Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Hohen Neuendorf Gefährliche Ecke in der Niederheide
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Gefährliche Ecke in der Niederheide
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:19 31.05.2018
Schlecht einzusehen: Die Ecke Grillparzerstraße/Friedrich-Hebbel-Straße in der Hohen Neuendorfer Niederheide. Quelle: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

Einmal pro Woche fährt Beate Liebmann mit dem Fahrrad nach Birkenwerder. In der Asklepios-Klinik ist die 78-Jährige einmal pro Woche ehrenamtlich als Grüne Dame tätig, um Gästen und Patienten zum Beispiel den richtigen Weg zu zeigen. Von ihrem Wohnhaus in der Hohen Neuendorfer Havelstraße führt sie der Weg über die Grillparzerstraße und die Friedrich-Hebbel-Straße in der Niederheide. Und da liegt das Problem: An der Ecke beider Straßen „ist der Fuß-/Radweg sehr gefährlich“, sagt sie. Der Weg führt dort im 90-Grad-Winkel um die Kurve. „Bei Begegnungsverkehr ist ein Ausweichen kaum möglich“, so die engagierte Seniorin. „Oder man landet in der Regenwassermulde.“

Die Sicht ist versperrt

Ein massiver Zaunpfeiler, ein Kasten und die versperren die Sicht, „sodass ein vorausschauendes Fahren kaum möglich ist“. Besonders alarmiert ist Beate Liebmann durch die Tatsache, dass es sich um einen stark frequentierten Schulweg zur Grundschule Niederheide handelt. Morgens zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 13 und 16 Uhr sei eine Menge los auf der Strecke, ergänzt Marianne Rothe-Oswald, die das selbe Problem beobachtet hat und selbst immer wieder brenzlige Situationen meistern musste: „Wenn wir nicht so rücksichtsvoll fahren würden, würden wir öfter zusammenkrachen“, sagt die 77-Jährige, die ebenfalls in der Nähe wohnt. Unter anderem bei einer Weihnachtspäckchen-Spendenaktion haben die beiden Frauen miteinander zu tun. Außerdem gibt die Seniorin Nachhilfeunterricht für Flüchtlingskinder.

Marianne Rothe-Oswald und Beate Liebmann bewegen sich an dieser Stelle immer langsam und vorsichtig. Quelle: Helge Treichel

Und nicht nur deshalb kennt sie das Temperament von Kindern., auch auf dem Schulweg: „Die kommen hier oft mit Speed an“, sagt sie. „Und wenn ich ausweiche, lande ich gleich im Graben.“ Jetzt erweise sich als Nachteil, dass der Weg lediglich einseitig ausgebaut worden war.

Und auch diese Unsitte bemängeln die beiden Frauen: Die an dieser Stelle hilfreiche Fahrradklingel werde „von niemandem“ betätigt. Hinzu komme, dass auch die Autofahrer sich häufig nicht an das Tempolimit hielten und eher selten einmal den Blinker beim Abbiegen betätigen.

Nicht für voll genommen

Auf der Straße zu fahren, kommt für die Seniorinnen deshalb nicht in Frage. Zudem sei das Kopfsteinpflaster in der Grillparzerstraße einfach zu schlecht. Und Beate Liebmann ergänzt: „Radfahrer werden einfach nicht so für voll genommen, stelle ich immer wieder fest.“

Die Beobachtungen der beiden Frauen werden auch im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt widergespiegelt (Stand 30. Januar 2015). In der Maßnahmetabelle für den Fußverkehr ist auch die Grillparzerstraße aufgeführt. Im Abschnitt zwischen Goethestraße bis Richard-Wagner-Platz werden „fehlende Gehwege nach Erfordernissen der Straßenklassifizierung“ bemängelt. Als Maßnahme mit Priorität 2 wird vorgeschlagen: „Option für zweiten Gehweg sichern.“ Der Verkehrsentwicklungsplan ist von den Stadtverordneten am 26. März 2015 beschlossen und für aufgestellt erklärt worden.

Maßnahmetabelle für den Radverkehr

In der Maßnahmetabelle für den Radverkehr werden für die gesamte Länge der Grillparzerstraße „mangelhafte Beläge und Befestigungen“ festgestellt. Als Maßnahme wird eine „fahrradfreundliche Verbesserung der Fahrbahndecke“ vorgeschlagen, diesmal sogar mit Priorität 1.

Der Verkehrsentwicklungsplan soll der Stadt Hohen Neuendorf als strategische Leitlinie für die Mobilitätspolitik dienen. Er ist als strategischer Plan auf Fortschreibung angelegt. Der Zeithorizont beträgt 15 Jahre (bis 2025).

Von Helge Treichel

In der Nacht zu Sonntag haben Unbekannte in Hohen Neuendorf drei BMW geknackt und aus den Fahrzeugen unter anderem Teile der Bordelektronik gestohlen. Die Autos waren von ihren Besitzern zuvor in der Friedrichstraße, der Elsastraße und der Berliner Straße abgestellt worden.

28.05.2018
Oberhavel Polizeibericht vom 27. Mai - Audi am Oranienburger Bahnhof gestohlen

Ein gestohlener Audi in Oranienburg, Unfälle in Hohen Neuendorf, Gransee, auf der A24 bei Kremmen und in der Kreisstadt. Das und mehr im aktuellen Polizeibericht.

30.05.2018

Brigitte Thiel aus Hohen Neuendorf schildert am MAZ-Sorgentelefon ihre Erfahrungen mit einem Dreirad für Behinderte.

28.05.2018