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Oberhavel Hohen Neuendorferin spielt in TV-Serie
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorferin spielt in TV-Serie
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00:26 11.01.2015
Helena Reetz mit ihrem Schauspielkollegen Lars Dickel am Set. Beide verkörpern das jeweils jüngere Ich von Sonja und Thoma. Quelle: RTL
Hohen Neuendorf

Bis zum vergangenen Sommer drückte sie noch im Marie-Curie-Gymnasium die Schulbank. Und sie war bestenfalls als Schulsprecherin oder Vorstandsmitglied bei den Jusos Oberhavel bekannt: Helena Reetz. Jetzt übernahm die 19-Jährige in der RTL-Serie „Alles was zählt“ („AWZ“) ihre erste Hauptrolle.

In den filmischen Rückblenden spielt sie die junge Sonja Brück, deren Familie in die TV-Serie neu eingeführt wird. Die Kunstturnerin verliebt sich in den 1990er-Jahren in ihren späteren Mann. In der Gegenwart steht die Filmfigur, dort gespielt von Barbara Sotelsek, vor den Scherben ihres Lebens und ihrer Liebe. Schon einmal hatte Helena Reetz das jüngere Ich einer Filmfigur verkörpert – für Veronica Ferres als Bundeskanzlerin in „Die Staatsaffäre“.

Erste Drehwoche absolviert

Ihre erste Drehwoche hatte Helena alias Sonja bereits Ende November in Köln absolviert. „Das war ein Kraftakt“, sagt sie. Ein Foto davon zeigt sie im Sportdress. „Ich habe immer sehr viel Sport gemacht, aber Turnen und Tanzen sind für mich neu.“ Unter Sport stehen „Reiten und Bogenschießen“ in ihrer Vita. Die Dreharbeiten hätten riesigen Spaß gemacht. In der kommenden Woche steht sie erneut vor der Kamera.

Helena Reetz und Schauspielkollegen Lars Dickel sind ab Ende Januar auf dem TV-Sender RTL zu sehen. Quelle: RTL

Schon im Kindergartenalter habe es einen großen Reiz für sie besessen, sich zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen, sagt Helena Reetz. „Ich finde es gut, einfach mal jemand anderes zu sein und das Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.“ Ihr allererster Bühnencharakter: Der siebte Zwerg bei einer Schneewittchen-Aufführung. „Ich will das wirklich schon machen, seit ich ganz klein war.“

Die Entscheidung, diesen Berufswunsch ernsthaft durchzuziehen, sei während eines Schüleraustauschjahres 2010/11 in den USA gereift. An der Wilson High School in Portland hatte sie Unterricht bei einem Lehrer für Theater and performing Arts. Ihre beiden Geschwister und ihre Mutter, die SPD-Landtagsabgeordnete Inka Gossmann-Reetz, hätten sie stets unterstützt und bestärkt. „Wenn du das machen willst, kämpfe dafür!“, hatte die Mutter ihr geraten.

Fundierte Ausbildung soll folgen

Und Helena legt sich richtig ins Zeug. Nach einigen Werbeauftritten nimmt sie in Berlin Schauspielunterricht bei Johannes Hitzblech. „Ein toller Coach“, sagt Helena. Nebenbei bereitet sie sich auf die Aufnahmeprüfungen für eine fundierte Ausbildung vor. „Ich möchte Schauspiel studieren“, so ihr Ziel. Nebenbei ist sie bei der Agentur Bahl for Actors gelistet. Und dort ging auch die Anfrage von RTL ein. Ob sie denn Interesse an einem Casting hätte. Das war Mitte November. Eine Woche später bekam sie einen Anruf, dass die Dreharbeiten bereits zwei Tage später beginnen.

Die 19-Jährige will Schauspiel studieren. Quelle: RTL

Die Fahrt nach Köln war zugleich eine Zeitreise in die 1990er-Jahre. „So wirklich Erinnerungen an diese Zeit habe ich nicht“, sagt die junge Frau, Jahrgang 1995. „Damals habe ich gerade Laufen gelernt.“ Um so mehr ist Helena Reetz von Frisuren und Klamotten begeistert: „Das Styling finde ich unglaublich cool.“ Privat tragen würde sie die Sachen aber nicht. „Ich hatte neulich eine Fellweste an!“ Höhepunkt sind für sie jedoch die hochtoupierten Frisuren. „Meine Haare werden wirklich zu Höchstleistungen getrieben.“ Fotos vom Set erinnern  Familienmitglieder indes sehr stark an die Mama. „Meine Fotos könnte man als ihre Jugendbildnisse verkaufen“, sagt Helena.

Angestrebte Schauspielkarriere im Blick

Den Oberhavelkreis behält sie trotz der angestrebten Schauspielkarriere im Blick. Für die Jusos stehe demnächst der Landratswahlkampf an, der auf viele Schultern verteilt werde. „Weiter politisch aktiv zu sein, ist mir ganz wichtig“, sagt die junge Sozialdemokratin. Besonders junge Menschen habe sie dabei im Blick. „Wenn man nicht mitmacht, darf man auch nicht meckern“, so ihre persönliche Maxime.

Alles was zählt

„Alles was zählt“ ist nach „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Unter uns“ die dritte Seifenoper von RTL.
Die TV-Serie wird seit dem 4. September 2006 werktäglich ausgestrahlt und von der UFA Serial Drama produziert.
Ab 29. Januar 2015 (Folge 2106) wird vieles anders bei AWZ. Die RTL-Serie erfindet sich neu, ohne jedoch ihre Wurzeln aufzugeben: Die Steinkamps.
Debüt in drei Wochen: „Ich bin das erste Mal am 30. Januar zu sehen“, sagt Helena Reetz.

Die von ihr gespielte junge Sonja hält sie für „etwas naiv und verträumt“. Die Rolle weiche stark von dem ab, was sie für sich selbst akzeptieren könne. Deshalb befasse sie sich intensiv mit diesem Charakter, auch mit der älteren Sonja, mit deren Eigenarten und Bewegungen. „Ich lese mir die Rolle ebenfalls durch“, sagt Helena Reetz. Beim genaueren Hinsehen könne sie bestimmte Entscheidungen und Verhaltensweisen auch nachvollziehen. Doch dann genießt sie es, die Rolle wieder ablegen zu können und in die eigene Lebenswelt einzutauchen. Ohne Toupierbürste und Fellweste.

Von Helge Treichel

 

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