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Oberhavel Hunderte wollen krebskranker Tessa helfen
Lokales Oberhavel Hunderte wollen krebskranker Tessa helfen
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18:07 25.02.2017
Hunderte Spender standen am Morgen bereits Schlange. Quelle: Robert Roeske
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Birkenwerder

Es geht um Leben oder Tod: Am Samstag fand an der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule (RHS) in Birkenwerder eine Registrierungsaktion für Stammzellenspender statt. Die Aktion gilt der 21-jährigen Tessa aus Birkenwerder, die bereits 2015 kurz vor ihren Abiturprüfungen an Leukämie erkrankte. Nun ist der Krebs zurück.

Die lebenslustige Tessa ist dringend auf einen Stammzellspender angewiesen. Quelle: privat

Nach allen Behandlungen steht fest, dass ihr nur noch mit einer Stammzellenspende eine Heilung in Aussicht gestellt werden kann. Ein passender Spender konnte aber trotz weltweiter Suche und mehr als sieben Millionen Registrierten noch nicht gefunden werden. Ihre Mitschüler und Lehrer wollen das ändern – gemeinsam mit der gemeinnützigen DKMS GmbH (ehemals Knochenmarkspenderdatei).

Bereits am Morgen hieß es: Schlange stehen vor der RHS. Bis 11.30 Uhr hatten sich bereits 240 Menschen registrieren lassen, mindestens 500 Spenden wollten die Veranstalter insgesamt sammeln. Einige waren weit gereist, um Tessa zu helfen: Unter den Spendern war auch ein Mann aus Holland.

Direkt vor Ort wird eine Blutprobe genommen. Quelle: Robert Roeske

Wie schon bei der kleinen Ella aus Fürstenberg ist die Hilfsbereitsschaft der Brandenburger enorm. Vor rund zwei Jahren hatten sich bei einer ähnlichen Aktion mehr als 1000 Menschen registriert und Blut abnehmen lassen.

Wer kann mitmachen?

Jeder Gesunde ohne chronische Erkrankung im Alter zwischen 17 und 55 Jahren und einem Mindestgewicht von 50 Kilogramm.

Was geschieht mit mir?

Es wird direkt vor Ort eine Blutprobe von fünf Millilitern abgenommen. Ein alternativer Gewebeabstrich der Mundschleimhaut ist heute nicht möglich.


Was geschieht mit dem Blut?

Die Blutprobe wird genutzt, um im Labor jeweils zwölf Gewebemerkmale von jedem Freiwilligen zu ermitteln. Zehn dieser Merkmale müssen übereinstimmen, damit man als „genetischer Zwilling“ gilt. Dann können Stammzellen mit einem minimalen Risiko übertragen werden, um damit beim Krebspatienten ein komplett neues blutbildendes System aufzubauen – und ihn zu heilen. Die Erfolgsquote liegt bei rund 50 Prozent.

Was kostet die Registrierung?

Die sogenannte Typisierung ist für jeden Freiwilligen kostenfrei. Für die gemeinnützige DKMS GmbH jedoch schlägt jede einzelne Untersuchung mit rund 40 Euro zu Buche. Aus diesem Grund wird parallel um Geldspenden gebeten.

Wie läuft das vor Ort ab?

Die Mitschüler von Tessa und ihre Lehrer haben medizinische Fachkräfte sowie einen Imbiss organisiert. Die benachbarte Asklepios-Klinik stellt ihren Parkplatz kostenfrei zur Verfügung und unterstützt die Aktion zusätzlich mit einer 1000-Euro-Spende.

Wie funktioniert die Spende?

Zumeist werden die Stammzellen aus dem Venenblut gewonnen. Alternativ kann der Beckenkamm punktiert werden, um Knochenmarksblut abzusaugen.

Von MAZonline/Helge Treichel

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