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In Nassenheide geht ein neuer Feuerteufel um

Nassenheide (Oberhavel) In Nassenheide geht ein neuer Feuerteufel um

Bereits vor mehreren Monaten brannten im Raum Nassenheide immer wieder Gebäude. Nun gingen am Reformationstag und am Mittwoch danach wieder zwei Häuser in Flammen auf. Die Polizei geht in beiden Fällen von Brandstiftung aus. Dass dahinter ein einziger Täter steckt, wird nicht ausgeschlossen.

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Schon am Dienstag brannte in Nassenheide ein altes Nebengelass. Nun brannte eine ehemalige Scheune.

Quelle: Feuerwehr

Nassenheide. Schon wieder hat es in Nassenheide gebrannt. Nachdem am Dienstag ein altes Nebengelass in der Straße Am Waldrand in Flammen aufgegangen war, musste die Wehr am Mittwochmorgen kurz nach 5 Uhr das Feuer Am Dorfanger löschen, bei dem ein Garagenkomplex brannte und ein Nebengebäude in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es sei möglich, dass das die Fortsetzung der Brandserie ist, die es bis Sommer in der Region Löwenberger Land und Liebenwalde gegeben hat. „Damals hörte die Serie einfach auf“, erklärte Polizeisprecher Toralf Reinhardt.

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Der mutmaßliche Feuerteufel schlägt seit Monaten immer wieder zu. Hier weitere Bilder der bisherigen Brandorte.

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Die Art der Brände reichte damals vom Holzstapel bis zu Waldbränden. Die Schäden waren so groß, dass die Verwaltungen in Liebenwalde und dem Löwenberger Land 10 000 Euro Belohnung für Hinweise auslobten, die zum Täter führen. Der könnte nun wieder zündeln: Wie beim ersten Brand am Dienstag ermittelt die Kripo auch im Fall des Garagenkomplexes samt Nebengebäude wieder wegen Brandstiftung. Die gerufene Feuerwehr rückte mit 27 Kameraden in fünf Fahrzeugen an, um kurz vor 8 Uhr war das Feuer am Garagenkomplex, der in voller Ausdehnung brannte, gelöscht.

Der Inhaber der Zander GbR, die das mitbeschädigte Gebäude nutzte, sagte, dass es sich bei der Immobilie um einen größeren Schuppen handelt, der als Materiallager diente. Die Schadenshöhe müssten Experten festlegen. „Nun war es eine Weile ganz ruhig um den Brandstifter. Wahrscheinlich war er von der hohen Prämie von 10 000 Euro abgeschreckt worden“, vermutet der Firmenchef. Aber nun scheine es von Neuem loszugehen.

Dass sich das Feuer selbst entzündet haben könnte, schließt der Unternehmer aus. Die Elektroanlage in dem Gebäude gebe es seit vielen Jahren, daran könne es nicht gelegen haben. Die Brandursache habe auf den ersten Blick nicht ausfindig gemacht werden können, da die Feuerwehr innerhalb des Gebäudes alles breit gezogen habe, um den Brand zu löschen. Allem Anschein nach sei das Gebäude nicht mehr nutzbar, es würde nur noch die Hülle stehen. „Dass wir da weiter Material lagern können, glaube ich nicht.“

Die Hoffnung auf Ergreifung des mutmaßlichen Brandstifters ist beim Firmeninhaber gering. „Nassenheide ist eine ländliche Gegend. Wenn sich da jemand von hinten an ein Gebäude heranschleicht, bekommt man ihn gar nicht mit.“ Wenn der Brandstifter überhaupt jemals geschnappt werden sollte, könne das nur durch einen Zufall geschehen. Die Nassenheider Ortsvorsteherin Andrea Schild sagt: „Wir haben Angst!“ Die Brände würden immer dichter an die Wohngebiete rücken, sie würden in den Morgenstunden gelegt, in denen man es nicht mitbekomme. „Ich warte schon darauf, dass die Leute eine Bürgerwehr aufstellen wollen“, so die Ortsvorsteherin, die in dem Zusammenhang den Einsatz der Feuerwehrleute lobt. Von Verunsicherung spricht Klaus Wunsch, Vorsitzender vom Feuerwehrverein Nassenheide, über das Stimmungsbild bei den Kameraden. Sie seien genervt von den Bränden.

Von Marco Paetzel

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