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Im Kino: Aus Dennis wird David, der Rebell

„Sibylle“ mit Dennis Kamitz aus Schildow Im Kino: Aus Dennis wird David, der Rebell

Am Donnerstag läuft „Sibylle“ in den deutschen Kinos an. Dennis Kamitz (20) aus Schildow spielt darin eine größere Nebenrolle – nämlich David, den leicht rebellischen den Sohn der titelgebenden Hauptfigur. Die Schauspielerei und davon leben zu können – das ist das große Ziel von Dennis Kamitz.

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Dennis Kamitz (l.) spielt in „Sibylle“ eine größere Nebenrolle.

Quelle: Eksystent Distribution Filmverleih

Schildow. Für Dennis Kamitz aus Schildow wird der kommende Donnerstag ein besonderer Tag. „Sibylle“ läuft in den deutschen Kinos an. Der 20-Jährige ist dort in einer größeren Nebenrolle zu sehen.

Aufgeregt? „Absolut!“, sagt er. „Das ist schon was Besonderes, wenn man die Kinoplakate sieht und den Film dann auf der großen Leinwand.“ Im Februar 2015 hatte „Sibylle“ Premiere bei der Berlinale. „Er kam da, denke ich, sehr gut an“, erzählt Dennis. „Immerhin hat er ja nun sogar einen Verleih gefunden.“ Über den Film sagt er: „Das ist Genrekino, wie man es in Deutschland kaum kennt. Eine Mischung aus Psychodrama und Horrorthriller.“

In dem 2014 gedrehten Film geht es um Sibylle (Anne Ratte-Polle), die mit ihrer Familie in den Italien-Urlaub fährt. Dort macht sie einen langen Spaziergang. Eine Frau kommt ihr entgegen, die ihr sehr ähnlich sieht. Wenig später wird diese Frau blutüberströmt an einer Klippe gefunden. Ab da verändert sich auch Sibylle, nicht nur, weil viele Leute sie plötzlich mit der anderen, nun toten Frau verwechseln.

„Ich spiele David, ihren Sohn“, sagt Dennis Kamitz. „Er ist ein bisschen rebellisch. Er und die anderen in der Familie sehen erst mal gar nicht, was mit Sibylle passiert. Das ist eine komische Situation.“

Gedreht worden ist in München und am Gardasee in Italien. „Ich habe zum ersten Mal im Ausland gedreht.“ Von seinen Schauspielkollegen sei er gut unterstützt worden. „Eine tolle Zusammenarbeit.“

Der Regisseur Michael Krummenacher ist über den Kurzfilm „Crazy Dennis Tiger“, in dem Kamitz 2012 eine der Hauptrollen spielte, auf ihn aufmerksam geworden. „Über meine Agentur kam dann die Anfrage“, erinnert sich der Schildower. Erst haben sie geskypt, dann trafen sie sich an der Spree in Berlin. „Er meinte dann, dass das passt, ohne Casting“, so Dennis.

In Berlin wird „Sibylle“ im „Kino in der Brotfabrik“, im „Sputnik Kino“ in Kreuzberg und im „b-ware“ im Friedrichshain laufen. Auch eine Kinotour gibt es. Am kommenden Montag stellt sich das Filmteam im Sputnik, einen Tag danach im „b-ware“ den Zuschauern vor. Dennis Kamitz wird auch dabei sein.

Dennis mit den Puppenspielern Martin Reinl (l) und Carsten Haffke

Dennis mit den Puppenspielern Martin Reinl (l.) und Carsten Haffke.

Quelle: privat

2015 drehte der Schildower außerdem noch einige Kurzfilme. Dazu gehört „Endspiel“, ein Studentenfilm an der Hochschule für Film- und Fernsehen in München. Bei der RTL-Produktion „Die Puppenstars“ wirkte Dennis Kamitz im Hintergrund mit. Er war dort mit zuständig für die Betreuung der Jury. Er war begeistert über die drei Wochen, die er dafür in Köln verbrachte. „Das war super, und es war auch mal eine ganz neue Erfahrung, zu sehen, wie es beim Fernsehen so abläuft“, erzählt er. Er traf dort den Puppenspieler Martin Reinl sowie dessen Kollegen Carsten Haffke, der Mann der die Puppe am Jurytisch spielt. Außerdem Max Giermann und Gaby Köster. Die Show äuft jeden Freitag um 20.15 Uhr bei RTL. In den Sendungen werden die besten Puppen und Puppenspieler gesucht.

„Leben kann ich davon leider noch nicht“, sagt Dennis. „Das ist aber mein großer Wunsch.“ So lange müssen auch Nebenjobs noch für das nötige Geld sorgen. Momentan bemüht er sich wieder um Castings. Selbst wenn er zunächst keine größeren Engagements in der Branche bekommt – er will ihr treu bleiben. „Ich bin ja noch jung und habe noch Zeit.“ Eine Schauspielausbildung wäre auch später noch machbar, sagt er. Ende Februar reist er erst mal nach Dänemark – da steht der nächste Studentenabschlussfilm auf dem Programm.

Von Robert Tiesler

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