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Oberhavel Im Juni geht’s in der Lehnitzstraße los
Lokales Oberhavel Im Juni geht’s in der Lehnitzstraße los
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02:15 25.01.2016
An der Lehnitzstraße gibt es viele schlecht einsehbare Gewerbezufahrten, an denen Radfahrer und Fußgänger vorbeikommen. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Der lange ersehnte Ausbau der Lehnitzstraße rückt näher. Im Juni soll es losgehen, kam am Freitag das Signal aus der Oranienburger Stadtverwaltung. Bis 2017 wird sich die Maßnahme erstrecken.

Der Zustand der Fahrbahn ist schon seit Jahren Kritikpunkt der Autofahrer. Durch die Bombensuche ist besonders das letzte Stück vor der Kreuzung Saarlandstraße arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Asphaltpfropfen in den Bohrlöchern haben sich im Laufe der Jahre immer mehr abgesenkt. Autofahrer müssen die Attacken auf die Stoßdämpfer hinnehmen, um in der Spur zu bleiben. Zahlreiche Schlaglöcher bestimmen auch sonst den Fahrbahnbelag zwischen Krebststraße und Saarlandstraße.

Die Lehnitzstraße ist seit langem in einem schlechten Zustand. Täglich bekommen das 8000 Lkw- und Pkw-Fahrer zu spüren Quelle: Robert Roeske

Die Lehnitzstraße ist eine der viel befahrensten Straßen in der Stadt. 8000 Fahrzeuge rollen täglich im Abschnitt Bykstraße bis zur Kreuzung Saarlandstraße darüber. Davon entfallen 2,4 Prozent auf Lkw. Und es können noch mehr Fahrzeuge werden. „Prognostisch ist es denkbar, dass sich die Verkehrsbelastung auf bis zu 12 000 Fahrzeuge erhöht“, sagt Sven Dehler als Experte für Verkehrsplanung in der Stadtverwaltung. Schon allein durch die Erweiterung von Takeda ist mit mehr Fahrzeugen zu rechnen, beliefert wird dort Tag und Nacht. Und weitere Gewerbeansiedlungen sind durchaus realistisch. „Das ist in den Planungen berücksichtigt worden“, sagt Sven Dehler.

Seit Jahren hat sich die Stadt bemüht, den Ausbau voranzutreiben. Doch zuständig ist das Land Brandenburg. Nun ist ein Modell gefunden, das bereits im ersten Abschnitt der Lehnitzstraße zum Tragen kam. Größte Hürde war die Beschaffung von Fördermitteln, um den städtischen Haushalt nicht über Gebühr belasten zu müssen. „Deshalb sind wir froh, dass wir erreichen konnten, dass das Land den Ausbau mit 1,5 Millionen Euro unterstützt“, sagt Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. Die Stadt Oranienburg übernimmt 120 000 Euro der Kosten.

Wegen der zahlreichen Gewerbeausfahrten und fehlender Querungsmöglichkeiten sah die Stadt im auszubauenden Abschnitt der Lehnitzstraße auch für den Rad- und Fußverkehr Handlungsbedarf. Seit dem Sommer des Vorjahres laufen die Planungen im Tiefbauamt. Der Gehweg auf der östlichen Straßenseite und der Geh- und Radweg auf der westlichen Seite bleiben bestehen. Allerdings soll die Radwegebenutzungspflicht entfallen und durch ein Benutzungsrecht mit der Beschilderung „Gehweg - Radfahrer frei“ ersetzt werden.

Um die Eichenreihe auf der westlichen Seite zu ergänzen, werden 32 Bäume neu gepflanzt. Acht Bäume müssen allerdings gefällt werden.

Auch die teilweise 100 Jahre alten Medienleitungen unter der Straße werden saniert. 2,35 Millionen Euro investiert der Entwässerungsbetrieb Oranienburg in neue Regen- und Schmutzwasserleitungen. Auch die Stadtwerke Oranienburg haben für die Erneuerung von Gas- und Wasserleitungen circa 910 000 Euro eingeplant. Der Asubau des Kreuzungsbereiches an der Saarlandstraße/André-Pican-starße ist noch nicht in den Planungen enthalten.

In einer Vereinbarung zwischen der Stadt Oranienburg und dem Landesbetrieb ist nun klar gereget, dass auch beim Ausbau dieser Landesstraße die Planung und Baudurchführung in den Händen der Stadt liegt.

Anwohner, Gewerbetreibende und sonstige Interessierte können sich in einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 11. Februar, ab 18.30 Uhr im Takeda-Saal in der Bykstraße über die Planung informieren lassen. Eine Anmeldung zu der öffentlichen Veranstaltung ist nicht nötig.

Einige Eckdaten zum Straßenausbau

Im Juni soll der Ausbau der Lehnitzstraße zwischen Krebststraße und Kreuzung Saarlandstraße beginnen.

Die Gesamtlänge der Ausbaustrecke beträgt 1037 Meter, die Fahrbahn wird von 6,50 auf 7,50 Meter verbreitert, inklusive Schutzstreifen für Radfahrer. Es

werden zwei Mittelinseln als Querungshilfe für Fußgänger entstehen und 32 Bäume gepflanzt.

Die Bauarbeiten sollen Ende 2017 abgeschlossen sein. Die gesamte Maßnahme kostet circa 4, 9 Millionen Euro. Die Stadt Oranienburg übernimmt 120 000 Euro.


Von Andrea Kathert

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