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Hokkaido-Kürbis ist der Favorit

Kremmen Hokkaido-Kürbis ist der Favorit

Nachdem sich am Sonnabend der Regen verzogen hatte, strömten die Besucher zum Kürbisfest ins Scheunenviertel. Neben unzähligen Kürbissorten, einem bunten Bühnenprogramm und einem reichhaltigen kulinarischen Angebot gab es die beliebten Rutschpartien mit den Treckerkerls und ein Zelt voller Bastelspaß.

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Uta Ließmann (links) aus Kremmen mit der Familie ihres Bruders, die zum Kürbisfest aus Dessau zu Besuch gekommen war.

Quelle: Gawande

Kremmen. Gemeinsam mit ihrer dreijährigen Tochter Lucy schnitzt Nadine Zimmermann aus Kremmen ein gruseliges Gesicht in einen großen, orangeroten Kürbis. Auge um Auge, Zahn um Zahn arbeitet sich das Messer in das saftige Fleisch des Kürbisses. Es ist Kürbisfest in Kremmen.

Kürbisschnitzen erfordert vollste Konzentration

Kürbisschnitzen erfordert vollste Konzentration.

Quelle: Ulrike Gawande

Am Wochenende strömten, nachdem der Regen am Samstagnachmittag nachgelassen hatte, hunderte Besucher in das historische Kremmener Scheunenviertel. Das Fest mit Trödel, Rummel, Treckerfahrten, Kulturprogramm und Kürbissen hat sich in der Region herumgesprochen. „Wir sind oft im Scheunenviertel. Da beim Kürbisfest viel für Kinder geboten wird, ist es eine ideale Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen“, erzählt Nadine Zimmermann und schaut, ob auch Tochter Leoni (7), ihren Kürbis in eine gruselige Dekoration verwandelt. „Das Schwierigste ist das Ausstechen.“ Auf den Mittagstisch kommt das gesunde Gemüse bei Familie Zimmermann eher nicht. „Ich würde gerne Kürbis essen, aber meine Familie ist davon nicht zu begeistern“, schmunzelt die junge Mutter aus Kremmen.

Ausfahrten mit den Trecker-Kerls

Ausfahrten mit den Trecker-Kerls.

Quelle: Ulrike Gawande

Am großen Kürbisstand des Spargelhofes sieht das anders aus. Die Auswahl an verschiedensten Kürbissorten ist riesig: Begonnen beim Patisson, einem Speiskürbis mit dezentem Kürbisaroma, über den Mandarin Orange aus China, der sich besonders gut zum Füllen eignet, bis hin zum Spaghettikürbis, der seinen Namen seinen spaghettiähnlichen Fruchtfleischfasern verdankt. Reichen die Infotafeln an den Kürbiskisten nicht aus, stehen die Damen des Spargelhofes mit Rat und Tat zur Seite. Es werden wahre Fachgespräche geführt und Rezepte ausgetauscht. „Wir haben uns beraten lassen, welcher Kürbis für unsere Kürbissuppe mit Möhren, Kokosmilch, Ingwer und Curry besonders gut geeignet ist“, berichtet Manuela Fleischer aus Germendorf, die extra für den Kürbiskauf ins Scheunenviertel gekommen ist.

Kürbisse soweit das Auge reichte

Kürbisse soweit das Auge reichte.

Quelle: Ulrike Gawande

„Wir sind zum ersten Mal hier, und positiv erstaunt über den Rummel. Hier ist ordentlich was los.“ Letztlich entscheidet sich die Germendorferin für den bekannten Hokkaido-Kürbis, weil er am einfachsten zu verarbeiten sei. „Der Hokkaido ist der Hausfrauen-Favorit, weil er eben mit Schale verarbeitet werden kann“, bestätigt Michaela Gürtel aus Falkensee, die mit Freunden aus Bergfelde nach Kremmen gekommen ist. Sie selber will für das Sonntagsmahl den Patisson-Kürbis testen. Mit Schafskäse, Hackfleisch und Gewürzen kommt er in den Ofen. „Das geht einfach und schnell. Kürbisse haben einen tollen Geschmack und sehen so wunderschön dekorativ aus.“ Das findet auch Uta Ließmann aus Kremmen, die in großer Verwandtschaftsrunde unterwegs ist. „Die Vielfalt der Kürbisse hier ist toll, vor allem weil wir keine im Garten haben.“ Derweil suchen sich die Zwillinge Sophie und Niklas, beide zehn Jahre alt, aus Dessau schon die passende Kürbis-Halloween-Dekoration aus.

Feststimmung im Scheunenviertel

Feststimmung im Scheunenviertel

Quelle: Ulrike Gawande

„Das Fest ist gemütlich: Bummeln, in Scheunen Kaffee trinken gehen, gemeinsam Zeit verbringen“, lobt Michaela Gürtel die gelungene Kürbisfest-Atmosphäre in Kremmen. Nur die Sonne hätte sie sich ein wenig früher gewünscht.

Von Ulrike Gawande

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