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Hohen Neuendorf Bäume, Bratwurst und gute Manieren
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Bäume, Bratwurst und gute Manieren
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09:36 30.06.2018
Die amerikanischen Gäste mit ihren deutschen Gastgebern. Am Sonntag endet die Begegnung. Quelle: Enrico Kugler
Hohen Neuendorf

In Deutschland gibt es erstaunlich viel Gras, riesige Bäume – und die Leute haben gute Manieren. Das sind nur einige der Impressionen, welche zehn Jugendliche aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien bei ihrem zweiwöchigen Aufenthalt in Deutschland gewonnen haben. Die Amerikaner sind bei Altersgenossen aus der zehnten Jahrgangsstufe des Marie-Curie-Gymnasiums in Hohen Neuendorf zu Gast.

Zu Weihnachten aufeinander zugegangen

Initiiert hat das Treffen Deutsch- und Englisch-Lehrerin Jana Gerschner. Nachdem die Kontakte zu den Partnern der Carmel High School vier Jahre lang eingeschlafen waren, hatte sie sich im Internet nach Alternativen umgeschaut – zeitgleich mit Deutsch-Lehrer Jano Seeler in San Diego. „Unsere Mails kreuzten sich“, sagt Jana Gerschner. Sie habe das als gutes Zeichen angesehen. Und ihm habe der sehr persönliche Brief der Kollegin gefallen, beschreibt Jano Seeler seine Wahl während der Weihnachtsferien 2017. Der 34-Jährige stammt eigentlich aus Heidelberg, war auch bereits in Bernau Lehrer und ist seit erst zwei Jahren in den USA tätig. Als „Bundesprogrammlehrkraft“ war er nach San Diego entsandt worden. Beide Lehrer haben sich vorgenommen, einen kontinuierlichen Austausch zu organisieren, möglichst mit Schülern der neunten und zehnten Jahrgangsstufe: „Das ist das idealste Alter“. Und sie hoffen, dass daraus längerfristige Freundschaften erwachsen. Unterstützt werden sie dabei über das German American Partnership Program (GAPP), dem größten Schüleraustauschprogramm zwischen den USA und Deutschland.

Erster Austausch führte nach Gießen

Die Mehrheit der Gäste ist nicht zum ersten Mal in Europa und Deutschland. Sieben von ihnen haben bereits in der siebenten Klasse an einem Austausch nach Gießen (Hessen) teilgenommen. Und alle haben Deutschunterricht – bis auf Esther Curtis. Die 16-Jährige hat deutsche Eltern und bleibt noch bis August in Deutschland, um in Hamburg und Walheim Verwandte zu besuchen und so die Sprachkenntnisse zu verbessern. An Deutschland fällt ihr besonders das satte Grün und die Sauberkeit auf. Und alles sei zu Fuß zu erreichen, anders als in der kalifornischen Heimat. Ihre Gastgeberin ist Maria Küntscher. „Wir verstehen uns sehr gut“, sagt die 14-Jährige, die sich schon sehr auf den Gegenbesuch im Oktober freut.

„Wir haben jeden Tag etwas unternommen und viel gesehen“, sagt Natascha Keepper (15). Eines ihrer Highlights: ein Besuch der Oper Carmen zusammen mit ihrer Gastgeberin Miriam Ernst (14). Ihre touristischen Stationen: Mauergedenkstätte, Dresdner Zwinger, Spreewaldtour, Schlosspark Oranienburg.

Schüleraustausch Marie-Curie-Gymnasium Hohen Neuendorf. Quelle: Helge Treichel

Gleich zwei Gastgeber hat Evander Edwards (14) – die Zwillinge Robin und Raven Rossmann (15). Sie haben sich bereits vor dem Besuch bekannt gemacht – über Whatsapp und gemeinsamen Online-Computer-Spielen. Sie waren auf dem Fernsehturm, am ehemaligen Chepoint Charly und an der Siegessäule. Beim Oranienburger Drachenbootrennen sind Melina Wolter (15) aus Mühlenbeck und Cloe Gallans (16) gemeinsam mitgepaddelt. Auch ein Erlebnis: S-Bahn-Schienenersatzverkehr. Beim Musik- und Filmgeschmack sowie beim Essen liegen Zoe Schomacker (16) und ihre Gastschülerin Samantha Guzman (14) auf einer Wellenlänge. Ein besonderer kulinarischer Höhepunkt für den Teenie aus San Diego: „Bratwurst“.

Von Helge Treichel

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