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Oberhavel In die Hühnerzucht hineingeboren
Lokales Oberhavel In die Hühnerzucht hineingeboren
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00:24 26.08.2015
Kaninchen der Art„Kleinsilber-gelb“ Quelle: Ulrike Gawande
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Leegebruch

Nein, Namen würde sie ihren Kaninchen nur selten geben, erklärt Nicole Decke. Mit einem Alter von gerade einmal 38 Jahren kann sie schon auf 28 Jahre Zuchterfahrung zurückblicken. Und gehört damit immer noch zu den Jüngsten des Leegebrucher Kleintierzüchtervereins D 341, der am Wochenende viele interessierte Besucher zu seiner alljährlichen Sommerschau begrüßte.

Nicole Decke mit einem ihrer Rheinischen Schecken. Quelle: Ulrike Gawande

Schon mit zehn Jahren begann Nicole Decke mit der Zucht ihrer geliebten Rheinischen Schecken: „Mich haben Kaninchen schon immer fasziniert und so wollte ich als Kind unbedingt ein schwarz-weißes Tier haben. Als ich das nicht bekam, habe ich begonnen selber zu züchten.“ Rheinische Schecken seien eine schwere Zuchtrasse, teilten ihr damals die Vereinskollegen vom Kleintierzuchtverein Leegebruch D 341 mit. Aber anstatt aufzugeben, weckte das den Ehrgeiz von Nicole Decke, die allein in diesem Jahr 55 Jungtiere hatte.

Rheinischer Schecke

Einen Teil davon, sowie Tiere der anderen anderer Züchter – Hühner darunter ein komplett schwarzer Hahn, Tauben, Gänse, Exoten und Kaninchen – konnte man nun zur Sommerschau bewundern.

Der Kleintierzüchterverein D 341 wurde 1938 in Leegebruch gegründet. Quelle: Ulrike Gawande

45 Mitglieder zählt derzeit der Kleintierzüchterverein, der sein herausgeputztes Vereinshaus nahe des Kreisverkehrs in der Eichenallee hat. Bei der Vereinsgründung 1938 gab es gerade einmal 15 Mitglieder. In den 40er Jahren wuchs dann nicht nur der Ort Leegebruch, sondern auch der Verein, so dass 1945 mit 161 Züchtern der Züchterhöchststand erreicht war. Ebenso wie damals darunter auch heute noch Frauen, wenn auch nur eine Hand voll – und natürlich Jugendliche.

Kaninchen Quelle: Ulrike Gawande

Eines von vier Jugendmitgliedern ist Selina Klinkmüller. „I love Kaninchen“ verrät schon die Aufschrift auf ihrem T-Shirt. Seit vier Jahren züchtet die Elfjährige nun mit Unterstützung des Papas Kaninchen der Rasse „Kleinsilber-gelb“. Zur Schau präsentierte sie eine ganze Sammlung. Das seien immer vier Tiere, erklärt sie fachmännisch.

Bewertung eines Rheinischen Schecken Quelle: Ulrike Gawande

Stolz berichtet sie auch vom Jugendpreis, den sie für ihre flauschigen Langohren erhalten hat. Zum Jungzüchtertag, der Anfang September im MAFZ in Paaren/Glien stattfinden wird, hofft Selina auf einen weiteren Pokal für ihren Züchtungserfolg. „Anfangs hatte ich noch Meerschweinchen, dann lohfarbene Zwerge und nun die Kleinsilber in gelb“, erzählt die Schülerin. Wichtig sei ihr neben den Pokalen aber vor allem, dass man mit den Tieren kuscheln und sie sogar ein wenig trainieren oder auch dressieren könne.

Hühner der lebhaften Sorte Zwergitaliener Quelle: Ulrike Gawande

Dass zur Tierhaltung aber vor allem Verantwortung an 365 Tagen im Jahr gehört, lernen die jungen Züchter von Beginn an. Viele übernehmen die Leidenschaft für Kaninchen oder Geflügel schon von Eltern oder Großeltern. Teilweise sind sie Züchter in zweiter oder sogar dritter Generation. So wie Nick Rösler (10) aus Mühlenbeck, der zwanzig gelbe Seidenhühner mit Bart sein eigen nennt. Auch Vater, Großvater und Schwester züchten. Zweimal am Tag müssen die Tiere gefüttert werden. „Das machen die Kinder sehr verantwortungsvoll“, lobt Nicks Vater Danny.

Vereinsvorsitzender Horst Förstera mit drei verkauften Hühnern. Quelle: Ulrike Gawande

„Wer schon als Kind Tiere gehalten hat, verlernt auch als Erwachsener nicht, Leben als Leben zu achten“, ist sich der Vereinsvorsitzende Horst Förstera sicher. Er legt Wert darauf, dass Tiere naturnah und nicht „vermenschlicht“ gehalten werden.

Von Ulrike Gawande

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