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Hohen Neuendorf Typisierungsaktion am Marie-Curie-Gymnasium
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Typisierungsaktion am Marie-Curie-Gymnasium
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12:05 13.03.2019
In Hohen Neuendorf fand bereits die Typisierungsaktion für Nick statt. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Alle 15 Minuten erhält in Deutschland jemand die Diagnose Blutkrebs. Vor allem Kinder und Jugendliche sind von der Erkrankung, die das Blut und blutbildende System befällt, betroffen. Was vor einigen Jahren praktisch ein Todesurteil war, kann heutzutage mit sehr hohen Chancen auf Heilung behandelt werden.

Zweimal den Blutkrebs besiegt

Der Schüler Karl Kapahnke vom Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf hat den Blutkrebs schon zwei Mal besiegt, das erste Mal mit sechs Jahren und das zweite Mal mit 16 Jahren. Nach vielen Monaten Behandlung im Krankenhaus macht der 18-Jährige dieses Jahr, wieder komplett gesund, sein Abitur. Überleben konnte Karl nur aufgrund einer Stammzelltransplantation. Er bekam die gesunden Stammzellen eines anderen Menschen, heutzutage eine vielversprechende Therapie.

Unterstützung für die DKMS

„Der Blutkrebs hat mich stärker gemacht und zu dem Menschen, der ich heute bin“, sagt Karl Kapahnke. Daher ist es ihm ein großes Anliegen, die Arbeit der DKMS zu unterstützen. So initiierte er mit dem damaligen Schülersprecher des Marie-Curie-Gymnasiums Marc Nitzsche kurz nach seiner Transplantation die erste DKMS-Registrierungsaktion an der Schule.

Leben retten

Mit jeder Registrierung kann potentiell ein Leben gerettet werden. Jedoch haben viele der Erkrankten meist nur einen einzigen passenden Spender, denn der- oder diejenige muss praktisch ein „genetischer Zwilling“ sein, damit der Körper die gespendeten Stammzellen verträgt. Da ein Mensch nicht alle seine Stammzellen benötigt und problemlos einige spenden kann, und selbst die Entnahme keinerlei Risiko für den Spender darstellt und ist es neben Blutspenden die wohl einfachste Form, jemandem das Leben zu retten.

Suche nach dem genetischen Zwilling

Voraussetzung dafür, dass jeder Erkrankte eine Chance hat, seinen „genetischen Zwilling“ zu finden, ist jedoch, dass viele Menschen im zentralen Knochenmarkspender-Register eingetragen sind. Die Registrierung dauert nur wenige Minuten und gibt, wie es auch bei Karl der Fall war, sehr kranken Menschen wieder eine Chance auf Leben.

Registrierungsaktion am 26. März

Für die Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums ist eine solche Registrierung über die Organisation DKMS am Dienstag, 26. März zwischen 11.40 und 13.10 Uhr in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums möglich. Karl Kapahnke, mittlerweile Abiturient und Schülersprecher am Marie-Curie-Gymnasium, organisiert zusammen mit der Schülervertretung einen Informationsvortrag mit einem Stammzellspender und einem Stammzellempfänger.

Informationen für Schüler

Während dieses Vortrags werden die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klassen über das Thema Blutkrebs und Stammzellspende aufklärt. Im Anschluss ist dann die Registrierung möglich, bei welcher mithilfe eines Wattestäbchens die nötigen Informationen für eine Typisierung aus den Mundschleimhautzellen entnommen werden. Ab einem Alter von 17 Jahren ist die Typisierung möglich. Jeder Registrierte könnte zum Lebensretter werden, weshalb es der Schülervertretung zusammen mit der DKMS ein Anliegen ist, möglichst viele der jungen Menschen anzusprechen und für die Typisierung zu begeistern.

Von MAZonline

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