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Hohen Neuendorf Dunkelheit birgt vermeidbare Gefahren
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Dunkelheit birgt vermeidbare Gefahren
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19:22 07.11.2018
Warben am Mittwochabend für Sicherheit durch Sichtbarkeit: Heiderose Ernst von der Stadtverwaltung und Polizist Uwe Krohe vom Revier Hennigsdorf. Quelle: Enrico Kugler
Hohen Neuendorf

 „Mein Horror als Autofahrer ist es, dass ich mal einen Radfahrer nicht wahrnehme“, sagt Patricia Schüler. Die 63-jährige Berlinerin steht am S-Bahnhof vor einem Tisch voller Reflektoren, Warnwesten und Informationsmaterial und spricht mit Revierpolizist Uwe Krohe sowie Klimaschutzmanagerin Heiderose Ernst. Deren gemeinsame Aktion anlässlich der „Tage der Sichtbarkeit“ findet sie gut und wichtig.

Heiderose Ernst gibt Tipps, verteilt Broschüren und gibt Passanten Reflektoren mit – am Band zum Umhängen sowie zum Befestigen an Fahrradspeichen. Das Material wird vom Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg und dem Forum Verkehrssicherheit des Landes zur Verfügung gestellt. Seit einem guten Jahr arbeitet die 55-Jährige in Hohen Neuendorf daran, den Kohlendioxid-Ausstoß im Stadtgebiet zu verringern. „Fahrradverkehr ist für mich als Klimaschutzmanagerin ein wichtiges Thema“, begründet sie ihren Einsatz. Auf einer Fahrradkonferenz habe sie Kontakte geknüpft und deshalb den Stand organisiert. Als Werbegeschenk werden zudem Warnwesten, reflektierende Beutel und Clickbänder verteilt.

Organisatorin: „Die Resonanz ist sehr positiv.“

„Wir haben das zum ersten Mal gemacht, aber die Resonanz ist sehr positiv“, sagt sie. Sehr gut komme auch die Kooperation mit der Polizei an. Ziel sei es, zu Beginn der Wintersaison für die veränderten Sichtbedingungen zu sensibilisieren. Auch einige Jugendliche hätten sich die Reflektoren gleich am Rad angebracht und ihren Freunden davon erzählt, die ebenfalls am Stand erschienen.

Viele Passanten sehen gerade die Polizisten als gute Gelegenheit, auch über andere Themen ins Gespräch zu kommen, zum Beispiel Martin Bloeck. „Täglich werden hier Fahrräder geklaut“, sagt der 43-jährige Hohen Neuendorfer mit Blick auf die schummrig beleuchteten und von einer Hecke geradezu abgeschirmten Fahrradständer am Bahnhof. Auf der anderen Seite fehle die Beleuchtung. Sein Interesse schwindet, als er merkt, dass es nicht um Tipps zum besseren Anschließen der Räder geht.

Vandalismus und Drogenhandel

Herumlungernde Jugendliche, die in angrenzenden öffentlichen Bereichen „ihr Unwesen treiben“, ärgern Dagmar Thomaske. Es werde geraucht, getrunken, gekifft und sonstiger Blödsinn gemacht. Je mehr zusammenkämen, desto wilder. Als Christin sehe sie sich verpflichtet, nicht wegzuschauen, wenn offensichtlich auch mit Drogen gehandelt werde.

Auch Heiderose Ernst hat ihr eigenes Fahrrad über Nacht am Bahnhof geparkt. Einmal seien innerhalb des vergangenen Jahres Reifen zerstochen, einmal die Beleuchtung beschädigt worden. Grundlegende Veränderungen an der Stellplatzanlage erwartet sie allerdings erst, wenn auch das Kulturbahnhof-Projekt realisiert wird.

Netzwerk für Verkehrssicherheit

Das Netzwerk Verkehrssicherheit und das Forum Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg initiieren erstmalig eine landesweite Aktion zur besseren Sichtbarkeit von Fußgängern und Radfahrern.

Jährlich sind im Land rund 850 Fußgänger sowie circa 2700 Radfahrer in Unfälle verwickelt. Dabei verletzen sich etwa 200 Fußgänger und 600 Radfahrer schwer.

Gerade im Winterhalbjahr mit den kürzeren Tagen besteht in der Dämmerung oder Nacht ein dreimal höheres Unfallrisiko. Kommen Regen, Schnee oder Gegenlicht dazu, besteht ein bis zu zehnmal höheres Unfallrisiko als am Tag.

Mit Sichtbarkeitshilfen wie reflektierenden Streifen können Fußgänger und Radfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern frühzeitiger erkannt werden und das Unfallrisiko statistisch halbieren.

Deshalb: Wer sich mit zusätzlichen Lichtquellen oder Reflektoren ausstattet, ist sicherer unterwegs.

Von Helge Treichel

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