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Hohen Neuendorf Ein Preis als Motivationsschub
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Ein Preis als Motivationsschub
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00:12 12.10.2018
Fünf Hohen Neuendorfer erhielten im vergangenen Jahr stellvertretend den Ehrenamtspreis der Stadt: Joachim Siebmann, Jeanette Budtke, Janine Hellmuth, Isolde Fontaine und Hjördes Wetzel (v.l.). Quelle: Julian Stähle
Hohen Neuendorf

Die Stadt Hohen Neuendorf veranstaltet am heutigen Freitag ihren diesjährigen Stadtempfang unter dem Titel „Menschen 2017“. Einmal mehr ist der Empfang, der erstmals im neuen Rathaussaal im Bürgerzentrum stattfindet, dem herausragenden Engagement für das Gemeinwesen in Hohen Neuendorf gewidmet. Im Rahmen des Stadtempfangs wird der Ehrenamtspreis verliehen. Das war bereits im vergangenen Jahr so, als fünf Preisträger ausgezeichnet wurden. Bei dreien von ihnen hat die MAZ mal nachgefragt, ob der Preis in ihrem Leben etwas verändert hat.

Isolde „Isi“ Fontaine an der Essenausgabe in der Grundschule Borgsdorf. Quelle: Helge Treichel

„Ich mache genauso weiter wie bisher“, sagt Isolde Fontaine. „Isi“, wie sie von allen genannt wird, wurde als gute Seele der Grundschule Borgsdorf geehrt: als Elternvertreterin, Vorstandsmitglied im Förderverein, Kantinenfrau an der Essenausgabe. Die 53-Jährige ist inzwischen länger an der Schule als jeder Lehrer oder Rektor – seit 1995. Von verschiedener Seite sei sie auf den Ehrenamtspreis angesprochen worden – mit der Versicherung, dass sie ihn verdient hätte. Das habe sie sehr motiviert, sagt sie. Nach wie vor leitet sie zwei Arbeitsgemeinschaften an der Schule. Die Mode-AG werde allerdings in die Bastel-AG integriert. Dafür werde neu eine AG für Brettspiele ins Leben gerufen. „Damit die Kinder nicht nur am Computer daddeln“, begründet Isi ihr Engagement. Außerdem gehe sie mit ihren AG-Schützlingen zu den Senioren der Volkssolidarität, „damit Jung und Alt mehr zusammen machen“. Deshalb engagiere sie sich auch für das Fest der Generationen in Borgsdorf. Wie es zu den Arbeitsgemeinschaften kam? „Die Kinder wollten Zeit mit mir verbringen.“

War auch beim MAZ-Stammtisch aktiv dabei: Joachim Siebmann. Quelle: Enrico Kugler

Positives Feedback hat auch Joachim Siebmann bekommen. Die einen kennen ihn als Schiedsrichter des Tischtennisvereins HSV 90 bei regionalen und überregionalen Turnieren, die anderen als Mathe-Nachhilfelehrer und wieder andere von der Volkssolidarität. Dort spielte Siebmann am Donnerstag auch Schach. Er ist zudem in der Computergruppe aktiv. Sich einzubringen, Körper und Geist anzustrengen, „das macht mir Spaß“, sagt Siebmann. Wenn eine Veranstaltung gelingt, sei das für ihn „ein Erfolgserlebnis“. Ohne Engagement geht für ihn nichts: „Zu Hause würde mir die Decke auf den Kopf fallen.“

Jeanette Budtke schneidet ehrenamtlich auch Bedürftigen die Haare, nicht nur in Oranienburg. Quelle: Ulrike Gawande

Sie habe den Ehrenamtspreis als Anerkennung für alle Mitstreiter bei den Charity-Banditen angesehen, sagt Janette Budtke: „Wir sind ein Netzwerk, allein schafft man das nicht.“ Regelmäßig fährt die 37-Jährige von ihrem Borgsdorfer Friseursalon ins Obdachlosenheim nach Oranienburg. Dort frisiert die alleinerziehende Mutter kostenlos Menschen und gibt ihnen so ein Stück Würde zurück. Sie organisiert Hilfe für Menschen, so zum Beispiel wieder am 25. November, wenn Bedürftige, Geflüchtete und Obdachlose eingeladen sind – diesmal in den „Weißen Hirsch“ nach Borgsdorf. Neben einem Preis könnten Kommunen ehrenamtliches Engagement allerdings noch auf vielfältige andere Weise fördern, sagt sie.

Das Programm rund um den Stadtempfang

Eine Kranzniederlegung zum 40-jährigen Bestehen des polnischen Ehrenmals gab es am Donnerstagnachmittag.

Es war am 11. Oktober 1978 eingeweiht worden. Zu Gast waren unter anderem Vertreter aller Hohen Neuendorfer Partnerstädte, darunter der Bürgermeister Jacek Hura der polnischen Partnerstadt Jánow Podlaski. Angekündigt war zudem der polnische Botschaftsrat Marcin Jakubowski.

Beim Stadtempfang unterzeichnen die Bürgermeister von Hohen Neuendorf und Bergerac, Steffen Apelt und Daniel Garrigue, offiziell die Partnerschaftsurkunde zur Begründung einer Partnerschaft zwischen den beiden Städten.

Wie die Verbindungen zwischen den Partnerstädten entwickelt werden können, ist Thema eines gemeinsamen Arbeitsfrühstücks am Sonnabend im Rathausanbau. Die Arbeit erfolgt in Form eines World Cafés mit Themeninseln zum Beispiel zu Sport, Kunst und Kultur, Wirtschaft, Senioren sowie Schule und Jugend.

Von Helge Treichel

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