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Oberhavel Hilfe für das Frauenhaus
Lokales Oberhavel Hilfe für das Frauenhaus
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02:16 26.12.2015
Freudige Gesichter bei Antje Culmsee (r.), der Leiterin des Frauenhauses, und Anja Rebbert-Schröder, Vorsitzende des Märkischen Sozialvereins, als MAZ-Redaktionsleiter Frank Pawlowski das Geld übergab. Quelle: KUGLER
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Oranienburg

Die Leser der MAZ zögerten nicht lange. Schon einen Tag nachdem die Märkische Allgemeine am ersten Advent ihre Weihnachtsaktion zugunsten des Frauenhauses in Oberhavel gestartet hatte, kamen die Ersten, um eine Spende abzugeben. Viele Menschen mit Herz überbrachten kleine und große Geldbeträge zwischen fünf und 100 Euro. Sie alle wollten etwas tun für die Frauen, denen Gewalt angetan wurde, die sich zu Hause nicht mehr sicher fühlen. Oft kommen diese Frauen in großer Not und bringen ihre Kinder mit.

Burkhard Wilde, Stadtverordneter und Vorsitzender des Bauausschusses, hatte anlässlich seines 60. Geburtstages 200 Euro gespendet. der Lionsclub gab aus einer Aktion des Kalenderverkaufs 400 Euro dazu. Und auch die MAZ-Redakteure und Mitarbeiter der Anzeigenberatung haben gesammelt. So kamen 1100 Euro zusammen. Die Leiterin des Frauenhauses , Antje Culmsee, und die Vorsitzende des Märkischen Sozialvereins, Anja Rebbert-Schröder, nahmen das Geld entgegen. „Wir freuen uns ganz doll“, sagte Anja Rebbert-Schröder. „Das ist eine enorme Summe.“ Und die wird nun in einen neuen Fußbodenbelag für das gemeinschaftliche Wohnzimmer und den Flur im Frauenhaus investiert, eine Ausgabe, die dringend ansteht. Meist bleibt für solche Investitionen kein Geld übrig, weil anderes noch dringender war.

Auch in diesen Tagen ist das Frauenhaus voll belegt. Die meisten Bewohner feiern den Heiligen Abend bei Freunden. Eine Mutter mit ihren drei Kindern wird die Festtage allerdings im Schutz des Frauenhauses verbringen, so wie schon die letzten zweieinhalb Monate. Für diese Familie hat Antje Culmsee die halbe Nacht noch Geschenke eingepackt. Wenigstens ein bisschen Weihnachten sollen auch sie haben.

Die Weihnachtsaktion der MAZ war dank der Leser ein Erfolg. Jeder Euro ist gut angelegt.

Ein Haus für Notfälle

Im Frauenhaus arbeiten die Leiterin Antje Culmsee sowie eine Sozialpädagogin und eine Hauswirtschaftshilfe.

Die Auslastung des Hauses lag 2015 bei 55 Prozent. Das Frauenhaus hat zehn Plätze und ist zurzeit voll belegt. Die durchschnittliche Verweildauer der Frauen und ihrer Kinder liegt bei 33 Tagen.

Vor allem Fälle von massiver häuslicher Gewalt haben zugenommen. Finanziert wird das Haus vom Kreis, Land und den Kommunen. Der Notruf ist 24 Stunden am Tag erreichbar:  0800/6 64 80 45.

Von Andrea Kathert

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