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Hohen Neuendorf Der historische Kalender 2019 ist da
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Der historische Kalender 2019 ist da
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00:22 10.08.2018
Volker Döring stellt den historischer Kalender für Hohen Neuendorf und Birkenwerder 2019 vor. Quelle: Ulrike Gawande
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Hohen Neuendorf

13 Kalenderseiten – sechs für Hohen Neuendorf, jeweils zwei für Bergfelde, Borgsdorf und Birkenwerder sowie eine für Stolpe – das ist der neue historische Kalender, den seine Macher am Dienstag vorstellten und der ab sofort käuflich zu erwerben ist. Für zehn Euro.

Auch die verschwundene Plastik auf dem Osramplatz taucht im Kalender auf. Quelle: Historischer Kalender 2019

„Wir sind seit 14 Jahren preisstabil“, verrät Nora Döring, die mit ihrem Mann Volker für das Layout zuständig ist. 2006 erschien der erste, jetzt hat der Kalender eine Auflage von 800 Stück. 2017 war man ausverkauft. „Wir werden immer besser, das Geschriebene wird immer professioneller und wir haben immer mehr Mitstreiter“, ist der Stolz über das Geschaffene in Dörings Stimme nicht zu überhören. Denn erstmals wirkten an der Erstellung des Kalenders alle Vereine aus Hohen Neuendorf und Birkenwerder mit, die sich mit Geschichte beschäftigen. Unterstützung gab es auch von den Kommunen, die zudem einen Teil der Kalender kaufen.

Auch dem Rathaus in Birkenwerder- hier die Einweihung – wird sich im Kalender gewidmet Quelle: Historischer Kalender

So widmete sich Erika Schürhoff vom Geschichtsstübchen in Birkenwerder dem Bau des Rathauses, das damals nach nur einem Jahr Bauzeit fertig gestellt wurde. Lange im Herzen bewegt habe man auch die Geschichte der Ziegeleien im Ort, deren gelbe Ziegel sogar von Fontane verewigt wurden. Doch es mangelte an passenden Fotos. „Mit dem Bild eines Finow-Maßkahns, mit dem die Ziegel transportiert wurden, haben wir nun eine geschickte Lösung gefunden“, freut sich Döring. Mit dem Text von Karl-Heinz Palm und Bildern der Ziegel mit den typischen Stempelabdrücken sei ein rundes Kalenderblatt entstanden.

Die Macher des historischen Kalenders: Volker Döring, Elke Ahrens, Nora Döring und Matthias Salchow (v.l.) Quelle: Ulrike Gawande

Ein besonderes Bild steuerte Matthias Salchow bei: Die ehemalige Raststätte Stolpe. Er sei eine Woche nach der Eröffnung 1982 mit seinem Vater dorthin gefahren und habe das Lokal abgelichtet, erinnert sich der Hobbyhistoriker. Damals habe sich dort keiner hingetraut, weiß er. Es galt: Kein Zutritt fürs Volk! Überall war Polizei und man munkelte sogar über Späher der Stasi. Nach der Wende entstand eine neue Rastanlage auf dem Gelände des ehemaligen Grenzübergangs. Doch bevor das alte Mitropa-Restaurant 1996 abgerissen wurde, wurden dort 22 Folgen der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ gedreht. Passende Fotos aus dem MAZ-Archiv bereichern den Kalender.

Kultur für Werktätige in Borgsdorf – das Kalenderblatt vom Februar 2019. Quelle: Historischer Kalender 2019

Die perfekte Verbindung von werktätigem Volk, Hochkultur und deutsch-sowjetischer Freundschaft sei auf dem Borgsdorfer Kalenderblatt zu sehen, begeistert sich Volker Döring. „Es ist mein Lieblingskalenderblatt!“ Eine Balletttänzerin dreht anlässlich einer Jubiläumsfeier des Reichsbahnlagers auf dem Februarkalenderblatt Pirouetten.

Das Titelbild des Kalenders entstand kurz nach der Wende in Hohen Neuendorf. Rechts befindet sich heute das Kaufland. Quelle: Historischer Kalender 2019

Aber auch Gasthöfe, Firmen, Siedlungen und Familiengeschichten sind im historischen Kalender zu entdecken. Immer wieder bekämen sie Fotos aus privaten Alben zur Verfügung gestellt, sind die Macher dankbar. Darunter Schätze, wie die Bilder der Neubauern im Borgsdorfer Bogenluch, die 1946 mit Kuh und Pferd den Wald urbar machten, und deren Geschichte nicht nur 2019 zu lesen ist, sondern im Kalender 2020 fortgesetzt werden soll.

Von Ulrike Gawande

Susen Hothmer (50) aus Hohen Neuendorf entwirft Mode für mächtig Mollige. Die Schnitte dazu entwirft sie in ihrem kleinen Büro in Hohen Neuendorf. Verkauft werden die Sachen in ihrer Berliner Boutique.

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