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Hunderte Ostereier im Vorgarten

Schildow Hunderte Ostereier im Vorgarten

Mit nicht weniger als 460 Ostereiern haben die Meißners in Schildow ihre Magnolie im Vorgarten geschmückt. Aber auch im Haus geht es sehr österlich zu.

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Karin und Gerhard Meißner mit ihrem Osterbaum.

Quelle: Helge Treichel

Schildow. Wenn Karin und Gerhard Meißner ihren Osterstrauch schmücken, dann brauchen sie mindestens eine Stunde dafür. Bei ihnen ist es nicht mit ein, zwei Dutzend Eiern abgetan. Das Schildower Ehepaar hat nicht weniger als 460 davon an ihrem Magnolienstrauch im Vorgarten zu hängen. Während er die obere Hälfte von der Leiter aus bestückt, behängt sie die unteren Äste. Seit Mitte März zieht der bunte Osterstrauch nun die Blicke an der Mittelstraße auf sich: „Das ist eine Beschäftigungstherapie für uns.“

Die extreme Eierzahl sei schleichend entstanden, sagt Karin Meißner. „Über die Jahre haben wir immer wieder Eier dazugekauft.“ Inzwischen sei eine große Kiste nötig, um sie auf dem Dachboden zu legern. Vor sieben bis acht Jahren hätten sie damit begonnen, die Magnolie auf diese Weise zu schmücken. Die Pflanze selbst hatten sie vor mehr als 30 Jahren als Winzling im Blumentopf erworben. „Ab und zu beschneide ich den Baum“, sagt Gerhard Meißner und erklärt damit die ebenmäßige runde Form.

Im Fenster des Wintergartens hängen auch noch ein paar  Ostereier

Im Fenster des Wintergartens hängen auch noch ein paar Ostereier.

Quelle: Helge Treichel

Regelmäßig stünden Leute vor der Tür, um das Prachtstück zu fotografieren. Auch bei den Kindern sei die Freude stets groß, sagt Nachbarin Inge Welk. Die MAZ-Leserin hatte sich am Montag in der Redaktion gemeldet, um auf die österliche Sehenswürdigkeit aufmerksam zu machen. Zuvor hatte sie ihre Nachbarn gefragt, ob das in Ordnung geht. Das war der Fall. Ohnehin pflegt man ein gut nachbarschaftliches Verhältnis in der Mittelstraße. „Ich nehme von der halben Straße die Pakete an“, sagt Gerhard Meißner. Das sei nicht nur für die berufstätigen Nachbarn praktisch, sondern auch für die Boten.

Die Meißners wohnen bereits seit 1978 in der Nummer 15, wo sie damals neu bauten. „Das Grundstück ist seit mehr als 100 Jahren im Familienbesitz“, so die 74-jährige Hausherrin. Ihre Großeltern seien vorher hier zu Hause gewesen. Sie selbst wuchs in Schildow auf und war als Fachverkäuferin im Lebensmittelhandel tätig. Einige Jahre arbeitete sie auch in der Quelle-Agentur ihres Ehemannes. Bevor er sich damit selbstständig gemacht hatte, war Gerhard Meißner 42 Jahre lang „auf dem Bau“. Als Betonbauer habe er mitgeholfen, Berlin aufzubauen. Nachbarin Inge Welk kam im Jahr des Mauerbaus nach Schildow, also 1961. „Ein Teil von uns ist hier miteinander alt geworden“, sagt sie.

Den Kranz hat Karin Meißner selbst angefertigt

Den Kranz hat Karin Meißner selbst angefertigt. – in einer Arbeitsgemeinschaft.

Quelle: Helge Treichel

Die Freude des österlichen Schmückens beschränkt sich für Karin Meißner nicht auf den Garten. Auch den Eingangsbereich des Hauses hat sie mit Hasen, Kränzen und Eiern gestaltet. Einige Patchwork-Teile hat sie selbst angefertigt – in der Handarbeits-Arbeitsgemeinschaft des Kulturvereins Schildow. Obwohl der sich aufgelöst hat, treffen sich die Frauen einmal wöchentlich zum Handarbeiten und Reden. Einige der dort entstandenen Kunstwerke bietet Karin Meißner etwa vielmal pro Jahr auf dem Handwerkermarkt in Bernau an. Einfach aus Spaß an der Freude.

Einen Weihnachtsbaum schmückt das Rentnerehepaar dagegen nicht. Eine der Fichten im Garten dient allerdings als Projektionsfläche für eine Spezielle Lampe. Dadurch erscheinen Sterne aus Licht auf den Ästen.

Wer die österliche Pracht im Vorgarten noch einmal mit eigenen Augen sehen möchte, muss sich beeilen: Direkt nach Ostern schmücken die Meißners ihren Baum ab: Ansonsten könnten dabei einige Blüten der spät blühenden Magnolie abgerissen werden.

Diese „Eierei“ zieht die Blicke auf sich

Diese „Eierei“ zieht die Blicke auf sich.

Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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