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Hohen Neuendorfs Bürgermeister zieht erste Bilanz

Steffen Apelt ist seit März im Amt Hohen Neuendorfs Bürgermeister zieht erste Bilanz

Immer wieder nähme er sich das Wahlprogramm in die Hand, um nicht zu vergessen, was er seinen Wählern im Herbst versprochen hat. Seit März ist Steffen Apelt (CDU) als Bürgermeister von Hohen Neuendorf im Amt. Zeit, um jetzt einen ersten Rückblick zu wagen, und einen Ausblick auf Ziele und Ideen zu geben.

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Apelt möchte für die Stadt touristische Leuchttürme schaffen.

Quelle: Foto: Gawande

Hohen Neuendorf. Als Unternehmer sei er viel Arbeit gewohnt und brauche diesen positiven Stress zum Leben, trotzdem habe ihn die Komplexität des Bürgermeisterberufes erstaunt, berichtete Steffen Apelt (CDU) ehrlich am Donnerstag in einem Pressengespräch. Seit März ist Apelt als Bürgermeister von Hohen Neuendorf im Amt. Zeit für ihn, eine erste Bilanz zu ziehen, und Ausblick auf Ziele und Ideen für seine Amtszeit zu geben.

„Die letzten Wochen waren eine spannende, aufregende und arbeitsreiche Zeit“, so Apelt. „Ich bin ergriffen von der Freundlichkeit, mit der ich hier im Rathaus aufgenommen wurde. Darauf lässt sich aufbauen.“ Er verriet, dass er das so nicht erwartet habe. Die Verwaltung könne als Team gemeinsam für die Stadt antreten. Derzeit arbeite er sich in die verschiedenen Fachgebiete ein. Lerne Verwaltungsabläufe kennen. Er habe jedoch erkennen müssen, dass nicht alles so direkt gehe, wie in der Wirtschaft. „ich möchte aber trotzdem zielorientiert arbeiten.“

Oberste Priorität habe dabei für ihn eine bürgerfreundlichere Verwaltung. Andere Öffnungszeiten. In der kommenden SVV soll daher ein erstes Pilotprojekt beschlossen werden: Einmal in der Woche soll zukünftig das Rathaus bis 20 Uhr geöffnet haben. Jedoch könne man nur mit den Kapazitäten arbeiten, die vorhanden sind, so Apelt. Eine weiterer Plan ist die Verbesserung des Beschwerdemanagements. Geplant sei eine zentrale Rufnummer, verbunden mit der Garantie, die Bürger innerhalb einer vorgegebenen Frist zurückzurufen. „So ein Rückruf würde viel Unmut nehmen“, ist sich Apelt sicher. Doch die Umsetzung solcher simpel klingender Vorhaben sei oft komplexer als gedacht. Pressesprecherin Ariane Fäscher dazu: „Vieles geht tief in die Wurzel der Verwaltung.“ Rom sei ja auch nicht an einem Tag erbaut worden, stimmt ihr Apelt zu. Er würde ungern den „dritten Schritt vor dem ersten machen.“ Deshalb werden „nun die Pflöcke für das spätere Haus eingeschlagen“, so Fäscher. Die Grundlagen für mehr Bürgerfreundlichkeit geschaffen.

Doch konnte schon einiges auf den Weg gebracht werden: Ein Beigeordneter wird gesucht, ein Wochenmarkt für die Stadt ist in konkreter Vorbereitung und die Bestellung des Drehleiterfahrzeuges für die Feuerwehr liegt in den Endzügen. „Leider konnten wir uns nicht mehr der Sammelbestellung anschließen.“ Wegen des Rathausneubaus arbeite man zudem an einer Neukonzeption des traditionellen Herbstfestes. Es soll sportlicher und musikalischer werden. Vereine noch stärker involviert werden. „Mein Wunsch ist, dass sich die Berufspendler mehr mit ihrer Heimatstadt identifizieren“, erklärt Apelt, der seit 1983 in der Stadt lebt. „Hohen Neuendorf hat Charme.“ Einen Charme, den der Bürgermeister nun auch mit dem Elektroauto erkundet.

Ein konkretes Ziel sei auch, touristische Leuchttürme zu schaffen, den Sport zu fördern. Und eine Bademöglichkeit an der Havel.

Von Ulrike Gawande

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