Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Hohen Neuendorf Eine Bestenurkunde musste nachbestellt werden
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Eine Bestenurkunde musste nachbestellt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:32 27.07.2018
Schulleiter Thomas Meinecke ist stolz auf einen, wie er sagt, „sehr leistungsstarken Jahrgang“.
Hohen Neuendorf

Sieben von insgesamt 108 Abiturienten des Marie-Curie-Gymnasiums in Hohen Neuendorf haben dieses Jahr das Abitur mit der Traumnote 1,0 abgelegt. Das ist im Kreis Oberhavel spitze und bedeutet landesweit einen hervorragenden dritten Platz. Sechs von der brandenburgischen Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) unterschriebene Urkunden für Abiturienten mit einem Notendurchschnitt von 1,0 hatten die Hohen Neuendorfer dieses Jahr im Vorgriff auf die Zeugnisausgabe bestellt, am Ende musste noch eine siebte Urkunde nachgeordert werden.

Bei vielen Landeswettbewerben sehr gute Ergebnisse erzielt

Schulleiter Thomas Meinecke und seine Stellvertreterin Lisette Noack sind stolz auf diese Bilanz. „Es war ein sehr leistungsstarker Jahrgang“, meint Thomas Meinecke. Das habe sich auch bei den vielen Landeswettbewerben wie zum Beispiel „Jugend forscht“ gezeigt, wo Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums sehr gute Ergebnisse erzielt hätten und weit vorn gelandet seien. Zudem, so der Schulleiter, hätten es seine Kollegen verstanden, eine Leistungsatmosphäre zu erzeugen und die Abiturienten mit sehr viel Erfahrung, Engagement und Fingerspitzengefühl auf die Prüfungen vorzubereiten.

Kaum Unterrichtsausfall im vergangenen Schuljahr

Lisette Noack sieht dies ähnlich. Die stellvertretende Schulleiterin hebt zudem das „hervorragende Klima innerhalb des Lehrerkollegiums“ hervor. Zufriedene Kollegen sind nach Ansicht der 48-jährigen Lehrerin für Mathematik und Sport der Schlüssel für gute Leistungen der Schüler.

Lisette Noack ist stellvertretende Schulleiterin und unterrichtet die Fächer Mathematik und Sport. Quelle: Christoph Brandhorst

Am Gymnasium gebe es eine gute Mischung aus jungen Kollegen, die sehr ehrgeizig sind, und erfahrenen Kollegen, die schon viele Jahre Abiturienten betreuen. Darüber hinaus habe es am Gymnasium im vergangenen Schuljahr nur wenig Unterrichtsausfall gegeben. Und wenn doch einmal jemand krank war, hätten sich die Kollegen in den Fachbereichen oftmals in Eigeninitiative um eine Vertretung gekümmert. In der Regel seien den Schülern für die Ausfallzeiten sinnvolle Aufgaben gestellt worden, was den Kollegen die Vertretung erleichtert habe, sagt Lisette Noack. Die hätten dann teilweise nur das Abarbeiten dieser Aufgaben beaufsichtigt und – wenn nötig – Hilfestellung gegeben.

Schüler sind sozial sehr engagiert

Charakteristisch für viele Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums sei auch, dass sie sozial engagiert seien. Das liege wohl auch an den vielen außerschulischen Angeboten, die die Bildungseinrichtung in Hohen Neuendorf unterbreitet, aber auch an den Schülern selbst. Die hätten sich für ihre Projektarbeit viele sehr sozialorientierte Themen gesucht. Als Beispiel nennt Lisette Noack die Schülerin Josephine Wernicke und ihr Mülltrennungsprojekt, in dessen Ergebnis nunmehr in den Klassenräumen und auf den Fluren gelbe Säcke zur Mülltrennung aufgestellt wurden. „Wir versuchen unsere Schüler ganzheitlich zu erziehen“, sagt die stellvertretende Schulleiterin, die bis vor zehn Jahren am Strittmatter-Gymnasium in Gransee unterrichtet hat. „Mir“, so Lisette Noack, „ist das ganz wichtig. Sich gegenseitig Respekt erweisen und ’Guten Tag’ und ’Auf Wiedersehen’ sagen, ist mindestens ebenso wichtig, wie das Streben nach guten Schulnoten.“

Josephine Wenicke (2.v.l.) gehört zu den sieben Jugendlichen des Marie-Curie-Gymnasiums, die ihre Reifeprüfung mit einem Notendurchschnitt von 1,0 abgelegt haben. Quelle: Helge Treichel

Schöne Belohnung für die viele Arbeit

„Ich freue mich, dass so viele den Durchschnitt von 1,0 erreicht haben und bin auch ein bisschen stolz, zu dem guten Ergebnis des Marie-Curie-Gymnasiums beigetragen zu haben“, sagt die von Lisette Noack bereits erwähnte Abiturientin Josephine Wernicke. Für sie sei dieser Durchschnitt eine schöne Belohnung für die viele Arbeit. Aber es sei letzten Endes doch nur das Ergebnis einer Zwischenetappe. Allerdings öffne ihr dieses Abitur die Tür zu ihrem Wunschstudium Medizin, welches sie hoffentlich im Herbst dieses Jahres beginnen könne.

Nichts geht über die Hilfe von Mitschülern

Bestandteil ihres Erfolgskonzeptes sei auf jeden Fall kontinuierliches Arbeiten. Immer dran bleiben sei die Devise. Außerdem gehe nichts über die Hilfe und Unterstützung von Mitschülern.

Jetzt erholt sich Josephine Wernicke erstmal mit ihrer Familie auf der russischen Halbinsel Kamtschatka. „Wir wollen dort Land, Sprache und die Leute kennenlernen und auch die atemberaubende Landschaft durch wandern genießen“, sagt sie.

Ferien genießt gegenwärtig übrigens auch Schulleiter Thomas Meinecke. Er findet die richtige Entspannung beim Surfen.

Von Bert Wittke

Die Fahrbahnen in den Straßen Am Langen Berg, Helmut-Just-Straße und Zühlsdorfer Straße in Bergfelde erhalten ab der kommenden Woche eine neue Oberfläche.

26.07.2018

An der Oranienburger Skaterbahn rauben 13-Jährige einen Gleichaltrigen aus. Auf den Autobahnen bei Oberkrämer und Kremmen sowie in Gransee kommt es zu Unfällen. In Liebenwalde gab es Zoff. Das und mehr im Polizeibericht vom 26. Juli.

26.07.2018

Ein weißer Mazda CX3 ist in der Nacht zu Mittwoch in Bergfelde gestohlen worden. Der Wagen war zuvor in der Dorfstraße abgestellt worden.

26.07.2018