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Hohes Flugaufkommen in Liebenwalde

Modellflugshow in Liebenwalde Hohes Flugaufkommen in Liebenwalde

Über 20 Modellbauflieger kamen am Sonntag in die Liebenwalder Weinberghalle, um auf der alljährlichen Flugshow des MFC Neuholland ihr Können unter Beweis zu stellen. Flugzeuge, Hubschrauber und teilweise skurril anmutende Flugobjekte sorgten bei den Zuschauern für viel Freude.

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Jan Goder mit einem 20 Jahre alten Modell der „Bleriot“.

Quelle: Danilo Hafer

Liebenwalde. Jedes seiner 25 Flugzeugmodelle kann Jan Goder mit einer einzigen Fernsteuerung fliegen. Dazu wählt er einfach das entsprechende Modell im Menü seiner Steuerung aus und schon kann es losgehen. Mit seinem fast 20 Jahre alten Flugzeugmodell, mit dem Namen „Bleriot“, war er auf der Flugmodellshow des MFC Neuholland am Sonnatag ein Hingucker. Die Flugshow fand in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal in der Liebenwalder Weinberghalle statt und zog bei freiem Eintritt wieder viele interessierte Zuschauer an.

Bei dem Modell von Jan Goder handelt es sich um den Nachbau eines ganz besonderen Flugzeugs. „Die Bleriot war das erste Flugzeug, das den Ärmelkanal überquerte“, erklärt Jan Goder. Und es sei das erste Leichtbaumodell der Firma Ikarus gewesen, das man als Bausatz im Handel kaufen konnte, so der Modellpilot vom Modellflugverein aus Birkholz. Die meiste Zeit hänge die „Bleriot“ jedoch bei ihm zu Hause an der Decke. Meist fliege er dieses außergewöhnliche Modell nur einmal im Jahr, zu besonderen Anlässen. Das liege vor allem an den spezifischen Flugeigenschaften. „Es muss wirklich windstill sein, denn bei Wind ist das Modell nicht steuerbar“, sagt der erfahrene Modellpilot, der bereits als Jugendlicher mit dem Modellfliegen angefangen hat. Je größer ein Modell desto leichter sei es zu fliegen. Allerdings steige mit der Größe der Modelle auch deren Preis. „Ich kenne Modellflieger in Bayern, die bis zu 100 000 Euro für ein Modell ausgeben“, so Jan Goder. Diese Modelle hätten dann allerdings auch einen Turbinenantrieb und sind nur im Freien zu Fliegen. Auf der Flugshow in Liebenwalde beschränkte man sich eher auf die kleinen und handlichen Modelle. Und diese haben nicht einfach nur ihre Runden in der Halle gedreht. Die Mitglieder des MFC Neuholland ließen sich einiges Einfallen um die Zuschauer zu begeistern. So flogen dann teilweise bis zu sechs Modelle gleichzeitig durch die Luft, sodass sich der oder andere Zusammenstoß nicht verhindern ließ. Ganz zur Freude der Besucher. Bei einer weiteren Aufgabe mussten die Modellpiloten mit ihren Fliegern einen Luftballon zum Platzen bringen, indem sie ihn mit der Tragfläche oder einem anderen Flugzeugteil berührten.

Über 20 Modellpiloten waren gekommen, um den Zuschauern ihr fliegerisches Können zu zeigen. Unter ihnen auch einige Mitglieder aus befreundeten Modellbauvereinen. So wie Rolf Heiden. Der 19-jährige ist extra aus Anklam nach Liebenwalde gekommen, um seine Modelle zu präsentieren. „Ich habe mich ja vor allem auf skurrile Modelle spezialisiert“, sagt er. Bei ihm fliegt fast alles. Egal ob LKW, Menschenfigur oder Teppiche mit lustigen Figuren. Auf die Idee mit dem fliegenden Teppich sei er durch einen Vereinskollegen gekommen. „Der hatte auch so einen fliegenden Teppich gebaut und ich dachte mir, das muss ich nachbauen“. Inzwischen hat er bereits 15 verschiedene Modelle gebaut, die bei ihm zu Hause ein extra Zimmer bekommen haben. „Am meisten Spaß macht es mir, zu versuchen, einfach alles in die Luft zu kriegen“.

Von Danilo Hafer

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