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Oberhavel Historisches Geflüster auf der Klosterwiese
Lokales Oberhavel Historisches Geflüster auf der Klosterwiese
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00:33 22.07.2015
Der Kaffeekahn wurde zum Märchenboot und begeisterte die Besucher. Quelle: Uwe Halling
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Himmelpfort

Erst Badewetter, dann Dauerregen: die äußeren Bedingungen für das neue Klostergeflüster im Weihnachtsmann-Dorf waren nicht optimal. Bei der Premiere am Sonnabend blieb die Resonanz denn auch verhalten. Besucher lobten jedoch die familiäre Atmosphäre und die vielen Mitmachangebote besonders für Kinder. Lisa hatte sich am Eingang extra eine der Mönchskutten übergestreift und feilte in der Holzwerkstatt eifrig an ihrem Zauberstab.

Märchenboot für zwei Tage

Anziehungspunkt für Gäste und Einheimische gleichermaßen war der Kaffenkahn, der für zwei Tage zum Märchenboot wurde und stündlich sein Segel über den Haussee spannte. Geschichtenerzähler Astor Ytella unterhielt die Passagiere an Bord mit Himmelpforter Sagen.

Solange es das Klostergeflüster gibt, solange verkauft Kamilla Bühring dort schon Trödel und Antiquitäten für den guten Zweck: die Kirchensanierung. Am Vormittag hatte sie den Pfarrer noch gefragt, wofür in diesem Jahr gesammelt werden sollte. Der meinte, die Erneuerung der Fenster wäre ein Thema und der Efeu der Klosterruine müsste beschnitten werden. So schön das Grün sich dort auch um die Steine rankt, das Mauerwerk hat schwer daran zu tragen. Zugleich zieht die romantische Kulisse Besucher magisch an. Beim Orgelkonzert unter freiem Himmel füllten sich die Sitzreihen und während sich die Klangwelt aufbaute, wanderten die Blicke vieler Zuhörer leicht träumerisch durch die Bögen der Klosterreste. „Es sind jedes Jahr um die 400 Euro, die wir mit dem Trödel einnehmen“, sagte Bühring. Die Waren, die dort verkauft werden, sammelt sie übers Jahr. Auch Himmelpforter geben Geschirr dazu.

Das neue Programm gefällt

Kamilla Bühring ist dem Dorf seit der Wende verbunden. „Als wir hier herkamen, war ich bei der Gemeinde und habe gefragt, wie ich helfen kann. So kam ich zur Kirche und zum Klostergeflüster“, erzählte sie. Das neue Programm gefällt ihr: „Jetzt ist es ein Fest für das Dorf“, sagte sie. Ortsvorsteher Lothar Kliesch hatte am Sonnabend „Kirchendienst“, beantwortete im Gotteshaus Fragen der Besucher. Parallel dazu wurde in der Kirche ein Film gezeigt: Was Männer heute bewegt, Mönch zu werden. Den Ortsvorsteher bewegt nach wie vor der Anblick der Brauhausruine, die sich stillschweigend in die Kulisse eingefügt hat. Fünf Jahre sind seit der Brandstiftung im August 2010 vergangen. An einen Wiederaufbau des einst am besten erhaltenen Klosterteils ist nicht zu denken. Es gab Verfahren und Gerichtsurteile zum Umgang mit dem Schuttberg. Bewegt hat sich nicht viel. Kliesch ärgert sich, dass die Zufahrt noch immer „verbaut“ ist. Obwohl die Stadt vor Gericht erstritten habe, dass der Weg freigemacht wird.

Theatermacher Jörn Becker reist mit den Besuchern in die Zeit zurück, als das 1299 gegründete Kloster noch ganz war. Bei einem Theaterspaziergang wurden historische Szenen nachgespielt, die Gäste ahmten Mönchszeichen nach und überreichten Ablassbriefe, während sie per Kopfhörer dem Geflüster der Geschichte lauschten. Vier verschiedene Sagen hat der 31-Jährige für dieses interaktive Schauspiel verarbeitet. Es soll Teil der Himmelpforter Kulturangebote bleiben.

Von Cindy Lüderitz

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