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Hohen Neuendorf Annemaries Farbzwerg ist der Publikumshit
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Annemaries Farbzwerg ist der Publikumshit
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00:22 13.09.2018
Oma Astrid mit Jotta (2, l.) und Kuno (4, M.) schauten Michael Wernicke genau auf die Finger. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Die vier Preisrichter kamen Sonnabendvormittag auf dem Schulhof in der Hohen Neuendorfer Rosa-Luxemburg-Straße mächtig ins Schwitzen. Und das nicht nur ob des strahlenden Sonnenscheins. Vielmehr galt es, 290 Kaninchen zu begutachten, die für die alljährliche Schau des Rassekaninchenzuchtvereins D170 Hohen Neuendorf von ihren Besitzern angemeldet worden waren. Während die Gutachter die Langohren zwar im Akkord, aber dennoch mit aller gebotenen Akribie begutachteten, jubelte Vereinspräsident Michael Schulz. „290 Tiere – das ist für uns ein neuer Rekord.“ Die erst im Vorjahr aufgestellte Bestmarke von 270 Teilnehmern wurde damit deutlich übertrumpft.

290 Tiere waren bei der 28. Rassekaninchenausstellung in Hohen Neuendorf am 8. September gemeldet worden. Quelle: Nadine Bieneck

Nicht nur um Zahlen, sondern auch um reines Fellkleid, korrekte Zahnstellung, die richtige Augenfarbe und vieles mehr ging es bei dieser 28. Rassekaninchenschau. Preisrichter Michael Wernicke nahm sich viel Zeit, auch den Besuchern die Feinheiten zu erklären, auf die es bei der Kaninchenzucht ankommt. „Diese feinen weißen Häarchen hier entsprechen nicht dem geforderten Farbbild dieser Rasse“, wies er auf eine kaum sichtbare Stelle am Ohr eines blauen Lohkaninchens hin. „Die Färbung geht jedoch nicht bis zur Haarwurzel“, erkannte er fachmännisch. Daher sei der Makel in diesem Fall auch kein sofortiges Ausschlusskriterium von der Begutachtung. Einen Minuspunkt gab es trotzdem.

Mit einer Rekordzahl von 290 Tieren führte der Rassekaninchenzuchtverein D170 Hohen Neuendorf am 8. September 2018 seine 28. Jahresausstellung der Langohren durch.

Die wiederum interessierten Jotta (2) und Kuno (4) in keinster Weise. Gemeinsam mit Oma Astrid schauen die kleinen Hohen Neuendorfer bei der Ausstellung vorbei und nutzten die Gelegenheit, mit den Vierbeinern zu flauschen. „Wir sind sehr interessierte Hasenfreunde“, erklärte Oma Astrid lachend: „Für die Kinder ist es eine schöne Möglichkeit, mit den Tieren in Berührung zu kommen. Wo ist das sonst schon möglich.“

Vereinsvorsitzender Michael Schulz. Quelle: Nadine Bieneck

Sehr viel genauer und auch mit dem Ehrgeiz der Züchter verfolgten die Hasenbesitzer das Geschehen. “Seine gesteckten Zuchtziele zu erreichen, ist jedes Jahr eine neue Herausforderung“, erklärte Michael Schulz den Reiz, den dieses Hobby für ihn ausübe. „Auch wenn das manchmal heißt, mehrere Jahre zu warten, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt.“

Großvater und Vater brachten den 29-Jährigen vor acht Jahren zur Kaninchenzucht. Seit drei Jahren führt der Hohen Neuendorfer den Zuchtverein als Vorsitzender an, wohlwissend, wie wichtig die Nachwuchsarbeit auch in den eigenen Reihen ist. 17 aktive Mitglieder gibt es bei einem Altersdurchschnitt von 42 Jahren. „Darauf sind wir richtig stolz, denn damit liegen wir weit unter dem allgemeinen Schnitt“, so Schulz. Völlig entgegen dem Trend gehören gar drei Jugendliche zum Stamm. Für die Zukunft ist man also gut aufgestellt in einer Branche, die früher oder später aufgrund von Überalterung um ihr Fortbestehen bangen könnte.

Gutachter Michael Wernickes strengen Augen entging kein Haar. Gleichzeitig brachte er den Besuchern, wie dem vierjährigen Kuno, auch die Feinheiten der Kaninchenzucht näher. Quelle: Nadine Bieneck

Rund 40 Preise wurden am Sonntag schließlich an die Sieger ihrer Klassen übergeben. Auch die rund 400 Besucher der Ausstellung griffen ins Geschehen ein und wählten ihren Publikumsliebling: Einen Farbenzwerg von Jungzüchterin Annemarie Jahn. Die gerade einmal Sechsjährige war mit ihrem Langohr in der „Offenen Klasse“ gestartet.

Von Nadine Bieneck

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