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Im Jugendclub: Maßnahmen gegen die Sucht

Kremmen Im Jugendclub: Maßnahmen gegen die Sucht

Im Kremmener Jugendclub dreht sich in diesen Tagen alles rund um die Themen Alkohol, Drogen und Sucht. Am Mittwoch gab es einen Vortrag für die Jugendlichen und für Eltern. Donnerstag stand ein Ausflug in eine Entzugsklinik auf dem Programm.

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Für die Jugendlichen in Kremmen gab es viel Infomaterial.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Drei Tage dreht sich im Kremmener Jugendclub alles um das Thema Sucht und Drogen. Es geht vor allem um Alkohol, Zigaretten und Cannabis. Am Donnerstag fuhren die Kremmener in eine Entzugsklinik nach Malchow, um mit Menschen zu sprechen, die Drogenerfahrungen gemacht haben. Am Freitag geht es nach Berlin zum Verein „Karuna“, wo die Jugendlichen an einem Workshop über Cannabis teilnehmen.

Am Mittwochabend war Carsten Schröder von der Suchtpräventionsstelle der Lindower Salus-Klinik im Club zu Gast. „Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge“, sagte er. Fünf Prozent der Deutschen nehmen regelmäßig Cannabis. Sehr viel höher sind die Zahlen beim Alkohol. „Der ist akzeptiert“, sagt Carsten Schröder. „Da versuchen wir bei der Motivation anzusetzen, erörtern die Frage, warum man Alkohol trinkt.“ Rund 90 Prozent der Deutschen trinken Alkohol, zehn Prozent auf einem riskanten Level, drei Prozent sind alkoholabhängig.

Carsten Schröder war im Kremmener Jugendclub zu Gast

Carsten Schröder war im Kremmener Jugendclub zu Gast.

Quelle: Robert Tiesler

Zahlen, die die elf Jugendlichen, die am Mittwochabend im Kremmener Club dabei waren, überrascht haben. Ab wann man sagen könne, dass man zu viel Alkohol getrunken hat, wollte Carsten Schröder von den jungen Leuten wissen. „Wenn man es nicht mehr kontrollieren kann“, sagte ein Mädchen, und ein anderes: „Wenn man jedes Wochenende drei Flaschen Wodka weghaut.“

Auf die Frage, warum sie bei dem Projekt dabei sind, antwortete Lukas (15): „Ich möchte wissen, wie man davon wieder wegkommt, wenn man süchtig wird.“ Juliane (13) vermutete, dass Stress in der Schule oder mit den Eltern zu Süchten führen könnte. Später nahmen übrigens noch neun Erwachsene an einem ähnlichen Workshop teil, um zu erfahren, wie man die Jugendlichen vor solchen Süchten schützen kann.

Jugendkoordinatorin Vivien Genzow und ihr Team haben die Tage organisiert. „Prävention ist wichtig, damit da kein Schaden angerichtet wird“, sagte sie.

Von Robert Tiesler

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