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Oberhavel Im CJO kann jeder mitfeiern
Lokales Oberhavel Im CJO kann jeder mitfeiern
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02:17 25.12.2015
Annika Kleine und Jörn Weimer laden ins CJO ein. Quelle: Foto: Andrea Kathert
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Oranienburg

Am Heiligen Abend allein zu Hause zu sitzen, vielleicht, weil die Familie weit weg wohnt oder weil es keine Angehörigen mehr gibt. Das ist ein trauriger Gedanke. Aber niemand muss an diesem Tag einsam sein. Denn die Mitarbeiter des Christlichen Jugendzentrums Oranienburg (CJO) laden, wie seit mittlerweile 25 Jahren, zu einem gemeinsamen Abend ein. „Traditionsgemäß beginnt der Nachmittag mit einer Weihnachtsandacht und einem Theaterstück“, sagt Jörn Weimer, der Vereinsvorsitzende des CJO.

Jörn Weimer kann sich noch dunkel an den ersten Heiligabend mit dem CJO erinnern. Das war 1990 und er selbst war 18 Jahre jung. „Wir hatten als CJO noch gar kein eigenes Haus“, erzählt er. Gefeiert wurde in der Bernauer Straße, im alten Jugendklub neben dem G-Haus. „Damals waren zum ersten Mal Aussiedler aus der Türkei dabei“, weiß er noch, denn „plötzlich gab es exotisches Essen“ 20, 30 Leute waren 1990 gekommen.

„Jetzt feiern wir hier mit 70 Leuten und mehr.“ Weil so viele Menschen in die Räumlichkeiten in der Rungestraße 35 kommen, wird es in diesem Jahr zwei Andachten geben. Die erste bereits um 15 Uhr. „Das ist vor allem für Familien, die anschließend zu Hause feiern wollen.“ Die zweite Andacht beginnt um 17 Uhr. Es werden Weihnachtslieder miteinander gesungen und Jörn Weimer oder sein Vater Herbert sprechen einige verbindende Worte. Das Theaterstück, das sich 15 Kinder und Jugendliche ausgedacht haben, ist in diesem Jahr ein Musical. „Sie proben schon seit Oktober und alles wird streng geheimgehalten“, sagt Annika Kleine, die zweite Vereinsvorsitzende. Musik und Texte haben die Jugendlichen selbst geschrieben. Natürlich geht es um die Weihnachtsbotschaft, aber auch um die heutige Zeit. Jedes Mal sind die Aufführungen kurz und lustig. Nach der Andacht versammeln sich alle im CJO-Café , wo ein großes Buffet aufgebaut ist. Weil in diesem Jahr nicht nur alle Oranienburger herzlich eingeladen sind, sondern auch explizit Flüchtlinge, gibt es kein Schweinefleisch. Aber sonst fehlt es an nichts. Suppen, Aufläufe, Gulasch, Salate und Süßes _ das meiste ist selbst gemacht. Denn am Heiligen Abend nehmen sich die Vereinsmitglieder Zeit, um an diesem besonderen Tag für andere Menschen da zu sein, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, sich um sie zu kümmern, damit sich im CJO niemand fremd fühlen muss. Für die Weimers und Familie Kleine ist es ganz selbstverständlich, den Heiligen Abend im CJO zu verbringen. Und auch Mitglieder der Freikirche und der evangelische Pfarrer Humburg mit seiner Familie kommen zur Feier. „Egal ob Kinder oder Erwachsener, jeder bekommt ein Weihnachtsgeschenk“, sagt Jörn Weimer. Und alles ist umsonst. Das ist unter anderem deshalb möglich, „weil uns der Landkreis seit langem an diesem Abend unterstützt“, meint Weimer.

Einige Menschen kommen schon seit Jahren ins CJO. Aber es wird auch dieses Mal viele neue Gesichter geben. „Und es kommen immer mehr ältere Leute, als man im CJO vermuten würde.“

Von Andrea Kathert

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