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Oberhavel Im Dauerlauf zum Spargelstand
Lokales Oberhavel Im Dauerlauf zum Spargelstand
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00:21 03.06.2015
Teilnehmer des Spargellaufs. Quelle: Foto: Stefan zwahr
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Oranienburg

Woche für Woche sind die Ausdauersportler der Region unterwegs, um sich bei Läufen einen Wettstreit um Wertungspunkte, Medaillen und Pokale zu liefern. Am Sonnabend ging es erst einmal um Armbänder. Diese wurden in Oranienburg nach jeder absolvierten Runde (knapp zwei Kilometer) über das ehemalige Landesgartenschau-Gelände an die Teilnehmer verteilt. Nach einer Stunde war Schluss – und für jedes Bändchen gab es fünf Stangen Spargel (knapp 350 Gramm).

Familie Reimer aus Lehnitz sicherte sich so ein reichhaltiges Mittagessen für den Sonntag. Annett und Malte sowie ihre Kinder Luisa (9 Jahre) und Elin (7) erliefen als beste Familie 85 Stangen Spargel. „Vier Runden liefen wir im Block. Der Papa schaffte dann noch eine weitere“, bemerkte Annett Reimer. Sie war schon im vergangenen Jahr dabei. „Wir sind schon sportlich, nehmen sonst aber nicht an Läufen teil.“

Die anderen „Sieger“ sind in Läuferkreisen aber sehr wohl bekannt. Beste Frau wurde mit sieben absolvierten Runden Annika Holland aus Bergfelde, die vor vier Wochen den Sachsenhausen-Gedenklauf gewann. 35 Stangen Spargel strich auch der Zehlendorfer Sascha Schiwek (15) ein, der bei Cupläufen in der Region zum „Stamm“ gehört.

Knapp 250 Läufer und Walker gingen am Samstag im Oranienburger Schlosspark beim 3. Rhinland-Spargellauf auf die Strecke. Pro gelaufener Runde (knapp 2 Kilometer) bekam jeder Teilnehmer fünf Stangen Spargel. Zeitlimit: eine Stunde.

Knapp 250 Läufer und Walker gingen beim 3. Rhinland-Spargellauf, organisiert vom Team Oberhavel und der Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH (TKO), an den Start – sehr zur Freude von TKO-Geschäftsführer Jürgen Höhn. „Wir wollen dem Sport im Schlosspark noch stärker eine Chance geben. Das Areal gehört uns allen und soll den Leuten zur Verfügung stehen.“ Vor der Landesgartenschau wurde der Schlosspark über Jahrzehnte zum Laufen genutzt. Diese Tradition soll neu belebt werden.

Die Lauftreff-Zeiten auf dem historischen Gelände hat Peter Witte von den Summter Waldläufern noch in guter Erinnerung. Darum war für ihn die Teilnahme am Spargellauf auch in diesem Jahr Pflicht. „Ich freue mich immer wieder, wenn es durch diesen wunderschönen Park geht. Es ist ein herrlicher Lauf, wirklich prima.“ Mit seinen Teamkollegen machte Witte reiche Beute – um nach dem gemeinsamen Lauf zusammen zu Kochen. „Dieser Lauf war eine einzige Freude. Aber dafür ist Peter Kallabis bekannt.“

Auch der Cheforganisator vom Team Oberhavel selbst war mit dem Verlauf der Veranstaltung, bei der 300 Kilogramm Spargel verteilt wurden, zufrieden. „Wir sind durch die Organisation des Sachsenhausen-Gedenklaufes mittlerweile ein eingespieltes Team.“ Trotz aller Routine hatte der Vereinsvorsitzende Jürgen Köhler nach eigener Aussage Bammel. „Wir hatten die Befürchtung, dass die Teilnehmerzahl zu hoch ist.“

Dies führte in den Tagen vor dem Lauf zu Meldungen, dass das Teilnehmerlimit erreicht und Nachmeldungen nicht möglich seien. Am Sonnabend konnten sich Kurzentschlossene aber doch in die Starterliste eintragen. Kallabis nannte zwischenzeitliche technische Probleme als Grund.

Von Stefan Zwahr

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