Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Hoffest bei den Robustrindern

Freienhagen Hoffest bei den Robustrindern

Einige Monate war es still um den Robustrinderhof von Monika Petelka. Nun lädt sie auf ihren Hof in der Großsiedlung ein. Es gibt viel zu sehen, zu erleben und natürlich leckeres Essen. Besonders Familien mit Kindern dürften sich am Sonnabend dort wohlfühlen.

Voriger Artikel
Der Wahl-Countdown läuft
Nächster Artikel
Sanierter Parkplatz am Burgweg ist eröffnet

Die Hochland-Rinder und alle anderen Tiere sollen auf dem Hof ein gesundes Leben führen. Das ist Monika Petelka, der Inhaberin des Robustrinderhofes, ganz wichtig.

Quelle: Enrico Kugler

Freienhagen. Monika Petelka steht auf der Weide ihres Robustrinderhofes. Sie braucht nur zu rufen und schon setzen sich die stattlichen Tiere mit dem zottligen Fell und den beachtlichen Hörnern in Bewegung. Ein lautes Muhen aus 80 Mäulern hallt über die Wiesen in der Freienhagener Großsiedlung. Ganz behutsam bewegt sich die Hofbesitzerin zwischen den schottischen Hochlandrindern. „Ich kann zu den Tieren reingehen, aber sie nicht anfassen“, sagt Monika Petelka. „Dann würden sie weglaufen.“

Das sind schon beeindruckende Tiere

Das sind schon beeindruckende Tiere.

Quelle: Enrico Kugler

Dieses „Schauspiel“ können Besucher am kommenden Sonnabend selbst miterleben. Nachdem der Hof wegen Krankheit seit April geschlossen war, lädt Monika Petelka nun wieder zu einem Hoffest ein. Etwa 80 Robustrinder sind dann zu bestaunen. Sie leben das ganze Jahr auf der Weide, bekommen dort ganz ohne Hilfe ihren Nachwuchs. Etwa 500 Kilo schwer kann so ein Highland-Rind werden.

Nach einigen Monaten  Schließzeit findet nun wieder ein Hoffeste statt

Nach einigen Monaten Schließzeit findet nun wieder ein Hoffeste statt.

Quelle: Enrico Kugler

Monika Petelka züchtet die Tiere für die Schlachtung. Das Fleisch ist marmoriert, dunkel und ganz mager, weil die Rinder kein Kraftfutter bekommen. „Im Sommer stehen sie auf der Weide und im Winter bekommen sie Heu.“ Dadurch wachsen die Tiere auch nicht so schnell wie in Mastanlagen. Erst mit etwa drei Jahren werden sie geschlachtet. Ihre Kunden würden immer sagen: „Wenn man das Steak in die Pfanne legt und brät, dann bleibt es auch so groß.“ Um die Tiere ganz aus der Nähe zu sehen, werden die Besucher mit dem „Bullenexpress“ auf die großen Weiden gefahren. Zum Hof gehören 93 Hektar Land. Doch auch auf dem Bauernhof gibt es noch jede Menge zu sehen. 100 schnatternde Ente, genauso viele Gänse.

Nachwuchs im Hühnergehege

Nachwuchs im Hühnergehege.

Quelle: Andrea Kathert

Und etliche Hühner, für die gerade großzügige Volieren gebaut wurden. Eine Glucke hat gerade sieben Küken, die sie unter sich warm hält. Und auch der Eber Garfield und die Sau Susi sind zu bestaunen. Das Husumer Zuchtpaar gehört zu einer aussterbenden Art. Auf dem Hof in Freienhagen möchte Monika Petelka solche Arten erhalten und weiterzüchten. Das schöne am Robustrinderhof ist, „dass sich alle hier frei bewegen können.“ Der Eintritt ist frei. Die Kinder können den ganzen Tag herumtoben, wie und wo es ihnen gefällt.

Der Eber namens Garfield lässt sich nicht aus der Ruhe bringen

Der Eber namens Garfield lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Quelle: Andrea Kathert

Für das Fest am Sonnabend werden zwei Bullen geschlachtet. Das passiert in Hakenberg. Von dort kommt das Fleisch zurück und wird auf dem Hof verarbeitet. Zu Rumpsteaks, Suppenfleisch, Schmorbraten, Rouladen, Frühstücksfleisch oder Bierschinken, Salami und Leberwurst. All das bietet Monika Petelka in ihrem Hofladen an, der zu den Festen geöffnet hat. Und dazu noch viele regionale Produkte wie Honig, Tee, Marmelade, Schnaps, Senf oder Buchholzer Obstsäfte. „Das Angebot variiert immer, da richten wir uns nach den Kunden.“

1992 hatte Monika Petelka begonnen, mit ihrem Lebenspartner Günter Nolte den Robustrinderhof aufzubauen. Seit vier Jahren muss sie ihrer beider Lebenswerk alleine weiterführen. Günter Nolte war gestorben. Dabei gibt es eine Menge zu tun auf dem Hof. Seit Juli hat die Hofinhaberin nun mit dem 35-jährigen Benjamin Wacker aus Neuholland einen neuen Geschäftspartner an ihrer Seite, der sie unterstützt. Künftig soll zwei Mal im Monat der Hofladen geöffnet werden. Und am 11. November möchte Monika Petelka das 25-jährige Jubiläum ihres Hofes feiern.

Am Sonnabend, 23

Am Sonnabend, 23. September, können die Besucher von 10 bis 18 Uhr alles erkunden und genießen.

Quelle: Enrico Kugler

Doch erst mal wird am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr gefeiert und geschlemmt. Denn im Festzelt gibt es dann Riesenkohlrouladen, Gulaschsuppe und Bratwurst. „Alles von unseren Rindern, versteht sich“, sagt Monika Petelka und freut sich auf viele Besucher.

Von Andrea Kathert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg