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Ines Hübner: Die S-Bahn kommt bis 2025

Velten (Oberhavel) Ines Hübner: Die S-Bahn kommt bis 2025

Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) ist optimistisch, dass der S-Bahn-Anschluss für Velten bis zum Jahr 2025 gelingen kann. Zudem sollen die Veltener ab 2021 in einem Supermarkt in der Innenstadt shoppen gehen können. Im Gespräch mit der MAZ blickt Ines Hübner auf die großen Zukunftsprojekte.

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Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner. während des MAZ-Interviews.

Quelle: Enrico Kugler

Velten. Am Freitag begrüßt Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) die Gäste beim Neujahrsempfang in der Ofenstadthalle. Mit der MAZ sprach sie vorab über die Pläne für 2018 und darüber hinaus.

Bauvorhaben: Ein Highlight für die Stadt in diesem Jahr sieht Ines Hübner im Ausbau des Bahnhofs und des Park&Ride-Platzes. „Das ist der letzte Schandfleck, der verschwindet.“ Zudem soll die Wilhelmstraße ausgebaut werden. Auch der lange geforderte Lückenschluss des Radweges zwischen Pinnower Chaussee und Bernsteinsee wird gebaut. Genau wie ein Spielplatz auf dem Rathausplatz sowie der Ausbau der Spielplätze der Kitas „Kinderland“ und „Kunterbunt“. Auf dem Skaterplatz soll die Halfpipe erneuert werden, Geräte könnten angeschafft werden. „Das müssen wir mit den Jugendlichen beraten, ich selbst skate ja nicht“, flachst Hübner.

Bahnhofs-Sanierung: Ende Januar sollen die Bauvorbereitungen für die fünf Millionen Euro teure Sanierung beginnen, dafür werden zuerst Zauneidechsen umgesetzt. Der Abriss des „Galgens“ solle in den Sommermonaten geschehen. So lange wird er aber weiter genutzt, während parallel eine Personenüberführung mit viel Glas gebaut wird. „Deren Wände sollen mit historischen Bildern versehen werden, um Vandalismus vorzubeugen“, so Ines Hübner. Gesperrt werden muss der Bahnhof im Juli und August, es wird Schienenersatzverkehr geben. Ende September soll alles fertig sein.

S-Bahn-Anschluss: Entgegen vieler Zweifler betont Ines Hübner, dass die S-Bahn nach Velten kommt. „Ich habe es nicht nur schriftlich von Ministerin Schneider, sondern auch der Ministerpräsident hat sich mittlerweile sehr eindeutig zum S-Bahnanschluss bekannt.“ Die Stadt habe eine Stellungnahme beim Land abgegeben. „Die Botschaft war: Wir wollen ein prioritäres Projekt im Landesnahverkehrsplan sein.“ 2025 sei ein realistisches Datum für den Anschluss.

Grundstücke für Familien: Normalerweise bekommt der Höchstbietende beim Kauf von Bauland den Zuschlag. Um städtischen Grund aber bezahlbar zu halten, schwebt Ines Hübner das „Einheimischenmodell“ vor, bei dem Faktoren wie Wohnort, Einkommenssituation oder Ehrenamt eine Rolle spielen. „Für uns ist das Neuland, aber so können wir junge Familien und Ehrenamtler in der Stadt halten.“ Die Preise für das Bauland könnten vergünstigt werden, etwa zwischen fünf und 30 Prozent. „Wenn jemand vier Kinder hat, könnte sich das nochmal positiv auswirken.“ Genutzt werden könnte das Gelände des ehemaligen Johannesstiftes in der Kremmener Straße, das demnächst beräumt werden soll.

Zukunft der Innenstadt: Der Vollsortimenter mit 1800 Quadratmetern Fläche könne nach Prüfung von Architekten auf der städtischen Fläche gebaut werden, Land muss nun nicht mehr dazu gekauft werden. „Wir werden in den nächsten Monaten den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan in die SVV einbringen“, so Ines Hübner. In der unteren Ebene solle es den Supermarkt geben, in der oberen Wohnungen. „Wenn alles gut läuft, können wir ab 2021 einkaufen gehen.“ Um die Innenstadt zu beleben, schweben ihr nach dem geplanten Umbau des Marktplatzes außerdem regelmäßige Freiluftkino-Abende vor. Für Senioren sollen Räumlichkeiten als Treffpunkt im Zentrum gefunden werden.

Starkregen-Fälle : Im vergangenen Jahr war der Mühlengraben nach den Starkregenfällen bedrohlich angeschwollen. „Die Feuerwehr war schnell mit Sandsäcken da, so konnten wir das Schlimmste verhindern.“ Für Velten solle ein Generalentwässerungsplan helfen, künftig Starkregen gut zu überstehen. Die Luchwiesen sollten zudem weiterhin nicht bebaut werden, zudem gebe es Gespräche mit dem Wasser- und Bodenverband, damit künftig nicht nur einmal im Jahr entkrautet wird. Unter anderem gebe es am Luchwiesenweg auch eine Engstelle, wo die Gräben zusammenfließen, den man eventuell baulich aufweiten könne. „Da werden wir untersuchen, ob das möglich ist“, so die Bürgermeisterin.

Verhältnis zu Pro Velten: Die Stimmung in der SVV ist seit dem Einzug von Pro Velten angespannt. Ines Hübner hält diese Feindseligkeit, wie sie es nennt, für extrem kontraproduktiv. Man könne mal streiten, jedoch müsse man aus Ihrer Sicht am Ende alles dafür tun, um die Stadt gemeinsam voranzubringen. Ines Hübner hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es irgendwann ein Miteinander mit Pro Velten und den neu entstandenen Fraktionen geben kann. „Meine Kritiker kann ich nur mit meiner Leistung überzeugen“, sagt sie dazu. In den vergangenen acht Jahren ihrer Amtszeit sei viel passiert, die Stadt stehe auch finanziell gut da.

Von Marco Paetzel

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