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Oberhavel Hoffnung für die Ziel-Apotheke
Lokales Oberhavel Hoffnung für die Ziel-Apotheke
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00:36 17.03.2018
Julia Riemann und Knut Sabelus bei der Eröffnung im März 2017. Quelle: Foto: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Als die Sabelus-XXL-Apotheke im März 2017 eröffnete, da war sie so etwas wie das Prunkstück des frisch sanierten Ziel-Centers. Immerhin war das Geschäft direkt am Eingang die wohl modernste Apotheke in Berlin und Brandenburg. Hinter den Kassen zog sich eine riesige LED-Videowand, fast elf Quadratmeter groß, wie ein breites Band an der Wand entlang. Angezeigt wurden dort unter die wichtigsten Medikamente, geordnet nach Bereichen wie „Allergie“, „Erkältung“ oder „Magen&Darm“. „Wir sind die erste Apotheke in Berlin und Brandenburg, die einen solchen Bildschirm einsetzt“, erklärte Firmengründer Knut Sabelus damals stolz. Auch die Kassentische selbst waren hochmodern, mit eingelassenen Touchscreens ausgestattet, auf denen Mitarbeiter die Kunden ganz diskret beraten können. Für Umstehende war auf den flachen Bildschirmen nämlich nichts zu erkennen.

Der eigentliche Clou der neuen Apotheke aber war der Sortier-Roboter: Forderte ein Mitarbeiter vorne ein Medikament für einen Kunden an, sauste das Gerät los, suchte aus rund 16 000 Artikeln das passende heraus und schob es durch zu den Kassen. Die Mitarbeiter konnten sich indessen voll auf die Kunden und die Beratung konzentrieren. Außerdem hatte die Anlage auch Medikamente im Blick, die nicht mehr verkauft werden können. Diese wurden automatisch aussortiert. Auch das entlastete das Personal der Apotheke zusätzlich. Der Sortierroboter hatte einen stolzen Preis: Rund 80 000 Euro kostete das Maschinchen. Firmengründer Knut Sabelus glaubte damals an seine Investition. „Das Ziel-Center liegt mitten im Zentrum am Bahnhof, hier ist immer Publikumsverkehr“, erklärte er der MAZ.

Doch es kam alles ganz anders. Im Oktober 2017 war die Apotheke erst wochenlang geschlossen, Anfang November hatte das Geschäft dann endgültig dicht gemacht. Grund war die Insolvenz der Inhaberin Julia Riemann.

Doch hinter den Kulissen wird schon seit Monaten eifrig über die Nachfolge im Geschäft gesprochen. „Wir sind in den Verhandlungen schon relativ weit“, erklärt der neue Center-Manager Michael Ott. Sicher scheint, dass das Geschäft auch weiterhin eine Apotheke bleiben soll. „Das ist ein super modernes Geschäft. Wir wären doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir da jetzt etwas anderes reinmachen würden“, erklärt Ott. Es seien aber noch zahlreiche Details zu klären. Wenn alles gut gehe, könnte die Apotheke bereits im Frühsommer wiedereröffnen. „Es kann aber auch sein, dass sich das alles noch ein bisschen länger hinzieht“, erklärt der Ziel-Manager.

Was die Zukunft des Kinos im Ziel-Center angeht, gibt es indessen noch nichts Neues. Der Berliner Fernsehproduzent Gösta Oelstrom ist weiterhin interessiert, die Räume , die seit Ende 2012 leerstehen, zu übernehmen und wieder ein Kino einzurichten. Doch zunächst muss der neue Besitzer des Ziel-Centers, die KGAL GmbH, entscheiden, ob sich die Sanierung der Räume überaupt noch lohnt.

Von Marco Paetzel

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