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Hohen Neuendorf Junge Bienenfreunde
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00:40 20.05.2018
Imkermeister Uwe Gerber erklärt den Waldschülern die vollautomatische Schleuderanlage. Quelle: Andrea Kathert
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Hohen Neuendorf

Die Bienen AG an der Waldschule ist gerade mal fünf Wochen alt. Und schon durften die Schüler den ersten Weltbienentag, den die UN ausgerufen hat, miterleben.

Wo wäre das sinnvoller als im Länderinstitut für Bienenkunden, das vor der Haustür liegt. Zehn Mädchen und Jungen machten sich gestern Vormittag mit Fides Sochaczewsky, der zweiten stellvertretenden Schulleiterin, auf den Weg. Es hatten sich noch andere Schülergruppen angemeldet, darunter Grundschüler aus der Niederheide.

Mehr Verständnis für die Bienen

Vier Stationen hatten die Mitarbeiter des Institutes vorbereitet, um das Interesse der Kinder an den Bienen zu wecken. Bei den Waldschülern war das gar nicht nötig. Die sind schon kleine Insider.

Wie allerdings der Honig produziert wird, hatten sie noch nicht gesehen. Besonders die Jungen klebten an den Lippen von Imkermeister Uwe Gerber. Sie wollten zur Technik alles genau wissen.

„Diese Anlage werden wir jetzt das erste Mal testen“, sagte Gerber und erklärte die vollautomatische Schleuderstrecke. Mit ihr können 17 Waben gleichzeitig bearbeitet werden. Die Schüler schauten sich die gesamte Produktionsstrecke für den Honig an, von der Schleuse über den Schleuderraum, weiter zur Abfüllung und ins Lager.

Zum ersten Weltbienentag waren Schüler der Waldschule im Hohen Neuendorfer Bieneninstitut.

Sicherlich neu für die Kinder: Die Bienen bekommen zusätzliches Futter. Das ist eine spezielle Zuckerlösung. „Schließlich nehmen wir ihnen ja den Honig weg“, sagte Jens Radtke, der für die Aus- und Weiterbildung im Institut zuständig ist. Deshalb stehen oben auf den Bienenkästen Eimer mit Stroh, in die das Futter gefüllt wird.

An der Station von Marcello Ohmen erfuhren die Kinder, woran man die Krim-Linde, die Sommer-Linde, die Silber-Linde, die Winter-Linde und die Holländische Linde unterscheiden kann.

Linden produzieren viel Zucker

„Die Linde honigt besonders stark.“ Ein ausgewachsener Baum kann 700 bis 1000 Gramm Zucker pro Tag produzieren. Weil die Bienen auf Trachtpflanzen angewiesen sind, die ihnen Pollen, Nektar und Honigtau bieten, bekamen die Schüler eine Samenmischung geschenkt. Die werden sie wohl im Schulgarten aussäen.

Von Andrea Kathert

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