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Im See eingebrochen: Polizei sucht 2 Personen

Mögliches Unglück am Mühlenbecker See Im See eingebrochen: Polizei sucht 2 Personen

Skispuren führen zu einem Loch auf einem See im Landkreis Oberhavel. Ein Zeuge hat am Donnerstag eine Ski-Fahrerin am Mühlenbecker See beobachtet, wie sie über das Eis fuhr. Kurze Zeit später war die Frau weg, zu sehen war nur noch das Loch. Auch von ihrem Begleiter fehlt jede Spur. Die Suche läuft am Freitag weiter.

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Die mutmaßliche Unglücksstelle bei Einbruch der Dunkelheit. Deutlich sind mehrere Skispuren zu erkennen, sodass nicht genau klar ist, was hier passierte.

Quelle: Feuerwehr Mühlenbecker Land

Mühlenbeck. Was ist wirklich am Mühlenbecker See passiert. Am Donnerstag hatte ein Zeuge dort eine Ski-Fahrerin beobachtet, wie sie über den See fuhr. Kurze Zeit später fehlte von der Frau jede Spur. Nur ein Loch im See war zu sehen. Skispuren führten dorthin. Auch von einem männlichen Skifahrer, der zum Loch fuhr, fehlt jede Spur. Die Polizei hat am Freitag die Suche nach beiden fortgesetzt. Am Donnerstag war die Suche wegen der Dunkelheit abgebrochen worden.

Erneute Suche am Freitag

Eine Suche am Donnerstag brachte keine Ergebnisse. Auch ein sofort eingesetzter Fährtenhund habe keine Spur aufnehmen können. Am Freitag haben am Morgen erneut Taucher den See abgesucht. Bis zum späteren Vormittag gab es keine Ergebnisse. Auch eine Vermisstenmeldung liegt bei der Polizei nicht vor. Man habe außerdem Krankenhäuser in der unmittelbaren Umgebung abgesucht, sagte eine Polizeisprecherin.

Handschuhe am Ufer gefunden

Am Donnerstag um 13.29 Uhr ging nach Auskunft von Polizeisprecherin Dörte Röhrs der Notruf eines Spaziergängers in der Leitstelle ein. Er hatte kurz zuvor beobachtet, wie eine Skilangläuferin auf der gegenüberliegenden Seite des Sees mit ihren Brettern auf das Eis fuhr und etwa fünf Meter vom Ufer entfernt plötzlich einbrach und im Wasser verschwand. Da sie nicht wieder auftauchte, machte sich der Zeuge des Vorfalls sofort zu besagter Stelle auf, um der Frau zu helfen. Unterwegs beobachtete er einen zweiten Skiwanderer, der zum Loch im Eis fuhr. Als er selbst die mutmaßliche Unglücksstelle erreichte, war aber niemand mehr dort. Am Ufer lag lediglich noch ein Paar Handschuhe.

Die DLRG hatte gewarnt

Der Brandenburger Landesverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnte am Mittwoch in einer Mitteilung davor, Eisflächen zu betreten: Das Eis sei noch zu dünn, hieß es. Außerdem sollte grundsätzlich niemand allein aufs Eis gehen.

Das selbe gilt auch für Leute mit Skiern, wenngleich das Gewicht besser verteilt wird. Die wenigen Frosttage hätten laut DLRG für eine tragende Eisschicht noch nicht ausgereicht.

Polizeitaucher haben Unglücksstelle abgesucht – ohne Ergebnis

So schildert den Vorfall Einsatzleiter Bernd Schmell, stellvertretender Gemeindebrandmeister im Mühlenbecker Land. Seine Männer fanden an er vom Zeugen beschriebenen Stelle tatsächlich ein großes Loch im Eis vor.

Zwölf Einsatzkräfte der Löschzüge aus Schuildow und Mühlenbeck suchten als erste am Unglücksort

Zwölf Einsatzkräfte der Löschzüge aus Schuildow und Mühlenbeck suchten als erste am Unglücksort.

Quelle: Feuerwehr Mühlenbecker Land

„Das war groß genug, um mitsamt Langlaufskiern darin zu versinken“, so der Einsatzleiter. Die Feuerwehrleute hielten Ausschau und maßen die Wassertiefe: 1,5 Meter, so das Ergebnis. Die freiwilligen Retter und die Polizeibesatzung eines Streifenwagens fanden jedoch keine weitere Spur von der Frau. Daraufhin kamen gegen 16.30 Uhr Polizeitaucher zum Einsatz. Diese Suche war jedoch nach reichlich einer Stunde ohne Ergebnis abgebrochen worden, sagte Polizeisprecher René In der Rieden. Grund dafür sei die Witterung und die schlechte Sicht. Die Taucher sollen ihren Einsatz nach jetzigem Stand jedoch am Freitag fortsetzen. Der Polizeihauptkommissar bat diejenige Person, die möglicherweise unbemerkt wieder aus dem Eisloch klettern konnte, sich unter 03301/85 10 umgehend bei der Polizei zu melden.

Von Helge Treichel

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