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Oberhavel In Lehnitz entstehen bis zu 1820 Plätze
Lokales Oberhavel In Lehnitz entstehen bis zu 1820 Plätze
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02:17 09.11.2015
Knapp 160 Besucher waren in die Sporthalle am Gymnasium gekommen, viele Plätze blieben leer. Quelle: Foto: kathert
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Oranienburg

Die Asylbewerberzahlen, die Landrat Ludger Weskamp (SPD) am Donnerstagabend im Louise-Henriette-Gymnasium verkündete, waren ganz frisch: „Wir müssen in diesem Jahr 2800 Flüchtlinge im Landkreis unterbringen.“ Bei den bisherigen Prognosen war man von knapp 1900 ausgegangen. Diese Nachricht zwingt den Landrat, nun auf Notunterkünfte auszuweichen. Die meisten davon werden auf dem ehemaligen Kasernengelände in Lehnitz entstehen, denn dort stehen noch die Unterkünfte der Bundeswehr. Auf dem Gelände sind bereits seit längerer Zeit zwei Blocks mit Asylbewerbern belegt, insgesamt 240 Menschen leben dort. In der Sporthalle, die als Notunterkunft bereits genutzt wurde, können sich 80 Menschen aufhalten. In der nächsten Woche ist in Lehnitz ein weiterer Block mit 300 Plätzen bezugsfertig.

Auf dem Kasernengelände wird an den Wohnblocks gebaut. Quelle: Robert Roeske

Und noch ein Wohnblock soll Ende des Jahres für noch mal 300 Asylbewerber bereitstehen. Damit gäbe es bis zum Jahresende auf dem Kasernengelände 680 Notunterkünfte und 240 dauerhafte Plätze in Gemeinschaftsunterkünfte, macht 920 Plätze. im Notfall könnte die Kapazität auf 1820 Plätze erweitert werden.

Plätze in Lehnitz

Auf dem ehemaligen Kasernengelände können bis Jahresende 920 Plätze für Asylbewerber bereitstehen.

Im nächsten Jahr sollen zwei weitere Blocks mit je 300 Plätzen als Gemeinschaftsunterkünfte umgebaut werden. Ein dritter Wohnblock bleibt in Reserve, falls die Zahlen weiter steigen.

Das bedeutet, auf dem Kasernengelände könnten im Notfall im nächsten Jahr bis zu 1820 Plätze zur Verfügung stehen.

Doch auch im Stadtgebiet von Oranienburg laufen im Moment Umbaumaßnahmen. Das ehemalige Aussiedlerheim, Hinter dem Schlosspark 8, wird bis Ende November für 50 Asylbewerber als Notunterkunft hergerichtet. In wenigen Wochen ist auch der Kreistagssaal in der Havelstraße 3 mit 60 Plätzen fertig. Der ehemalige Getränkemarkt in der Dr.-Heinrich-Byk/Ecke André-Pican-Straße wird derzeit ebenfalls umgebaut. Er wird zu Beginn des nächsten Jahres für 170 Asylbewerber bezugsfertig sein. Nach etwa einem Jahr, so die Planung des Landkreises, wird das Gebäude dann zu einer Erstaufnahmestelle umfunktioniert.

Der Getränkemarkt an der Dr.-Heinrich-Byk-Straße wird als Notunterkunft umgebaut ud soll später als Erstaufnahmestelle fungieren. Quelle: Robert Roeske

In Wohnungen im Stadtgebiet leben derzeit 43 Asylbewerber. Das heißt in Oranienburg entsteht im Jahr 2016 eine Kapazität von 2143 Plätzen für Flüchtlinge.

Zu der Veranstaltung waren knapp 160 Besucher erschienen. Sie kritisierten zum einen die mangelnde Information des Landkreises und sorgten sich zum anderen um die Infrastruktur, die für die Flüchtlingsflut nicht ausreichen würde.

Im Moment gebe es keine Probleme bei Kitas und Grundschulen, bei der Sekundarstufe I und den Gymnasien wird es eng, so der Landrat. Bei der ärztliche Versorgung würden Asylbewerber auch auf Mediziner in Berlin zurückgreifen.

Von Andrea Kathert

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