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Hohen Neuendorf Schnelles Internet lahmt in der Stadt
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Schnelles Internet lahmt in der Stadt
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13:08 16.11.2018
Henry Lange von der Deutschen Telekom demonstriert die unterschiedliche Dicke von herkömmlichen Kupfer- und modernen Glasfaserleitungen. Quelle: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

Die Ansprüche an ein schnelles Internet wachsen durch Streamingdienste und Home-Office. In manchen Orten kommt der Ausbau allerdings schneller voran als in anderen. Beispiel: Birkenwerder. Hier können seit diesem Jahr Anschlüsse mit bis zu 100  Megabit pro Sekunde gebucht werden. Im benachbarten Hohen Neuendorf ist maximal die Hälfte möglich.

Daniel Niedergesäß aus der Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf kann davon ein Lied singen. Der IT-Spezialist arbeitet viel von zu Hause aus, berichtet er am MAZ-Sorgentelefon. Als Systemadministrator, Programmierer und Entwickler betreut er unter anderem Serverfarmen. Doch für viele Aufgaben reiche die angebotene Bandbreite einfach nicht aus. „20 Mbit/s kommen bei uns an“, sagt er. Dabei hatte er sich extra vor dem Kauf des Hauses im Jahr 2015 informiert, ob und wann mit dem weiteren Breitbandausbau in seinem Viertel zu rechnen sei. Die Online-Auskunft der Telekom zur Verfügbarkeit von DSL-Anschlüssen vertröste ihn immer auf den nächsten Monat – und das seit drei Jahren. Aber auch im örtlichen Telekom-Laden habe man ihm keine bessere Auskunft geben können. Der Hohen Neuendorfer ist entsprechend verärgert. „Hohen Neuendorf wird abgehängt“, sagt er.

Begrenzungen für Fördergebiete aufgehoben

Hintergrund für die geringere Bandbreite in Hohen Neuendorf: Die Telekom durfte viele Jahre in Fördergebieten nur bis zu 50 MBit/s (Megabit pro Sekunde) anbieten. Und der Ausbau mit dieser Geschwindigkeit sei in Hohen Neuendorf auch abgeschlossen, versichert Telekom-Pressesprecher Georg von Wagner auf MAZ-Anfrage. Die Begrenzung sei aber nunmehr Geschichte. Die Telekom verdoppele deshalb in diesen Gebieten das Tempo auf bis zu 100 MBit/s. Deshalb würden die einzelnen Kabelverzweiger (graue Kästen) mit neuen Bauteilen auf 100 MBit/s und 250 Mbit/s aufgerüstet, sagt der Telekom-Sprecher. Beim Upload vervierfache sich die Geschwindigkeit auf bis zu 40 MBit/s.

Keine konkreten Zeitangaben

Einen konkreten Zeitplan für Hohen Neuendorf konnte Georg von Wagner indes zunächst nicht nennen. Henry Lange, der den Infrastrukturvertrieb der Region Ost betreut, hatte konkretere Angaben: „Ab Mitte November 2018 nehmen wir in Hohen Neuendorf Vectoring in Betrieb.“ An der Adresse von Daniel Niedergesäß sollten dann 70 Mbit/s verfügbar sein, kündigt Lange an.

Die Kommunen kostet das Plus an Geschwindigkeit keinen Cent. Bauarbeiten sind nicht erforderlich. Ein Kartentausch in den Verteilerkästen am Straßenrand sorge für das Mehr an Tempo. Die Kosten für die Umrüstung trage komplett die Telekom.

Telekom-Sprecher empfiehlt Geschäftsanschlüsse

Das DSL-Netz sei auf eine private Nutzung ausgelegt, erläutert der Telekom-Sprecher. Für gewerbliche Nutzungen, die auch ein schnelles Hochladen erfordern, empfiehlt er Geschäftsanschlüsse mit einem „symmetrischen Upload“. Das bedeutet, dass größere Dateien genauso schnell gesendet wie empfangen werden können.

Für das komplette Angebot gelte: Interessierte könnten unter www.telekom.de/brandenburg eine Verfügbarkeitsrecherche durchführen.

Von Helge Treichel

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