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Oberhavel Daumen drücken für krebskranken Nick (13)
Lokales Oberhavel Daumen drücken für krebskranken Nick (13)
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12:56 19.02.2018
Die 22-jährige Tessa Szereiks aus Birkenwerder kämpft gegen Leukämie. Quelle: ENRICO Kugler, SEBASTIAN MORGNER
Oberhavel

Die Augen von Tessa Szereiks funkeln. Die 22-Jährige aus Birkenwerder spricht über ihre Wünsche. „Ich möchte noch viel reisen in meinem Leben“, sagt sie. „Die nächsten Monate sind schon fest verplant.“ Viele Städtereisen seien dabei. „Und ich fahre nach Ägypten. Ich tauche für mein Leben gern.“ Für einige Minuten rückt das schwere Schicksal der jungen Frau in den Hintergrund.

Tessa Szereiks war an Leukämie erkrankt, hat die Strapazen der Transplantation hinter sich und kämpft sich zurück ins Leben. Nur noch alle zwei Wochen muss sie zur Kontrolle. „Das ist ein nächster Schritt“, sagt sie. Sie schaut nach vorn, will im Herbst eine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement beginnen. Immer wieder setzte sie sich neue Ziele. Der Weg ist steinig. Derzeit wiegt sie 44 Kilogramm. Noch zu wenig. „Ich muss zunehmen, haben die Ärzte gesagt“, so Tessa. Alles essen aber darf sie noch nicht. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen. Bleibt optimistisch. Immer wieder ist zu spüren: Aufgeben? Niemals! Ihre Familie und die Freunde geben ihr Halt. Und Kater Rusty. Auch nach Rückschlägen. Wie zuletzt, als sie kurz vor Weihnachten eine Gürtelrose zurückwarf und sie wieder einmal ins Krankenhause musste.

Max-Hilmar Borchert sitzt wieder sicher im Sattel. Quelle: unbekannt

Die Geschichte vom kleinen, schwerkranken Nick aus Hohen Neuendorf, der an Blutkrebs erkrankt ist und nun dringend einen Stammzellenspender benötigt, hat Tessa mitbekommen. „Ich wünsche ihm natürlich, dass ein passender Spender gefunden wird. Ich wünsche ihm Kraft und viele Menschen, die ihm zur Seite stehen. Ich habe gehört, er sei ein guter Fußballer. Der Sport wird ihm Halt geben“, sagt sie. Am Sonnabend bei der großen Typisierungsaktion in der Hohen Neuendorfer Waldgrundschule (Beginn 11 Uhr) wird sie jedoch nicht dabei sein können. Die Gefahr, sich einen Virus einzufangen sei groß. „Mein Abwehrsystem wurde ja her­untergefahren. Die Ansteckungsgefahr ist enorm. Da muss ich aufpassen.“ Auch beim Termin in der MAZ-Redaktion holt sie immer wieder das kleine Fläschen mit dem Desinfektionsmittel aus der Tasche und reibt sich die Hände ein. Doch ihr Lächeln bleibt.

Gute Laune hatte am Dienstag auch Max-Hilmar Borchert. Der 27-Jährige kam gerade vom Arztbesuch. Auch er war einst an Leukämie erkrankt. Auch er hatte das Glück, dass ein genetischer Zwilling gefunden wurde und er heute noch lebt. „Die Blutwerte sind in Ordnung“, so der Springreiter, der in Menz lebt. Auch er drückt Nick beide Daumen, dass er wieder geheilt wird. „Es wird hart. Doch Nick muss sich Ziele setzen. Er muss wieder zurück auf den Fußballplatz wollen“, gibt Borchert einige Tipps. „Ich hoffe, dass am Sonnabend viele Menschen kurz Zeit haben und sich registrieren lassen. Ein kleiner Moment, um Leben zu retten“ – auch das von Nick, der erst vor einigen Tagen 13 Jahre alt geworden ist.

Ablaufplan, 17. Februar, Waldgrundschule Hohen Neuendorf:

Am Sonnabend beginnt in der Waldgrundschule Hohen Neuendorf die Typisierungsaktion.

Schon ab 10.45 Uhr findet das Torwandschießen der D-Junioren von Blau-Weiss Hohen Neuendorf statt. Jeder Treffer zahlt! Die Stadt Hohen Neuendorf spendet für jeden Treffer.

Zudem kommt der Alba Truck, es gibt eine Tombola, Kuchenbasar, Würstchen und ab 14 Uhr kommt Herthinho, Maskottchen von Hertha BSC.

Von Sebastian Morgner

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