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Oberhavel Hoffest bei den Ziegen auf dem Karolinenhof
Lokales Oberhavel Hoffest bei den Ziegen auf dem Karolinenhof
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11:47 29.08.2016
Gela Angermann inmitten ihrer Ziegen. Quelle: Ulrike Gawande
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Flatow

Eine große 60 Kilometer lange Runde auf dem Land, über Kremmen und kleine Dörfer hat Susann Schubert aus Berlin mit dem Fahrrad hinter sich. Start und Ziel war der Karolinenhof in Flatow, auf dem am Wochenende Hoffest gefeiert wurde. „Ich bin zum ersten Mal hier, weil ich den Ziegen-Frischkäse probieren will“, erzählt die Berlinerin. Was sie sieht, gefällt. „Es ist schön urig hier und Ziegen sind besondere, schlaue Nutztiere“, begeistert sich die junge Frau, die besonders neugierig auf das Käsehandwerk des Hofes ist, weil sie selber in ihrer Freizeit Käse zum Eigenbedarf herstellt.

Gela Angermann, seit 1991 Eigentümerin von Hof, Käserei und Café, beantwortet gerne die Fragen der Besucher. Bei Hofführungen kann man sich selbst ein Bild der ökologischen Bewirtschaftung machen. Erfährt, dass bei der Futterproduktion auf eigenem Boden weder Dünger noch Spritzmittel zum Einsatz kommen, und auch den Tieren möglichst keine Medikamente gegeben werden. „Wir bieten eine Komplettversorgung der Ziegen“, erklärt Landwirtin Angermann. Sie mag Ziegen, weil sie lebhaft und neugierig sind. Eben anders als die phlegmatischeren Kühe.

Gerade erst war Ziegenhochzeit. Das heißt zwei Böcke, darunter ein langhaariger Schweizer Toggenburger, wurden den Ziegen zugeführt. Sie dürfen nun zeigen was in ihnen steckt und für Nachwuchs bei den 120 Ziegendamen sorgen. Doch geht so die Milchproduktion zurück. Im November wird ein letztes Mal gemolken – bis zu sechs Liter Milch können Ziegen täglich geben –, und im Januar lammen die Tiere. Doch nur ein kleiner Teil der Zicklein wird zu Milchziegen nachgezogen. Die meisten werden geschlachtet.

Und landen dann auch im Hackfleisch, das als Chili con Carne zum Hoffest angeboten wurde. „Das erste Hoffest war 1993, da wir damals noch kein Café hatten“, erinnert sich Angermann. Doch die Tradition blieb. Und so nutzen die Besucher die Chance auf einen entspannten Kurzurlaub auf dem Bauernhof. Haben Zelte und Familien mitgebracht, genießen Ruhe und Idylle – sowie das kulinarische Angebot des Hofes.

Von Ulrike Gawande

Statt Feuer und Flamme gab es am Sonnabend beim gleichnamigen Fest viele bunte Luftballons, die als fliegende Werbebotschafter für die Stadt in den Himmel geschickt wurden. Dass man aber auch so Feuer und Flamme für seinen Wohnort sein kann, wurde in der Talkrunde deutlich, bevor abends mehrere regionale Bands die Bühne rockten.

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Klein, aber fein. So lässt sich das Dorffest in Groß-Ziethen beschreiben. Traditionsgemäß wird am letzten Augustwochenende gefeiert. Doch war in diesem Jahr alles ein bisschen anders. Ortsvorsteherin Astrid Braun hatte die Natur in den Mittelpunkt gerückt und sogar den Falkenhof aus Potsdam mit ihren Tieren eingeladen.

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