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Hohen Neuendorf A-10-Ausbau: Vollsperrung ist aufgehoben
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf A-10-Ausbau: Vollsperrung ist aufgehoben
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19:08 14.04.2019
Die vier Teilstücke der neuen Brücke sind an ihrem Bestimmungsort platziert. Quelle: Robert Roeske
Pinnow

„Seit 17 Uhr rollt der Verkehr wieder.“ Darüber informierte am Sonntagnachmittag Rainer Ewecker, Verkehrskoordinator der ARGE A10/A24 Havellandautobahn. Ein bisschen Stolz und Erleichterung schwingen in seiner Stimme mit. Zum zweiten Mal nach dem Einhub des Überfliegers im Kreuz Oranienburg Anfang Februar konnte die Strecke vorzeitig wieder freigegeben werden.

Die nördliche A 10 war am Freitagabend zwischen der Anschlussstelle Birkenwerder und dem Kreuz Oranienburg ab 22 Uhr voll gesperrt worden. Bereits ein gute Stunde später war das erste von vier Brückenelementen mit zwei gewaltigen Autokranen an seinen Platz gehoben. „Das erste Teil lag sofort auf Linie“, sagte Mammoet-Projektleiter René Xyländer, der mit seinem zehnköpfigen Team im Einsatz war. Diese Genauigkeit sei schon ein wenig Zufall. Dabei war das 48 Meter lange und rund 158 Tonnen schwere Brückenstück für eine Feinausrichtung extra auf Teflonplatten abgelegt worden.

„Alles lief völlig problemlos“, sagte auch Rainer Ewecker. Nach dem ersten Hub mussten die beiden Krane für den nächsten Schritt umgesetzt werden. Das nahm rund drei Stunden in Anspruch, sodass erst am frühen Sonnabendmorgen der zweite Hub erfolgte. Unter anderem mussten rund 70 Meter Mittelschutzplanke demontiert werden, um die Rangierfreiheit für die schweren Fahrzeuge zu schaffen – zwei Autokrane mit 500 beziehungsweise 750 Tonnen Hubkapazität (LTM 1750-9.1 und LTM 1500-8.1). Die Fahrzeuge mussten für jeden Hub neu platziert werden. Dafür waren umfangreiche Auf- und Abbauarbeiten erforderlich.

Der Einhub des ersten Teilstücks am späten Freitagabend. Es ist mit 48 Metern das längste und schwerste der insgesamt 178 Meter langen Konstruktion. Quelle: Helge Treichel

Sonnabendmittag konnte Rainer Ewecker bereits den reibungslosen Einbau zweier weiterer Brückensegmente bilanzieren. Das vierte und letzte Teilstück wurde am Nachmittag mit einem 500-Tonnen-Kran an seinen Bestimmungsort gehoben. Gegen 17.40 Uhr war auch dieses mit 35,7 Metern kürzeste und mit 87 Tonnen leichteste der vier Puzzleteile an seinem Platz, sagte ein zufriedener Verkehrskoordinator.

In der Zeit bis zur Freigabe der Vollsperrung wurden die Stahlelemente, die zusammen rund 540 Tonnen wiegen, noch „verschlossert“. Das bedeutet unter anderem, dass die vier Segmente miteinander verschraubt und mit Punktschweißungen verbunden werden mussten. Reguläre Schweißnähte würden während der nächsten ungefähr zwei Wochen gezogen.

Allein die Stahlseile und Schäkel wiegen rund eine Tonne. Quelle: Helge Treichel

Die Vollsperrung der A 10 konnte vorzeitig wieder aufgehoben werden, informierte Rainer Ewecker am Sonntag kurz nach 17 Uhr. „So weit ist alles gelungen“, sagte er der MAZ. Er verwies einmal mehr auf zahlreiche Unwägbarkeiten während der anspruchsvollen Arbeiten. Bis zur Freigabe mussten die demontierten Schutzplanken wieder aufgebaut, die Fahrbahn gereinigt und die Fahrbahnmarkierungen erneuert werden. Außerdem gab es diverse Abnahmen.

Wegen der Sperrung mussten Verkehrsteilnehmer auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken deutlich mehr Zeit einplanen – insbesondere zwischen Birkenwerder und Oranienburg. Dort waren die Kraftfahrer am Sonnabend zum Teil eine Stunde und mehr unterwegs. Ursprünglich sollte die gesperrte Autobahn am Montag, 15. April, gegen 5 Uhr wieder freigegeben werden.

Während der Montage sind umfangreiche Umrüstarbeiten an den Spezialkranen erforderlich. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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