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Hornissen bei Familie Hummel

Nest soll nicht entfernt werden Hornissen bei Familie Hummel

Kaum zu glauben, aber wahr: Familie Hummel hat ein Problem – und zwar mit Hornissen. Die haben sich unter ihrem Dachgiebel eingenistet. Das muss entfernt werden, könnte man denken. Doch ein Fachmann rät dazu, es lieber hängen zu lassen. Stattdessen sollten sich die Hummels im "friedlichen Miteinander" mit ihren neuen Nachbarn versuchen.

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Groß Kreutz. Dieser Hilferuf erreichte die Redaktion vor einiger Zeit: „Ich nenne es mal ein ungewöhnliches Kunstwerk der Natur. Unser Name Hummel in allen Ehren – dass aber die Bienen das so wörtlich nehmen und am Dachgiebel so ein Kunstwerk bauen, hab ich in meinem Leben noch nicht gesehen“, schildern Bärbel und Rudolf Hummel aus dem Groß Kreutzer Ortsteil Schenkenberg (Potsdam-Mittelmark) ihre Beobachtung. Seit bald 17 Jahren wohnen sie in dem Haus, Hornissen haben sich bei ihnen noch nie eingenistet. Inzwischen hat sich das vermeintliche Bienen- als Hornissennest entpuppt. „Wir haben im Amt Groß Kreutz angerufen und um Hilfe gebeten. Dann hat man uns einen Imker geschickt“, erzählte Hummel.

Der Imker klärte das Paar auf: Im Frühherbst setze man keine Hornissennester um. Ohnehin falle das Nest von allein ab, wenn es draußen kalt wird. Den Winter überleben nur die begatteten jungen Königinnen. Der Rest des Volkes stirbt spätestens beim ersten Nachtfrost. Gute Nachricht für Familie Hummel: Das alte Nest wird im nächsten Jahr von den Hornissen nicht wieder besiedelt. Als störend empfand Rudolf Hummel das Bauwerk nicht: „Es hängt so hoch, so dass sich die Hornissen von uns nicht bedroht fühlen mussten.“ Das Nest sei „mindestens so groß wie ein Kochtopf“. Als Hummel aufwachte, war ihm doch etwas mulmig zumute: „Am Gazefenster im Schlafzimmer hingen zwei, drei Tiere.“

Eine Wespenart

  • Die Hornisse (lateinisch: Vespa crabro) ist eine Art aus der Familie der sozialen Faltenwespen und die größte in Mitteleuropa.
  • Die Königin erreicht bis zu 35 Millimeter Körpergröße, Arbeiterinnen bringen es auf bis zu 25 Millimeter, Drohnen werden bis zu 28 Millimeter groß. Sie bilden einjährige Staaten.
  • Im Frühjahr gründet die Königin allein ein Nest, indem sie die erste Wabe und den Beginn einer Schutzhülle aus einer papierartigen Masse aus zerkautem Holz fertigt. Dorthinein legt sie befruchtete Eier, aus denen Larven schlüpfen.
  • Der Stich einer Hornisse ist vergleichbar mit den Stichen von Bienen oder anderen Wespen. Insofern ist d as Sprichwort, nachdem angeblich sieben Hornissenstiche ein Pferd und drei Stiche einen Menschen töten, übertrieben. Hornissenstiche können jedoch allergische Reaktionen auslösen.

Grundsätzlich gilt: Wer ein Wespen- oder Hornissennest am Haus hat, sollte zunächst überlegen, ob ein „friedliches Miteinander“ möglich ist, raten Naturschützer. Wenn das Wespennest unmittelbar am Eingang hängt, so dass die Tiere ihre Brut ständig bedroht sehen oder Allergiker um ihre Gesundheit fürchten müssen, sollte man es entfernen lassen.

rn

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