde auf der Eingangswaage, wird das Kennzeichen des Autos erfasst, damit später darüber abgerechnet werden kann. Auch die neue Klimaanlage im Container ist ein Fortschritt. Endlich zieht es auch nicht mehr.

Am meisten laden die Kunden Grünschnitt auf der Deponie ab. Bis Ende September waren das schon 2200 Tonnen. Am Jahresende werden es vielleicht noch 700 Tonnen mehr sein. Aber auch Baumischabfälle und Ziegelschutt werden nach Germendorf gekarrt. Hunderte von Tonnen.

Seit zwei Jahren gibt es eine Eingangs-und eine Ausgangswaage. „Da können wir den Kunden einfach schneller bedienen“, sagt Christoph Rippchen. Und eigentlich würde es noch ein bisschen schneller gehen. „Wir würden uns wünschen, dass die Leute ihr Portemonnaie griffbereit haben“, sagt Gundula Nickel mit einem verschmitzten Lächeln. Sie und ihre Kollegen erleben immer wieder, wie die Leute im Auto ganz verdutzt gucken und dann zum Kofferraum laufen, um ihr Geld zu holen. Die Fahrer in der Schlange dahinter finden das meistens nicht so lustig.

Guter Service für die Kunden

Die Abfallannahme in Germendorf, Hohenbrucher Straße, hat Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Die AWU als Betreiber gewährt Pauschalpreise bei Anlieferungen unter 40 Kilo. Ab 40 kg gilt ein Tonnagepreis.

Entgegengenommen werden unter anderem:

Grünschnitt für pauschal 0,50 €/kg (unter 40 kg) und 15 €/kg (Tonnagepreis),

mineralische Bau- und Abbruchabfälle wie Steine, Ziegel, Keramik für pauschal 2 € und 64,30 € Tonnagepreis,

Altholz für pauschal 1,20 € und 40,20 € Tonnagepreis,

teerhaltige Produkte für pauschal 7,80 € und 261,20 € Tonnagepreis,

Abest für 150 Euro pauschal .

Von solchen Anekdoten könnten die AWU-Leute noch mehr erzählen, aber eigentlich möchten sie lieben für die Anlieferer noch Erleichterungen schaffen. „Wir wollen erreichen, dass der Kunde später gar nicht mehr aussteigen muss“, meint Rippchen. „Dafür wollen wir noch eine Anzeige installieren, so ähnlich wie an der Supermarkt-Kasse.“ Und eines möchte Christoph Rippchen auch noch erwähnen. „Wir haben jetzt ein neues Eingangstor.“ Das schließt und öffnet automatisch zu den Betriebszeiten und kann per Telefon geöffnet werden. Auf der Deponie ziehen moderne Zeiten ein.

Von Andrea Kathert

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