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Hohen Neuendorf Rockabilly-Tanzworkshop im „Weißen Hirsch“
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Rockabilly-Tanzworkshop im „Weißen Hirsch“
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00:21 13.02.2019
Neben dem Stroller, der allein getanzt wird, trainierten die Schüler auch den Paartanz. Quelle: Robert Roeske
Borgsdorf

Mit zwei Münchner Hellen machen sie sich warm. Ramona und Enno Bürger sind extra aus Hannover gekommen, um auf dem Parkett des Hotels „Weißer Hirsch“ an ihrem Rockabilly-Tanz zu feilen. „Wir leben die 50er-Jahre einfach“, sagt Enno Bürger, der auch im Alltag mit Pomade, Streifenhemd und Hosenträgern unterwegs ist. Der Ausflug nach Borgsdorf war nicht nur des Tanzens wegen, es ist auch ein großes Stelldichein. „Wir treffen hier Freunde aus Berlin, Hamburg oder Frankfurt“, sagt der Musikfan.

Ein paar Minuten später steht er mit seinen Freunden auf dem Parkett des Hirschen. Vorne auf der Bühne zeigt Manu Tanzratte, DJane und Tanzlehrerin, den Gästen die passenden Tänze zum Rockabilly. Eigentlich müsse man nur zwei Dinge können: Paartanz und Stroller. „Der Stroller sieht ein bisschen aus wie Linedance, hat aber mit diesem Countryzeug nichts zu tun.“ Sie zeigt die Schritte und Taps, aus denen sich die vier Phasen des Stroller zusammensetzen. Nur drei Minuten tanzt der Coach vor, dann sind die Schüler dran. Zum Hit „Have Love, will Travel“ von den Sonics bebt die Tanzfläche. Und das sieht schon erstaunlich gut aus fürs erste Mal. „Ich mache ja viele Workshops, aber das habe ich noch nicht gehabt“, lobt die Tanzlehrerin.

Das Gelernte kann man gleich aufs Parkett bringen

Rund 45 Leute sind am Sonnabendnachmittag zum Rockabilly-Tanzworkshop ins Hotel „Weißer Hirsch“ gekommen – er findet immer vor dem Tanzabend „Rock im Hirsch“ statt. „Das hat den Vorteil, dass man das Gelernte dann gleich zeigen kann. Und nicht wie in der Tanzschule erst monatelang üben“, sagt Tanzlehrerin Manu Tanzratte. Echte Schnellbesohlung eben. Die Resonanz war in diesem Jahr so groß, dass sie schon am Freitag einen Rockabilly-Kurs mit 18 Leuten geben musste. Und auch am Sonntag kamen nochmal Tanzschüler aufs Parkett, um den jazzigen Stil „Shim Sham“ zu lernen.

Auch Paartanz wurde trainiert. Quelle: Robert Roeske

Etwa 15 solcher Tanzworkshops gibt Manu Tanzratte im Jahr, dafür reist sie durch ganz Deutschland. Zuletzt zeigte sich Schritte in Bad Pyrmont, Wiesbaden, Chemnitz oder Dresden. Doch Borgsdorf ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes für die Frau aus Rathenow. Denn hier treffen sich jedes Jahr Rockabilly-Fans aus der ganzen Republik.

„Rock im Hirsch“ mit Top-Besetzung

Zum sechsten Mal legte Manu Tanzratte, die ihren wahren Namen nicht verrät, dann am Abend bei der Rockabilly-Veranstaltung „Rock im Hirsch“ auf, das Parkett war am Abend voll. Etwa doppelt so viele Karten wie im vergangenen Jahr hatten die Organisatoren um Janette Budtke verkauft. Das lag sehr wahrscheinlich an der Band „Jackson Sloan“, die schon auf vielen Bühnen in der ganzen Welt gestanden hat. „Das ist einfach nochmal ein anderes Level als in den vergangenen Jahren“, sagt Janette Budke. Und so tanzten sie und die Gäste bis ins Morgengrauen. Auch die Zukunft hat Budtke im Blick: Termine und Bands bis 2022 für „Rock im Hirsch“ stehen schon. „So können unsere Gäste vernünftig planen.“

Von Marco Paetzel

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