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IG-Metall mahnt Bombardier

Hennigsdorf IG-Metall mahnt Bombardier

Rund 500 Arbeitsplätze stehen im Hennigsdorfer Werk auf der Kippe. Immerhin hat das Unternehmen aber betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2019 ausgeschlossen. Doch nun stehen auch tarifliche Bestandteile wie Arbeitszeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Leistungszulagen auf dem Prüfstand, kritisiert die IG Metall.

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Gegen die Entlassungspläne gab es schon mehrere Protestaktionen.

Quelle: Enrico Kugler

Hennigsdorf. Die IG-Metall fordert Bombardier auf, sich an seine Zusagen zu halten: Ein Zugeständnis für das Hennigsdorfer Werk war der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2019 und die Zusage von Investitionen. Im Juni 2017 hatte der Aufsichtsrat einem Grundlagenpapier zugestimmt, das den Rahmen der Umstrukturierung festlegte. Bis zu 500 Stellen sollten demnach im Hennigsdorfer Werk wegfallen. Die Zustimmung sei für die Arbeitnehmervertreter ein schmerzhafter Kompromiss gewesen und erfolgte, um strukturelle Veränderungen in Richtung Zukunftsfähigkeit zu erreichen und Standortschließungen zu vermeiden, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft.

„Im Laufe der Verhandlungen des Unternehmens mit dem Gesamtbetriebsrat zeichnet sich ab, dass plötzlich auch tarifliche Bestandteile wie Arbeitszeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Leistungszulagen Gegenstand der Verhandlungen sein sollen“, so Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. Dem Versuch, kurzfristige Renditeziele durch hektischen Personalabbau und Angriffe auf die Einkommen der Arbeitnehmer zu erzielen, erteile er eine klare Absage. Bislang sei weder der Wille des Unternehmens erkennbar, die Vereinbarung umzusetzen, noch wurden notwendige Personalentwicklungsmaßnahmen vorgelegt. Wenn Bombardier nicht Wort halte und versuche, die im Grundlagenpapier festgeschriebenen Zusagen zurückzunehmen, steuere man bewusst auf den nächsten Großkonflikt zu.

Von MAZonline

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