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Im Sommer ist die  L 213 fällig

Straßenausbau in Freienhagen und Neuholland Im Sommer ist die  L 213 fällig

In diesen Sommerferien soll es tatsächlich passieren. Die Landestraße 213 zwischen Neuholland und Nassenheide bekommt eine neue Fahrbahn. Seit Jahren zählt dieser Straßenabschnitt zu den schlimmsten im Landkreis. Seit längerer Zeit dürfen Kraftfahren nur noch mit Tempo 50 dort fahren. Nach den Ferien soll die Strecke wieder ordentlich befahrbar sein.

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Ab 21. Juli soll kein Lkw mehr über den Fließgraben in Freienhagen rollen, dann werden die Straße saniert und die Brücke neu gebaut.

Quelle: Andrea Kathert

Neuholland/Nassenheide. Die Neuholländer, Freienhagener und Nassenheider werden es kaum glauben, aber die Landesstraße L 213 zwischen ihren Orten wird in diesem Sommer ausgebaut. Dieses Mal ist sich Hans-Jürgen Otte, Sachgebietsleiter für Bauvorbereitung und Bauüberwachung im Landesbetrieb für Straßenwesen, ganz sicher. „Mit liegt der Ausschreibungsvermerk vor, die Ausschreibung muss nur noch ein wenig aktualisiert w erden“, sagte Otte auf Nachfrage der MAZ. Ende März werden diese Unterlagen fertig sein, schätzt der Sachgebietsleiter ein.

Demnach sollen endlich die zahlreichen Schlaglöcher zwischen Freienhagen und dem ehemaligen Wasserwerk vor Neuholland verschwinden. Seit Jahren wird auf einen Ausbau der Fahrbahn gedrängt. Und seit Jahren fehlt das Geld dafür. Die Straße ist inzwischen so miserabel, dass genau auf diesem Abschnitt nur noch 50 Km/h erlaubt sind.

Schon mancher Autofahrer hat wegen der Schlaglöcher seine Radkappen eingebüßt

Schon mancher Autofahrer hat wegen der Schlaglöcher seine Radkappen eingebüßt.

Quelle: Kathert

Gebaut wird in den Sommerferien. Laut Hans-Jürgen Otte fällt der Startschuss am 21. Juli. „Es wird kein grundhafter Ausbau der Fahrbahn sein“, meint der Sachgebietsleiter. Das hat mit dem belasteten Asphalt zu tun, der vor der Wende aufgebracht wurde. „Das kostet richtig Geld, sowas zu entsorgen.“ Die Recyclingkosten dafür lägen bei etwa 100 Euro pro Tonne. Die Kosten würden enorm in die Höhe schnellen. Deshalb schlägt der Landesbetrieb einen Hocheinbau einer neuen Fahrbahn vor. Mit einer Tragschicht von acht Zentimetern wird der alte Asphalt überdeckt. Die Tragfähigkeit der Straße ist dafür noch ausreichend. Insgesamt wird die Straße etwa 20 Zentimeter höher und sechs Meter breit werden. Für den ersten Bauabschnitt zwischen Wasserwerk und Ortseinfahrt Freienhagen sind drei Wochen Bauzeit veranschlagt. Hier ist die Straße am löchrigsten. Sowohl an den Rändern als auch an der Mittelnaht ist der Asphalt kaputt. „Wir können nur unter Vollsperrung arbeiten“, sagt Hans-Jürgen Otte. Für eine halbseitige Sperrung reicht die Straßenbreite nicht aus. Und die Bäume sollen dafür auch nicht geopfert werden.

Etwa Mitte August folgt der zweite Abschnitt vom Ortsausgang Freienhagen bis zum Bahnübergang in Nassenheide. Ende August soll dieser Bauabschnitt fertig sein.

Ein dritter Bauabschnitt schließt sich vom Bahnübergang Nassenheide in Richtung Ortsmitte an. Es handelt sich aber nur noch um rund 300 Meter, also etwa bis zur Einfahrt Am Waldsee. Insgesamt misst die Ausbaustrecke der Landstraße etwa 7,5 Kilometer. Ausgespart ist die ein Kilometer lange Ortsdurchfahrt in Freienhagen. Der Ausbau soll 1,2 Millionen Euro kosten. Die Freienhagener müssen sich darauf einstellen, dass sie einmal nur von Nassenheide und das andere Mal nur von Neuholland aus nach Hause kommen. Der übrige Verkehr wird über die B 167 und die B 96 geleitet. Das gilt aber nicht für die Buslinie 803 zwischen Oranienburg und Liebenwalde. Der Landesbetrieb hat sich mit den Oberhavel Verkehrsbetrieben abgesprochen. Da auf der Linie nicht all zu viele Fahrgäste transportiert werden, soll ein Sprinter-Kleinbus eingesetzt werden. Der könne auf dem Radweg parallel zur Straße fahren, informierte Sachgebietsleiter Hans-Jürgen Otte.

Der Schwerlastverkehr wird komplett von der Baustelle ferngehalten, denn in Freienhagen gibt es ein Nadelöhr, wo währedn der Bauzeit kein Lkw durchpassen würde. Es ist die Brücke über den Fließgraben nahe des öffentlichen Kinderspielplatzes. Die alte Brücke ist nicht mehr zu retten, sie muss neu gebaut werden. Deshalb wird zwischen alter Brücke und dem danebenstehenden Denkmal eine Ersatzbrücke errichtet. „Die wird aber einspurig sein, etwa dreieinhalb Meter breit“, sagt Liebenwaldes Bauamtsleiter Hartmut Bein. Der Verkehr wird über eine Ampelanlage geregelt.

Die Brücke über den Fließgraben hat gelitten

Die Brücke über den Fließgraben hat gelitten. Das Mauerwerk zeigt Risse, die Feuchtigkeit ist hochgestiegen und die Stahlträger haben Rostschäden.

Quelle: Kathert

1920 war die Brücke in Ziegelbauweise errichtet worden. 2013 bekam sie ein verheerendes Zustandsurteil. Der bauliche Zustand ist mangelhaft. Das Mauerwerk zeigt Risse und ist durchfeuchtet. Die Stahlträger weisen deutliche Rostschäden auf. Die Fahrbahnbreiten reichen für heutige Bedingungen auch nicht mehr aus. Zwei Lkw könne sich auf der Brücke nicht begegnen. Hartmut Bein kann auch gleich eine Verkehrsprognose aus der Schublade ziehen. 2015 werden es vermutlich 100 Kraftfahrzeuge sein, die innerhalb von 24 Stunden über die Brücke rollen. Fünf Prozent davon sind Lastkraftwagen.

Als Bauzeit für die neue Brücke setzt der Landesbetrieb etwa ein dreiviertel Jahr an. 515 000 Euro kostet der Neubau über den Fließgraben. 18 000 Euro steuert die Stadt Liebenwalde für die Baukosten dazu. Denn neben der 6,50 Meter breiten Fahrbahn wird es einen kombinierten Rad- und Gehweg geben. Die vorbereitenden Arbeiten für die Brücke sollen schon im Juni vor dem Baustart für die Fahrbahnsanierung beginnen. Darauf müssen sich die Freienhagener einstellen.

Von Andrea Kathert

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