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Oberhavel In Südafrika armen Kindern geholfen
Lokales Oberhavel In Südafrika armen Kindern geholfen
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15:25 23.12.2015
Katharina Scholz (M.) inmitten der Kinder aus Kapstadt, die regelmäßig ins Jugendzentrum kommen. Quelle: privat
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Oranienburg

Rauskommen, eine andere Kultur kennenlernen, ein soziales Projekt unterstützen. Das hatte sich die Oranienburgerin Katharina Scholz überlegt, als sie mit dem Studium an der Evangelischen Hochschule in Berlin fertig war.

Anfang des Jahres hatte sie sich für ein Praktikum bei „Kids of Good Hope“ in Kapstadt beworben. Das dortige Jugendcenter bietet Nachmittagsprojekte und Hausaufgabenhilfe. „Es dient als sichere Anlaufstelle, auch für soziale Probleme“, erzählt die 24-Jährige. Die Direktorin dort ist übrigens auch aus der Region. Leni Ullrich (30) ist in Leegebruch aufgewachsen und lebt seit 2009 in Südafrika. „Ein Projekt ist, den Kindern die Kunst des Holzperlenschmucks beizubringen.“ Sie sollen weg von der Straße, die Mitarbeiter helfen bei Lebensnotwendigkeiten wie Essen, ärztlicher Versorgung, Behördengänge, Therapievermittlung, Notfallbetreuung oder schulischer Werdegang.

„Die Kinder leben in ärmsten Verhältnissen, die für uns in Deutschland unvorstellbar sind“, sagt Katharina Scholz. „Die Familien wohnen in dünnen Wellblechhütten ohne fließendes Wasser und Strom. Sie müssen zur nächsten Wasserpumpe in ihrer Straße laufen, auch Toiletten gibt es nur für mehrere Familien neben ihren Häusern.“

Die dortigen Rahmenbedingungen erschweren auch die Arbeit. „Es gibt kein Sozialsystem, es sind vor allem private Organisationen, die versuchen, zu unterstützen.“ Die Arbeit mit den Kindern hat ihr aber Spaß gemacht. „Das ist eine schöne und dankbare Arbeit“, sagt sie.

Drei Monate dauerte ihr Praktikum in Südafrika, am Dienstag ist sie nach Deutschland zurückgekehrt. Auch in Zukunft will sich die 24-Jährige auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien konzentrieren. Jetzt möchte sie aber erst mal Spenden für die Kinder in Kapstadt sammeln. „Der in Deutschland gegründete Verein überlebt mit persönlichem Einsatz und Spenden“, sagt Katharina Scholz. „Kleine Dauerspenden von zehn Euro im Monat machen da schon einen Unterschied.“

Internet: Mehr Informationen gibt es auf www.capetownkids.org.

Von Robert Tiesler

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