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Ideen für Treffpunkt in Hennigsdorf gesucht

Werkstatt im Konradsberg soll umgenutzt werden Ideen für Treffpunkt in Hennigsdorf gesucht

Viele Wünsche haben die Teilnehmer der Ideenwerkstatt, wie man den alten Werkstattraum auf dem Konradsberg in einen einladenden Treffpunkt verwandeln könnte. Flüchtlinge wollen dort vor allem deutsche Mitbürger treffen, mit ihnen ins Gespräch kommen und die deutsche Sprache lernen.

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Zaif Haji-Nasrullah (links) aus dem Heim Stolpe-Süd wünscht sich einen Treffpunkt mit Kicker und einer Anlage, um selbst Musik zu machen.

Quelle: Fotos: UG

Hennigsdorf. Tannaz Bidary hat konkrete Vorstellungen wie man den alten Werkstattraum auf dem Gelände des Hennigsdorfer Konradsberg in eine einladenden Treffpunkt verwandeln könnte: „Laminat wäre schön, ein warmer Boden und helle, sommerliche Farben für die Wände.“ Dann könne man sich dort wohl fühlen. Könnten Kinder nach der Schule kommen, um Hausaufgaben zu machen. Und über die könne man dann die Eltern erreichen, so Bidary. Die Eltern, die mit ihren Kindern in der Gemeinschaftsunterkunft in Stolpe-Süd leben. „Auch die brauchen oft Hilfe, kommen aber selten aus dem Heim raus.“

Die Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Familie, Jugend und Integration hatten am Sonnabend zu einer Ideenwerkstatt in die ehemaligen Werkstatt des Jugendförder- und Freizeitzentrums eingeladen. Auch wenn geplant ist, mit den Geldern aus dem gewonnenen Stadt-Umland-Wettbewerb das Gelände komplett zu sanieren und zu einem Gemeindezentrum umzubauen, will man, so Fachbereichsmitarbeiterin Melanie Ott, nicht erst auf mögliche Fördergelder warten, sondern schon jetzt inhaltlich und praktisch mit der Schaffung eines Treffpunktes für alle Hennigsdorfer beginnen. Besonders aber für Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund. Auf mehrsprachigen Flyern waren diese eingeladen worden, sich an der Planung zu beteiligen.

Rund fünfzig Menschen, sowohl aus dem Asylbewerberheim, als auch von der Willkommensinitiative waren schon am frühen Morgen gekommen, um ihre Vorschläge einzubringen. 130 Quadratmeter misst die ehemalige Werkstatt. Der Betonboden ist kalt, die Wände kahl. Stünden nicht Tische und Stühle für die Veranstaltung im Raum, wäre nicht der Kicker beliebter Treffpunkt der jungen Männer, wäre der Raum äußerst ungemütlich.

1 ½ Jahre habe die Werkstatt, zu der auch eine kleine Küche gehört, nun leergestanden. Zeit sie nun zu nutzen. Die Ideen sind vielfältig. Reichen vom Internetcafé, dem Wunsch nach einer Musikanlage, mit der man selber Musik machen kann, über eine Tischtennisplatte, einen Billardtischtisch bis hin zu einer Spielecke für Kinder. Damit auch die Frauen vorbeischauen, wünscht sich Bärbel Wihstutz von der Willkommensinitiative eine gemütlich Ecke mit Sofas, wo gequatscht werden könne.

Fünf prioritäre Wünsche wollte man als Ergebnis herausarbeiten. Neun sind es letztlich geworden. Allen voran der Wunsch aller Beteiligten, dass der Raum zu einem Treffpunkt wird, wo Flüchtlinge mit deutschen Menschen zusammenkommen können. Wo sie die deutsche Sprache lernen und im Gespräch trainieren können. „Ich möchte gerne Deutsche treffen und mit ihnen reden“, sagt auch Kamal Turkman aus Afghanistan. Wichtig sei ihm auch ein Computer, mit dem man das Internet nutzen könne. „Das Internet hilft beim Lernen der Sprache, bei der Suche nach Arbeit und einer Wohnung“, bestätigt Bärbel Wihstutz.

Man möchte außerdem gemeinsam Musizieren, Kochen und Theater spielen. Im Hof einen Grillplatz einrichten. Doch für die Realisierung aller Wünsche wird das Geld aus den Fördertöpfen nicht reichen. Weitere Sponsoren und Helfer werden gesucht. Beim nächsten Treffen soll der Raum gestrichen werden. Wer helfen will, wende sich an die Stadt oder Koordinator Alexander Piskorz.

Von Ulrike Gawande

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