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Oberhavel Hochleistungssport am Schachbrett
Lokales Oberhavel Hochleistungssport am Schachbrett
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00:16 26.09.2017
Felix Teichert (l.) im Duell gegen Justin Schröder (r.). Quelle: Ulrike Gawande
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Leegebruch

Mit 45 Mitgliedern unter 25 Jahren zeigen die 2004 gegründeten Leegebrucher Schachfreunde, dass sie eine intensive Jugendarbeit betreiben. Mit 13 weiblichen von insgesamt 63 Mitgliedern gehören sie zu den stärksten Mädchenschachvereinen in ganz Brandenburg. Darauf ist Martina Sauer, Kassenwartin des Vereins und Landesjugendwartin, zu recht stolz.

Jeden Freitag werden – mangels eigener Vereinsräume – im Dachgeschoss des Leeegebrucher Lokals „Zum Eicheneck“ Damen, Könige und Bauern ausgepackt, denn dann ist freies Training. Offen für jedermann. Im Sommer sitze man gerne auch einmal draußen, und mache Werbung für diesen Sport, der, auch wenn viele es nicht glauben wollen, überaus anstrengend sein kann, berichtet die Kassenwartin, die über die Schachbegeisterung ihrer Töchter zu diesem Sport gekommen ist. Selbst spiele sie nur für den Hausgebrauch, verrät Sauer. Im Verein organisiert sie Fahrten, Turniere und kümmert sich um Sponsoren. „Schachspieler sind hochintelligente Leute. Ich sorge dafür, dass der Spaß beim Sport nicht vergessen wird.“ Denn Partien dauern nicht selten mehrere Stunden.

Montags und dienstags schulen ausgebildete C-Trainer die jungen Schachspieler, die bereits in der Schach-AG an der Pestalozzi-Grundschule erste Züge auf dem karierten Spielbrett machen können. Auch an der Hennigsdorfer Diesterweg-Oberschule und am Veltener Bollhagen-Gymnasium trainieren die Leegebrucher Schachfreunde bei jungen Nachwuchsschachspielern Taktik und Theorie.

Doch was macht die Faszination dieses als königlich bezeichneten Brettspiels aus? „Es ist Hirntraining“, erklärt Felix Teichert aus Bärenklau. Der 20-Jährige, der seit 2013 im Verein ist, ist die größte Nachwuchshoffnung der Leegebrucher. „Er ist unser Aushängeschild“, lobt Martina Sauer. Gehört er doch mit einer Elo-Zahl von 2019, eine internationale Wertungszahl, die die Stärke von Schachspielern bezeichnet, nicht mehr zu den Amateuren, sondern zu den Experten. Der Student der Wirtschaftsinformatik schätzt am Schachspiel „die vielen Möglichkeiten und Aspekte“, die auch für das tägliche Leben hilfreich seien. „Man muss vorher genau überlegen, was man tut. Schach schult auch das räumliche Denken, das Gedächtnis und die Geduld, denn man muss sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren können.“ Sein Gegner, der 17-jährige Justin Schröder aus Vehlefanz, hat schon mit drei Jahren von seinem Opa die Schachregeln gelernt. „Mir gefällt der mathematische Aspekt beim Schach.“

www.schach-leegebruch.de

Von Ulrike Gawande

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