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In der politischen Realität angekommen

Bürgermeister spricht mit Grundschülern über Wünsche und Vorschläge In der politischen Realität angekommen

In der Praxis dauert vieles oft länger als man das zunächst erwartet. Diese Erfahrung hat der frisch vereidigte Bürgermeister Stephan Zimniok bereits sammeln dürfen. Das gestand er Fünftklässlern der Pestalozzi-Grundschule am Montag in einer ganz praktisch orientierten Unterrichtsstunde. Beispiel dafür ist der wegen eines Feuchtigkeitsschadens gesperrte Hort.

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David und Lisa (r.) moderierten das Gespräch mit Bürgermeister Stephan Zimniok.

Quelle: Helge Treichel

Birkenwerder. Ein ortsweiter Putztag, breitere Wege und ein neues Hortgebäude. Eine ganze Reihe von Vorschlägen und Wünschen richteten die Mädchen und Jungen der Klasse 5d der Pestalozzi-Grundschule an die Kommunalpolitik. Dazu hatten sie sich für Montagmittag Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.) eingeladen. Der machte sich viele Notizen und versprach, sich darum zu kümmern. Ob allerdings auch alles so realisiert wird, das könne er nicht versprechen, betonte Zimniok.

Für den ehemaligen Sportplatz gegenüber dem Rathaus schweben den Kindern gleich mehrere Verwendungsmöglichkeiten vor. Erstens: Dort könnte die Filiale eines Fastfood-Anbieters (KFC) angesiedelt werden. Der Bürgermeister schloss das aus – mit Blick auf die gescheiterte Ansiedlungspläne eines Vollsortimenters und die letztendlichen Folgen für seinen Amtsvorgänger Hagen. Zweitens: Dort könnte eine der zwei gewünschten Skaterbahnen entstehen. Zimniok machte eine Notiz. Drittens: Dort könnte ein neuer Hort gebaut werden, damit die Kinder wenigstens am Nachmittag mal aus der Schule heraus kämen. Der Feuchtigkeitsschaden im vorhandenen Hortgebäude sei der Ausgangspunkt seines Engagements, gestand Stephan Zimniok. Weil eine Lösung so lange auf sich warten ließ, wurde er aktiv. Nach zweieinhalb Jahren Planung sei eine Sanierungsfirma gefunden worden. Aber jetzt stelle der Denkmalschutz Forderungen: Die alten Fenster seien zu sanieren, was weitere Verzögerungen bedeutet. Er sei „in der politischen Realität angekommen“, sagt Zimniok. Dennoch sei es „toll“, Bürgermeister zu sein.

Zimniok erfuhr von einer sechsköpfigen Grundschul-Gruppe, die das Schicksal von Opfern der Naziherrschaft 1933 bis 1945 erforscht und mit Stolpersteinen daran erinnern möchte. Nach Unterstützung gefragt, sagte der Bürgermeister zu und empfahl die Mitglieder des Freundeskreises Geschichtsstübchen als Informationsquelle. Als Super-Idee bezeichnete Zimniok das Vorhaben von Mario, einen Aufruf für einen freiwilligen Putztag starten zu wollen. Es sei hinzubekommen, dass der Bauhof die Müllentsorgung übernimmt. Der sammle schließlich etwa zehn Tonnen Müll aus den öffentlichen Papierkörben – monatlich! Und ja, auch zusätzliche Papierkörbe ließen sich sicher organisieren. Notiert hat sich der Bürgermeister auch die Wünsche nach einer Ausstellungsmöglichkeit für Bilder, nach einem Freibad, mehr Blitzern im Fontaneweg und einer Spielplatzerweiterung am August-Bebel-Platz. Er gab allerdings zu bedenken, dass es die 18 Gemeindevertreter sind, die letztlich die Entscheidungen treffen.

Im Fach LER (Lebensgestaltung -Ethik-Religionskunde) hatten die Fünftklässler ihre „Träume für Birkenwerder“ formuliert. Was denn SEIN größtes Ziel für Birkenwerder sei, wollten sie von Zimniok wissen. „Den Ort so schön wie er ist zu erhalten“, sagte der Bürgermeister. Und er wolle die Generationen ins Gespräch bringen.

Von Helge Treichel

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